Trainer-Entlassung bei HSG Kleenheim

  • VonMarc Steinert
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(mgs/ra). Paukenschlag bei den Drittliga-Handballerinnen der HSG Kleenheim-Langgöns. Nachdem die personell arg dezimierte Truppe der Kleebachtalerinnen dem Tabellenzweiten und haushohen Favoriten TSG Eddersheim in den 60 Minuten am Sonntagabend alles abverlangt hatte und nach der 20:24 (9:12)-Niederlage mehr als nur erhobenen Hauptes das Parkett der Weidig-Sporthalle verlassen konnte, ereignete sich das Entscheidende erst im Nachgang.

So wurde Trainer Marc Langenbach - nach eigener Auskunft - von den Vereinsverantwortlichen im Anschluss an die Partie entlassen. Bis zum späten Abend gab es hierzu jedoch keine offizielle Stellungnahme durch den Club, der eine Stunde nach Spielende allein dem Team seine Entscheidung erläutert haben soll.

Zuvor hatte Langenbach noch einen ordentlichen Auftritt seiner Mannschaft gesehen, die neben den Langzeitverletzten kurzfristig auch noch auf Kim Winkes hatte verzichten müssen. »In Anbetracht der Umstände war das ein ganz tolles Spiel von uns. Kampf und Leidenschaft waren da, großes Kompliment an meine Mannschaft«, hatte Langenbach trotz der für ihn persönlich sicherlich ebenso überraschenden wie schmerzhaften Nachricht von Vereinsseite noch eine Menge lobende Worte für seine Truppe übrig.

Trotz der zahlreichen Ausfälle bot die junge Kleenheim-Langgönser Truppe dem haushohen Favoriten von Beginn an die Stirn. In der zehnten Minute hatte Franziska Dietz zum 5:3 eingeworfen, und auch nachdem sich Eddersheim gefangen zu haben schien und durch Lena Thoß beim 8:7 erstmals in Führung gegangen war, konnte die Langenbach-Sieben zurückschlagen (9:8, Katha Weber). Auch auf den 9:11-Rückstand hatten die Kleebachtalerinnen die passende Antwort parat und glichen durch zwei Treffer von Emelie Bachenheimer nochmal zum 11:11 (25.) aus. Erst in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte konnten die Gäste aus Südhessen ihre Qualitäten dann ausspielen und zogen bis zur Pause noch auf 14:11 davon.

Nach zwei schnellen TSG-Treffern zum 16:11 zu Beginn der zweiten Hälfte schien das Spiel dann seinen zu erwartenden Verlauf zu nehmen, doch die Kleenheim-Langgöns bewies ebenso große Moral wie Einsatzwillen, gab sich noch lange nicht geschlagen und kämpfte sich bis zur 40. Minute wieder auf 15:17 heran, nachdem erneut Bachenheimer getroffen hatte. Und auch beim 17:19 (46.) durch einen Kiethe-Siebenmeter war es noch eng, ehe es einer energischen Auszeit von Eddersheims Trainer Tobias Fischer bedurfte, um seine Damen aufzurütteln.

So gelang es dem Tabellenzweiten, binnen vier Minuten vorentscheidend auf 22:17 davonzuziehen. Doch bis in die letzten Sekunden hinein stimmte der Kampfgeist und Einsatz der HSG, die beim 19:22 durch Meileen Schäfer nochmal verkürzte und letztlich trotz der 20:24-Niederlage ein mehr als nur respektables Ergebnis erreichen konnte. Ehe der eigentlich Schlussakkord erst nach der Partie folgen sollte!

Kleenheim-Langgöns: Bork, Buhlmann - Dietz (2), Bachenheimer (7/3), Kleinpell, Rüspeler, Suchantke, vom Hagen (2), Kiethe (5/3), Klug, Schäfer (1), Weber (3).

Eddersheim: Priester, Kirchner - Hilbig, Özer (8/6), Brocke (5), Flebbe (4), Gempp, Müller, (1/1) Rhein (1), König, Krämer, Feick, Thoß (1), Wimmer, Schweikart (4).

Stenogramm / SR.: Adam/Adam (Hofgeismar). - Zus.: 120. - Zeitstrafen: 10:0 Mionutenf - Siebenmeter: 6/5:8/7.

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