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Trainer Dörr: »Sind etwas geschockt«

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David Amaize von den Gießen Pointers zieht bei der deutlichen Heimniederlage gegen Köln (Steffen Haufs, rechts daneben) zum Korb. © Harald Friedrich

(cnf). Die vorausgegangene zweiwöchige Spielpause hat den Gießen Pointers in der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Nord) scheinbar nicht gutgetan: An einer zuletzt ordentlichen Leistung gegen die Dragons Rhöndorf vermochten die Mittelhessen am vergangenen Sonnabend so gar nicht anzuknüpfen und lieferten ihre bislang lascheste Saisonleistung ab. Gegen die RheinStars Köln gingen die nach wie vor punktlosen Lahnstädter vor heimischem Publikum in der Sporthalle Gießen-Ost mit 63:

102 (32:48) unter.

»Das war eine absolut katastrophale Leistung. Wir als Trainerteam sind etwas geschockt, da wir so gar keine Moral gezeigt haben«, resümierte Pointers-Headcoach Daniel Dörr nach einem mehr als gebrauchten Samstagabend.

Dabei sah die Sache aus heimischer Sicht anfänglich gar nicht so schlecht aus: Nach drei Zeigerumdrehungen und einem verwandelten Drei-Punkte-Wurf von Jalen Gibbs hatte Gießen mit 6:2 die Nase vorn. Diesen Vorteil baute das Dörr-Team bis zur achten Minute sogar auf 20:12 aus.

Damit war der »Peak« für die Universitätsstädter, die sich von unnötigen Turnover aus dem Konzept bringen ließen, am Samstagabend allerdings bereits erreicht - anschließend spielten nur noch die Domstädter. Bis zur ersten Viertelpause verkürzten die RheinStars zunächst auf lediglich noch drei Zähler (19:22, 10.).

»Wir haben danach einfach nur noch die Köpfe hängen lassen und uns dem Schicksal ergeben. Ich habe das so als Spieler oder Trainer noch nicht erlebt«, fasst Daniel Dörr das weitere Geschehen zusammen. Zügig nahm Köln das Heft in die Hand (33:26, 14.) und beendete den zweiten Abschnitt mit einem satten 13:2-Run binnen der letzten vier Minuten (48:32 20.). »Wir haben alles probiert, versucht, an die Moral zu appellieren, auch in der Halbzeitansprachen - aber leider hat das nichts gebracht«, erklärte Dörr.

Ins dritte Quarter starteten die RheinStars mit einem weiteren 6:0-Lauf. Gießen fing sich zwar zwischenzeitlich dezent und gestaltete den Durchgang einigermaßen ausgeglichen (19:23), von einer Aufholjagd waren die Hausherren, deren bester Scorer Benjamin Lischka auf elf Punkte kam, aber dennoch weit entfernt.

In ganz anderer Gemütslage bewegten sich die Rheinländer, die es in der finalen Sequenz (12:31) noch einmal richtig krachen ließen und am Ende sogar die 100-Punkte-Schallmauer durchbrachen. Insgesamt brachten es am Sonnabend gleich fünf RheinStars-Akteure auf ein zweistelliges Scoring, bester Werfer der Gäste war hierbei Pointguard Rupert Hennen, der insgesamt 19 Punkte sowie fünf Steals stemmte.

Alles in allem waren die Kölner den Pointers in nahezu allen Statistikbereichen überlegen, so auch unter den Brettern, wo das Rebound-Duell mit 39:33 an die RheinStars ging. Symptomatisch für die Tagesverfassung des Dörr-Teams gestaltete sich unter anderem die Drei-Punkte-Trefferquote: Diese lag im heimischen Lager bei gerade einmal 17 Prozent (4/23). Daniel Dörr äußerte sich nach dem Abpfiff etwas ratlos und kündigte an, das Spiel in den kommenden Tagen im Training intensiv aufzuarbeiten: »Eigentlich hatten wir eine gute Trainingswoche, und nach dem guten Spiel zuletzt in Rhöndorf dachte ich wirklich, dass der Knoten geplatzt sein könnte. Dabei wäre Köln auch schlagbar gewesen - aber wir haben uns einfach ergeben.« - Pointers: Gibbs 8/1, Carl 3, Maruschka 5, Bilski 6/2, Wiegard 4, Elksnis 7, Njie 7, Kenntemich 3, Lischka 11, Amaize 9/1.

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