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Keinen Millimeter gibt der Gießener Dennis Owusu - links der Großaspacher Fabian Messina - nach. Genau das muss der FC auch am heutigen Samstag tun, wenn es im Waldstadion gegen den VfB Stuttgart II geht. FOTO; IMAGO

FC Gießen

Trainer Daniyel Cimen: »Müssen unsere Qualität nutzen«

Es läuft aktuell nicht wirklich rund beim FC Gießen. Die Elf von Daniyel Cimen hängt im »Tabellenkeller« der Fußball-Regionalliga Südwest. Am Samstag soll die Wende zum Besseren gelingen.

Dass das Fußballgeschäft auch manchmal ein wenig mit Glück zu tun hat, bekommt der FC Gießen aktuell fast regelmäßig zu spüren. Die Rot-Weißen liefern an sich gute Partien ab, scheitern in den entscheidenden Situationen dann aber am Aluminium, dem gegnerischen Keeper oder bringen es nicht fertig, die Kugel im Tor zu versenken. Nun gastiert heute mit dem VfB Stuttgart II eine auswärtsstarke Mannschaft der Regionalliga Südwest im Waldstadion (14 Uhr), die alles versuchen wird, den Gießenern das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Die Ausgangslage: Der FC Gießen steht derzeit auf dem 18. und damit vorletzten Platz der Tabelle und hat in vier Heimspielen erst drei Zähler geholt. Dabei ließ sich jedoch in den letzten Partien vor allem beim 1:3 gegen den TSV Steinbach Haiger und beim 1:1 in Großaspach eine deutliche Steigerung beobachten, wie auch Coach Daniyel Cimen weiß: »Die Jungs sind auf einem guten Weg. Wir haben gegen sehr gute Mannschaften gute Spiele abgeliefert. Jetzt kommt es darauf an, dass wir unsere Chancen und unsere Qualität einfach nutzen - und wenn wir führen sollten, auch mal das zweite, dritte Tor nachlegen.« Hier spricht Cimen vor allem die noch schwächelnde Offensive der Gießener an. Erst sechs Tore aus neun Spielen sind zu wenig. Auf der anderen Seite stehen elf Gegentreffer. Eine Zahl, die nur drei andere Teams unterbieten können.

Das Personal: Giuseppe Burgio fehlt dem FC mit einem Muskelbündelriss wohl noch länger, Nejmeddin Daghfous wird ebenfalls nicht zum Einsatz kommen. Hinter Benedict dos Santos steht ein Fragezeichen. Für Takero Itoi und Ryunosuke Takehara liegen die Spielberechtigungen noch immer nicht vor, hier »hoffen wir aber jeden Tag, dass sie reinflattern«, ist Cimen optimistisch. Zurück im Team ist dagegen Tobias Reithmeir, der in Großaspach mit seiner fünften Gelben Karte aussetzen musste. Auch auf Aykut Öztürk kann Cimen wieder bauen, der am Mittwoch bereits ein paar Minuten auf dem Feld stand und nun mit seinen Toren dringend benötigt wird.

Der Gegner: Mit dem VfB Stuttgart II kommt eine Mannschaft ins Waldstadion, die in ihren bisherigen fünf Auswärtspartien vier Siege einfahren konnte. Auch wenn darunter zwei Erfolge gegen zwei vermeintliche Abstiegskandidaten (Balingen und Koblenz) waren, steht das Team vom ehemaligen Bundesligaspieler Frank Fahrenhorst nicht umsonst auf dem siebten Tabellenplatz. So haben die Schwaben mit 23 erzielten Treffern die beste Offensive der Liga, allerdings auch mit 19 Gegentoren aus zehn Partien mit die schlechteste Verteidigung. Dies dürfte den Gießenern Mut machen, wo doch gerade ihr Angriff in einigen Spielen nicht richtig ins Rollen gekommen ist.

»Stuttgart hat eine sehr gute zweite Vertretung. Sie sind technisch gut und haben eine dynamische Mannschaft. Wenn man ihnen zu viel Raum gibt, werden sie dich auseinandernehmen«, erklärt Cimen, will den Fokus jedoch vor allem auf seine eigene Elf legen: »Wenn wir, wie zum Beispiel gegen Steinbach, im Eins-gegen-Eins vor dem Torwart sind, müssen wir die Tore einfach mal machen«.

Wenn dann auch noch ein Quäntchen Glück hinzukommt, könnte es mit den nächsten Zählern gegen Stuttgart II klappen.

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