Trainer Marius Naidin tritt zurück

(fk/pm) Bei der HSG Pohlheim hat die verheerende 20:32-Niederlage am Sonntagabend bei Liga-Neuling Eintracht Baunatal und die damit anhaltende Talfahrt der Regionalliga-Handballer zum Rücktritt von Trainer Marius Naidin geführt. Am Montagnachmittag erklärte der 1. Vorsitzende der Handballspielgemeinschaft, Horst-Günter Schmandt, dass Übungsleiter Marius Naidin sein Amt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung stelle.

(fk/pm) Bei der HSG Pohlheim hat die verheerende 20:32-Niederlage am Sonntagabend bei Liga-Neuling Eintracht Baunatal und die damit anhaltende Talfahrt der Regionalliga-Handballer zum Rücktritt von Trainer Marius Naidin geführt. Am Montagnachmittag erklärte der 1. Vorsitzende der Handballspielgemeinschaft, Horst-Günter Schmandt, dass Übungsleiter Marius Naidin sein Amt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung stelle.

"Marius hat aus eigenen Stücken entschieden, die Tätigkeit als Trainer nicht weiter aufrecht zu erhalten", erklärte Schmandt nach einer Krisensitzung, die aufgrund des anhaltenden Abwärtstrends der Blau-Weißen anberaumt worden war. "Für uns als Verein ist das unglaublich schwierig, aber wir müssen die Entscheidung akzeptieren", führte Schmandt fort.

"Nach dem ausbleibenden sportlichen Erfolg greifen die bekannten Mechanismen aus dem Mannschaftssport: Keine Punkte gleich neuer Trainer", begründete der zurückgetretene Übungsleiter seine Entscheidung.

Naidin hatte das Kommando bei der HSG zu Beginn der Saison 2008/09 übernommen, nachdem er beim damaligen Oberligisten HSG Wettenberg seine Position als Trainer räumen musste. Anfang diesen Jahres ereilte den 48-jährigen Familienvater dann die Nachricht einer Krebserkrankung, die ihn für die komplette Rückrunde außer Gefecht setzte. Als "Vertretung" sprang Horst-Günter Schmandt ein, der aufbauend auf der guten Arbeit von Naidin die HSG zu einem beachtlichen sechsten Tabellenplatz am Ende der Spielzeit führte.

Am 1. Juli kehrte der sympathische und handballbesessene Naidin nach erfolgreicher Behandlung in das Amt des Trainers zurück, ehe er am gestrigen Nachmittag den Vorstand über seine Entscheidung in Kenntnis setzte. "Marius hat angeboten, uns auf jeden Fall erhalten zu bleiben. Wie und ich welcher Funktion, steht noch nicht fest. Aber wir sind gewillt, das Angebot anzunehmen", erklärte Schmandt. "Ich bin überzeugt davon, dass das Team das Potential besitzt, um in der Liga zu bleiben", wünscht Naidin seinen Schützlingen viel Erfolg für die anstehenden Aufgaben. "Doch nach vier Niederlagen in Folge besteht Grund zum Handeln", ergänzte der scheidende Coach, der bereits nach der bitteren Pleite am Sonntag hatte anklingen lassen, dass es Zeit für Konsequenzen wäre.

Für das heutige SWG-Pokalspiel bei der HSG Wettenberg (20.15 Uhr) übernimmt zunächst Co-Trainer Heiko Jakobi das Kommando, ehe in den nächsten Tagen intensiv über eine endgültige Lösung beratschlagt wird. Die Wettenberger mussten am Wochenende in der Landesliga eine 27:30-Heimniederlage gegen die TSG Oberursel hinnehmen. Das Viertelfinalspiel steigt in der Sporthalle der Wettenberg-Schule.

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