Trainingsauftakt in Hüttenberg

(jms) Sieben Jahre Jan Gorr sind Geschichte. Seit Donnerstag weht ein anderer Wind. Mit Heiko Karrer hat der TV 05/07 Hüttenberg einen erfahrenen Handballtrainer, der bei seinem Antritt und Trainingsauftakt klare Ansagen machte. "In den Trainingslagern in Saarbrücken und in Beilstein werden wir je drei Trainingseinheiten am Tag haben. In der freien Woche bekommen die Spieler einen Plan an die Hand, was sie zu tun haben", sagte Karrer

Dabei überraschte der Coach gleich mit einer Neuverpflichtung. Mit Marc Pechstein ist die Vakanz auf der Königsposition, die durch den Abgang von Matthias Gerlich zu den Rhein-Neckar Löwen entstanden ist, geschlossen. Zudem gibt der Klub dem 19-jährigen Kreisläufer Moritz Lambrecht die Chance, sich im Training zu beweisen. Der Perspektivspieler aus der A-Jugend soll aber ebenso wie Max Rühl vornehmlich in der A-Jugend eingesetzt werden. Pechstein indes wird auch in der kommenden Runde ein Zweitspielrecht bei den Füchsen haben.

"Ich bin mit der Kaderzusammenstellung zufrieden", sagt Karrer, der zunächst an der Grundlagenausdauer und der Maximalkraft seiner Spieler arbeiten wird. Dabei wird die Mannschaft auch im Trainingslager in Saarbrücken ab dem 17. Juli ordentlich ins Schwitzen kommen. Zum Abschluss spielt der TVH beim SV Zweibrücken (22. Juli). Nach einer sechstägigen Trainingspause, in der die Spieler für sich trainieren sollen, geht es nach Beilstein ins zweite Trainingslager. "Dort werden wir dann spielerisch einiges tun", kündigt Karrer an. Abgeschlossen wird diese Phase mit einem Testspiel bei der TSG Groß-Bieberau am 5. August, ehe der Linden-Cup auf dem Programm steht.

Weitere Testspiele in Rimpar (18. August), in Nieder-Roden (19. August) und zu Hause gegen TV Großwallstadt (22. August) runden das Vorbereitungsprogramm des Absteigers ab, ehe die erste Runde des DHB-Pokals am 25./26. August stattfindet. Das erste Ligaspiel bestreiten die Mittelhessen am 1. September beim Aufsteiger SV Henstedt-Ulzberg. Am 7. September kommt Mitabsteiger Eintracht Hildesheim ins Sportzentrum Mittelhessen.

Nach den Abgängen von Gerlich, Timm Schneider, Milos Putera, Florian Billek und Sebastian Roth sowie dem Abgang von Erfolgstrainer Gorr sieht sein Nachfolger allerdings keinen allzu großen Umbruch. Karrer: "Mit den erfahrenen Spielern, die geblieben sind, haben wir ein gutes Grundgerüst. In der Vorbereitung werden wir zudem zwei, drei Einheiten machen, die zur Teambildung beitragen." Unter Karrer soll der TVH unberechenbarer werden. Der Übungsleiter will neben der 3:2:1-Deckung, die Gorr in den vergangenen sieben Jahre fast bis zur Perfektion einstudiert hat, auch eine 6:0-Deckung spielen lassen. "Wir werden dann das spielen, was besser funktioniert. Ich will vorne mit einigen Positionswechseln spielen und beweglich sein. Natürlich wollen wir erfolgreichen und schönen Handball zeigen – das heißt, dass wir vorne mitspielen wollen."

Möglicherweise kann Tomasz Jezewski mithelfen, dass die Hüttenberger um den direkten Wiederaufstieg mitspielen. Der durchschlagskräftige Rückraumspieler, der seit über einem Jahr an komplexen Knieproblemen leidet, wird das komplette Vorbereitungsprogramm absolvieren. "Dann werden wir sehen, wie sein Körper auf die Belastung reagiert", sagt Karrer, der auch weiterhin auf Stefan Lex bauen kann. Der von Balingen und Großwallstadt umworbene Linkshänder bekommt vom Klub keine Freigabe für einen Wechsel und soll in der kommenden Saison eine zentrale Rolle spielen.

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