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Topfavorit SV Annerod

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Von: Roland Stamm

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Treffen in der Aufstiegsrunde der Kreisliga A Gießen wieder aufeinander: Annerods Marc Schmidt (r.) und Fernwalds Luca Kurz. © Harald Friedrich

(rol). Die Aufstiegsrunde in der Fußball-Kreisliga A Gießen taugt zu einem spannenden und reizvollen Verlauf. Denn die Tabelle aus der Einfachrunde wurde bereinigt, indem die Top-Sechs der Liga auf null (Punkte) gesetzt wurden und sozusagen von vorne starten müssen. Das wird für den SV Annerod zunächst einmal bedauerlich sein, weil die Mannschaft mit sechs Punkten Vorsprung die »kleine A-Liga-Meisterschaft« holte, was jetzt aber ziemlich bedeutungslos geworden ist.

Dennoch hat der SVA auch jede Menge Selbstvertrauen getankt, indem die Spiele gegen die jetzige Konkurrenz mit einer Ausnahme gewonnen wurden. Lediglich gegen die TSF Heuchelheim II stand am Ende ein 0:0. Auch das eindrucksvolle Zustandekommen der Spitzenspielerfolge schraubt die Erwartungen, die in die Lohwasser-Truppe gesetzt werden, sehr hoch.

Dabei war zu Beginn der Saison mit der FSG Biebertal der Titelfavorit früh ausgemacht. Das konnte die FSG aber nur phasenweise bestätigen. Zwar hat die Mannschaft ihre offensiven Vorgaben in Form von 52 Toren erfüllt; dennoch wackelte es defensiv häufig, so dass Trainer André Weinecker für die bevorstehenden zehn Spieltage gewarnt sein dürfte. Mit einem »riesen Bock auf die Aufstiegsrunde« startet auch Matthias Lehmann mit seinem FSV Fernwald II. Für Lehmann wird es eine Abschiedstour werden, da er den FSV nach vier Jahren verlassen will. Umso intensiver dürfte die Motivation für ihn und seine Jungs sein, am Saisonende ganz oben zu stehen.

Türkiyemspor will den Titel

Genau diesen Ansporn bringt auch die Mannschaft von Türkiyemspor Gießen mit. Spielertrainer Savas Saglam sieht sein Team in der Favoritenrolle: »Es stehen fast alle Spieler zur Verfügung, was vor allem im Sommer nicht immer der Fall ist.« Mit Tayfun Tekin habe sich außerdem jemand gefunden, der sich erfolgreich um den Fitnessbereich der Spieler kümmere. Zudem sei der 20-Mann-Kader ausgeglichen besetzt und bestehe »im Kern aus der erfolgreichen B-Liga-Zeit«. Saglam schöpft seinen Optimismus darüber hinaus auch von der Beharrlichkeit der Spieler wie auch des Vereins, »oben gejagt werden zu wollen«. Überdies habe »der Ausfall von Offensivkräften in der Vergangenheit häufig den Spielfluss beeinträchtigt«, so dass die für ein Spitzenteam magere Ausbeute von 1,8 Toren pro Spiel mit nun veränderter Formation künftig ausgebaut werden sollte. Jedenfalls »ist der Kader auf dem Papier klar auf Offensive ausgerichtet«. Die Türkiyemspor-Defensive ist mit lediglich 15 Gegentoren durchaus bereits meisterlich. In dieser Statistik lassen sich auch die TSF Heuchelheim II (14 Gegentreffer) und die FSG Villingen/Nonnenroth/Hungen (18) nicht lumpen; damit erreichten sie bemerkenswerte Ergebnisse und letztlich den Sprung in die Top-Sechs, die für enge und aufregende Spiele sorgen werden.

Wettenberg II kaum mehr zu retten

Während hier Dramatik vorprogrammiert ist, dürfte der Kampf um den Klassenerhalt schon im Vorfeld etwas an Spannung verloren haben. Denn mit der FSG Wettenberg II scheint der erste Anwärter auf einen Abstiegsplatz schon gefunden. Schließlich gingen alle 15 bisherigen Saisonspiele verloren, so dass ein Nichtabstiegsplatz in ganz weite Ferne gerückt ist. Dagegen sollten die beiden Erstplatzierten, die FSG Garbenteich/Hausen (22 Punkte) sowie die FSG Lollar/Staufenberg (21), mit dem Thema Abstieg kaum noch in Verbindung zu bringen sein. Die »echte« Abstiegszone dürfte hingegen beim MTV 1846 Gießen II beginnen, der 17 Zähler mit in die Playdown-Runde nimmt. Danach folgen der TSV Lang-Göns II (16), die SG Utphe/Trais-Horloff/Inheiden (12), der TSV Rödgen und der FC Turabdin/Babylon II (jeweils 11), der FC Großen-Buseck (10) sowie der TSV Allendorf/Lahn (8). Während die Aufstiegsrunde in Hin- und Rückspielen ausgetragen wird, finden die Playdowns in einer Einfachrunde statt und könnten ihren sportlichen Höhepunkt am letzten Spieltag Ende Mai finden.

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