Die GSV-Schwimmer ziehen im Westbad wieder ihre Bahnen. ARCHIVFOTO: FRIEDRICH
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Die GSV-Schwimmer ziehen im Westbad wieder ihre Bahnen. ARCHIVFOTO: FRIEDRICH

Trainingsbetrieb läuft wieder

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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(gae). Beim Gießener Schwimmverein ziehen die Mitglieder im Westbad wieder ihre Bahnen. "Wir können unsere normalen Wassereinheiten, die wir sonst auch regulär haben, nutzen. Aber mit einer halbstündigen Verschiebung nach hinten", erklärt Stefan Alt, der Abteilungsleiter bei den Schwimmern im GSV ist. Bedingt ist das durch die Hygienevorschriften und die Abstandsreglung, die es auch für den Schwimmsport zu beachten gilt.

Ab Mitte März musste der Club mit dem Shutdown klarkommen. Die Bäder in Hessen wurden durch die Landesregierung im Maße der Lockerungen aber wieder freigegeben. In Gießen dauerte es ein bisschen länger - "zwei Wochen später", wie Alt sagt. Seit rund drei Wochen sind die GSVer aber nun wieder im Wasser, absolvieren ihre drei Einheiten montags, dienstags und freitags und haben dabei zwei Stunden lang das komplette Bad zur Verfügung.

Limitiert sind sie bislang auf 50 Mitglieder, die ins Becken dürfen. Von Vorteil ist für den GSV, dass er alle Bahnen nutzen kann. Der Startblock sei aber noch nicht freigegeben - aufgrund der Desinfektionsregel. "Wenn einer oben drauf und gesprungen ist, dann müsste gereinigt werden, damit der Nächste wieder starten könnte", sagt Alt. Das Duschen sei aber erlaubt - und das sei in Corona-Zeiten nicht unbedingt üblich. Diesbezüglich spricht Alt den Stadtwerken und der Stadt Gießen ein großes Dankeschön aus.

Andererseits weist der 53-Jährige darauf hin, dass der Schwimmverein für die Benutzung des Bades einen reduzierten Eintritt bezahlen müsse. Was er nicht nachvollziehen kann, da andere hiesige Clubs das für die Hallen- oder Sportplatznutzung nicht tun müssten. In dem Bereich sieht er Verbesserungsbedarf.

Alt, gleichzeitig Cheftrainer der Leistungsgruppe, thematisiert trotz des fast normalen Trainingsbetriebes ein ganz großes Problem: "Es fehlen die Ziele, es gibt keine Wettkämpfe. Man weiß nicht, wie geht es überhaupt weiter. Wie soll man überhaupt einen Wettkampf organisieren?" Im Sommer standen die Langbahnmeisterschaften an, im Winter geht es normalerweise um die Kurzbahntitel. Wie der Hessische Schwimmverband dies in naher Zukunft bewältigen will, weiß Alt nicht. Natürlich schaue er auf mögliche Wettkampftermine, aber zurzeit geht es für die Wettkampfsportler des GSV ausschließlich um Grundlagen- und Ausdauerverbesserung sowie Technikverfeinerung.

Waren zu Beginn der Badöffnung nur die GSV-Wettkampfschwimmer im Becken, hat Alt nun auch die Elternschwimmgruppe dazugeschaltet. "Wir haben Ferien, sodass wir teilnehmermäßig nicht ausgelastet sind", begründet er die Maßnahme.

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