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Wade Baldwin von Bayern München beim Dunking. DPA

Traum vom Final Four lebt weiter

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(sid). Für einen kurzen Moment hielt Marko Pesic inne. »Dieser erste Playoff-Sieg in der Euroleague ist schon ein großer Erfolg, und er steht ganz, ganz weit vorne in unserer Klubhistorie«, sagte der Boss der Basketballer von Bayern München, die den Blick dann sofort wieder nach vorne richteten. Auf den Freitag, auf Spiel vier der engen Serie gegen Armani Mailand.

Denn auch da gilt einmal mehr: Verlieren verboten.

»Wir wollen noch nicht nach Hause gehen«, sagte Nationalspieler Paul Zipser bei MagentaSport nach dem 85:79-Erfolg am Mittwochabend, der den deutschen Topklub in der Viertelfinal-Serie auf 1:2 heranbringt. »Der Sieg gibt uns die Möglichkeit, in zwei Tagen noch ein Spiel zu gewinnen«, meinte der mit 27 Punkten alles überragende Vladimir Lucic: »Unsere Energie war ausschlaggebend. Wenn wir so spielen, sind wir schwer zu schlagen.«

Coach Andrea Trinchieri grübelte unterdessen schon, wie er dem Gegner aus seiner Geburtsstadt im anstehenden Duell (20.45 Uhr/MagentaSport) das nächste Schnippchen schlagen kann. »Es liegt noch immer viel Arbeit vor uns«, sagte der Italiener, der die Münchner als erstes deutsches Team überhaupt in die Meisterrunde der europäischen Königsklasse geführt hatte: »Wir haben heute Neues herausgefunden. Einige Spieler haben uns geholfen. Wir müssen jetzt wieder etwas Neues finden, um ein sehr schwieriges Spiel zu realisieren.«

Schon in der ersten Partie der Serie »best of five« hatte sein Team vor dem Coup gestanden, war aber buchstäblich in letzter Sekunde von den routinierten und physisch starken Favoriten aus Mailand ausgebremst worden. Mindestens den ehrenrettenden Sieg haben sich die Bayern verdient. Vielleicht geht sogar noch deutlich mehr.

So sieht es zumindest Svetislav Pesic, der Vater von Geschäftsführer Marko, einst erfolgreicher Trainer der deutschen Nationalmannschaft und auch in München. »Ich bin nicht überrascht vom Sieg«, sagte der Europameister von 1993, der lange in der Euroleague unterwegs war, zuletzt bis 2020 in Barcelona. Von Mailand sei er gar nicht überzeugt, sagte Pesic und sprach von »altmodischem Basketball« und »nicht viel Qualität«. Auf der anderen Seite habe Bayern in den drei Spielen »viel mehr gezeigt«.

Dennoch stehen die Münchner weiter mit dem Rücken zur Wand. »Wir werden weiterkämpfen«, sagte Zipser. Der frühere NBA-Profi hat den Traum vom Final Four Ende Mai in Köln noch lange nicht aufgegeben.

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