Traum vom DHB-Pokal geplatzt

(pie) Die Handballerinnen der TSG Oberursel haben erneut das Hessische Double gewonnen und die Hoffnungen der HSG Lumdatal auf die Teilnahme am DHB-Pokal der neuen Saison zerschlagen.

Im Endrundenturnier des HHV-Länderpokals setzten sich die Damen aus dem Taunus souverän durch und sicherten sich nach der Meisterschaft in der Oberliga Hessen auch den Pokalsieg und dürfen sich nun auf die erste Runde des DHB-Pokals freuen. Keinen allzu guten Tag hatte die heimische HSG Lumdatal erwischt, die das Turnier auf Platz drei abschloss. Außerdem war die HSG Eibelshausen/Ewersbach zu Gast in der Lumdatalhalle und belegte den zweiten Rang.

HSG Lumdatal – HSG Eibelshausen/Ewersbach 20:23 (13:9): Die Gastgeberinnen trafen zunächst auf Eibelshausen/Ewersbach. Da man bereits in der Zwischenrunde gegen die HSG gewinnen konnte, rechnete man sich hier Chancen aus, gut ins Turnier zu starten. Doch die Gäste erwischten den besseren Start und gingen schnell mit 3:0 in Führung. Lumdatal zeigte in der 5:1-Abwehr vor allem bei Anspielen an den Kreis und auf Rechtsaußen Schwächen, wo Tamara Matic als sichere Schützin auftrat. Nach und nach fanden die Damen von Trainer Tobias Lambmann ins Spiel, übernahmen beim 4:3 nach acht Minuten durch Madeleine Müller die Führung und bauten diese bis zur Pause (13:9) aus. Lumdatal kam auch wacher aus der Kabine, legte binnen vier Minuten auf 16:10 (Ela Schuster) vor.

Trotz dreier Zeitstrafen in der zweiten Hälfte kämpfte sich die Gäste-HSG jedoch kontinuierlich aus der Misere und verkürzte Tor um Tor. Lumdatal leistete sich zu viele technische Fehler und Fehlwürfe, die der Oberligist gnadenlos bestrafte und beim 20:19 in der 38. Minute wieder die Führung übernahm. In den letzten zwei Minuten hatte Lumdatal nichts mehr zuzusetzen und verlor mit 20:23. "Das hat uns schon ernüchtert", erklärte Lambmann. "Wir haben über weite Strecken geführt und gezeigt, dass wir mit Eibelshausen mithalten können. Individuelle Fehler auf unserer Seite und individuelle Stärken aufseiten von Eibelshausen haben dann den Ausschlag gegeben."

HSG Lumdatal: Michelle Müller, Olemotz; Schlapp (3), Elmshäuser, F. Müller (2), Schuster (2), Stein, Schmidt (4/3), Madeleine Müller (3), Fuhr (1), Cybulski (3), Kraban (2).

HSG Eibelshausen/Ewersbach: Pohlner; Matic (7/1), Tirjan (5), D. Müller (2), Ivetic (3), J. Müller (4), Manderbach, Uhl (2), Schwehn, Decker, Schäfer.

"Können bestehen"

HSG Lumdatal – TSG Oberursel 17:19 (7:11): Nachdem man mit hängenden Köpfen in die Kabine geschlichen war, hatten die Lumdatalerinnen im zweiten Spiel nichts mehr zu verlieren und gingen in der siebenten Minute durch Anna Fuhr mit 5:3 in Führung. Begünstigt wurde das HSG-Oberwasser allerdings auch durch die mangelnde Chancenverwertung des Gegners. Eine Umstellung von der 6:0- zur 5:1-Abwehr und eine starke Annika Steitz im Kasten brachten die Wende zugunsten des Noch-Oberligisten. Lumdatal hatte im Positionsangriff Schwierigkeiten, zu ordentlichen Abschlüssen zu kommen. Zwar konnte man nach 5:7-Rückstand noch mal zum 7:7 ausgleichen, doch das war nur ein kurzes Strohfeuer. Oberursel zeigte sein schnelles Konterspiel und legte zur Pause auf 11:7 vor. Auch in der zweiten Hälfte blieb Lumdatal zwar dran, konnte sich aber bei der TSG bedanke, die etliche Aluminiumtreffer zu verzeichnen hatte. Mit Ela Schuster kam noch einmal Schwung ins HSG-Spiel. Gut von Franziska Müller eingesetzt, netzte sie dreimal sicher ein und Anett Kraban sorgte in der 34. Minute für den 15:15-Ausgleich. Die Gastgeberinnen kämpften bis zur letzten Minute, brachten sich aber ab und an in der Abwehr selbst in die Bredouille.

Oberursel schickte nach dem 15:16-Rückstand wieder seine erste Sieben auf das Parkett und hatte die Partie fortan im Griff. Mit dem 19:17-Sieg sicherte sich die TSG den Hessenpokal zum zweiten Mal in Folge. "Gegen Oberursel wollten wir noch ein gutes Spiel zeigen und gegen diese robuste Mannschaft so lange es geht mithalten", so Lambmann. "Wir haben in beiden Spielen gezeigt, dass wir mit großem Herz und Leidenschaft durchaus gegen solche Gegner bestehen können. Das können wir getrost als positive Motivation in die Vorbereitung zur nächsten Runde mitnehmen. Mit der Leistung und mit diesem Einsatz werden wir in der Oberliga nicht chancenlos sein."

HSG Lumdatal: Michelle Müller, Olemotz; Schlapp, Elmshäuser, F. Müller (4), Schuster (3), Stein (1), Schmidt (2/2), Madeleine Müller (1), Fuhr (2), Cybulski (2), Kraban (2).

TSG Oberursel: Reemtsma, Steitz, Gogolin; Kürten (2), Kahlstatt (1), Frölich, Wehl-Ohrdorf (3), M. Okrusch (2), Buße (3/1), Sellner (3), N. Okrusch (3), Heilmann (2), Giebe, Heydeck.

TSG Oberursel – HSG Eibelshausen/Ewersbach 27:18 (17:11): Tore Eibelshausen/Ewersbach: Pohlner; Matic (5), K. Tirjan (1), D. Müller (1), Ivetic (5), J. Müller (4), Manderbach, Uhl (1), Schwehn, Decker, Schäfer (1). – Tore Oberursel: Reemtsma, Steitz, Gogolin; Kürten (3), Kahlstatt, Frölich, Wehl-Ohrdorf (1), M. Okrusch, Buße (9/2), Sellner (4), N. Okrusch (7), Heilmann (3/3), Giebe, Heydeck.

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