Top-Teams eine Nummer zu groß für NSC Watzenborn-Steinberg

(eiw) Die vagen Hoffnungen des NSC Watzenborn-Steinberg in der 2. Tischtennis-Bundesliga Süd auf einen Überraschungscoup gegen die Meisterschaftsfavoriten TSV Schwabhausen und TTC Langweid haben sich nicht erfüllt. Gegen die Tabellenführer Schwabhausen setzte es eine 1:6-Niederlage. Etwas besser lief es dann einen Tag später beim 3:6 in Langweid. Durch die beiden Niederlagen ist der NSC mit 24:10 Punkten auf den dritten Tabellenplatz abgerutscht.

(eiw) Die vagen Hoffnungen des NSC Watzenborn-Steinberg in der 2. Tischtennis-Bundesliga Süd auf einen Überraschungscoup gegen die Meisterschaftsfavoriten TSV Schwabhausen und TTC Langweid haben sich nicht erfüllt. Gegen die Tabellenführer Schwabhausen setzte es eine 1:6-Niederlage. Etwas besser lief es dann einen Tag später beim 3:6 in Langweid. Durch die beiden Niederlagen ist der NSC mit 24:10 Punkten auf den dritten Tabellenplatz abgerutscht.

TSV Schwabhausen - NSC Watzenborn-Steinberg 6:1: Wie schon in der Vorrunde (0:6) gelang es dem NSC auch diesmal nicht, den hohen Favoriten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Niederlage fiel jedoch deutlicher aus, als es nach den starken Resultaten der Gäste zu erwarten war. "Schwabhausen war heute einfach besser. Viel mehr als der Ehrenpunkt war einfach nicht möglich", war NSC-Trainer Markus Reiter nicht allzu enttäuscht von seinem Quartett. Der Coach sah seine Mannschaft nur zu Beginn auf Augenhöhe mit dem Ausnahmeteam der Liga. Je länger die Partie dauerte, desto überzeugender trumpfte der Fast-Aufsteiger auf. Die Bayern, mit der Empfehlung von 13 Siegen aus 13 Partien angetreten, hatten zu Beginn große Probleme. Julia Lutz und Desirée Czajkowski eröffneten die Partie mit einem Paukenschlag.

Gegen das bisher unbezwungene Gastgeber-Duo Sabine Winter/ Nin Ya gelang der NSC-Kombination fast alles. Nach dem knapp gewonnenen ersten Durchgang (12:10) spielten sich die Pohlheimerinnen in einen Rausch und fegten ihre Kontrahentinnen in den beiden folgenden Sätzen mit 11:8 und 11:3 vom Tisch. Auch Inka Dömges und Angelina Gürz hatten bei einer 2:0-Satz- und 5:3-Führung im dritten Durchgang den Sieg dicht vor Augen. Dann aber riss der Faden. Ting Yang und Agnes Kokai retteten den dritten Satz mit 11:9, um sich im vierten und fünften Durchgang immer besser abzustimmen und die Partie noch sicher mit 11:2 und 11:3 zu ihren Gunsten zu entscheiden. In den Einzelbegegnungen zeigte der Favorit dann, warum die Gastgeber in vier Rückrundenpartien erst drei Einzelniederlagen einstecken mussten. Zunächst war es Angelina Gürz, die beim 0:3 gegen Abwehrstrategin Ting Yang nur Durchgang eins (9:11) offen gestalten konnte, die Sätze zwei und drei gingen deutlich mit 11:7 und 11:6 an die Chinesin im TSV-Dress. Größere Chancen hatte sich Inka Dömges gegen Nachwuchshoffnung Sabine Winter ausgerechnet. Die künftige Nationalspielerin dominierte die Begegnung allerdings mit ihren druckvollen Topspins und ließ die Spitzenakteurin des NSC nie zu ihrem Spiel finden.

Nach zwei klaren Satzniederlagen fand der Reiter-Schützling erst im dritten Durchgang besser in die Partie, musste aber auch diesen Durchgang mit 11:13 abgeben. Ohne echte Chance war im Anschluss auch Desirée Czajkowski. Gegen die frühere Bundesligaakteurin der Homberger TS, Yin Na, reichte es beim 6:11, 8:11 und 6:11 nicht zum Satzgewinn. Diesen holte sich dann Julia Lutz, die Agnes Kokai drei Sätze lang Paroli bieten konnte. Erst im vierten Durchgang setzte sich das druckvollere Spiel der Ungarin zum 11:6-Erfolg durch. Inka Dömges fand dann gegen Ting Yang kein Mittel mehr, um die stärkste Akteurin der Liga ernsthaft in Gefahr zu bringen. Der 11:2, 11:2 und 11:7-Erfolg des TSV-Neuzugangs beendete schließlich die einseitige Partie.

TTC Langweid - NSC Watzenborn-Steinberg 6:3: Bereits in den Eröffnungsdoppeln zeigte sich, dass der NSC die Niederlage gegen Schwabhausen gut weggesteckt hatte. Zwar konnten Julia Lutz und Desirée Czajkowski nicht an ihre überragende Leistung des Vortages anknüpfen und unterlagen in drei Sätzen den eingespielter wirkenden Larisa Stancu und Martina Erhardberger. Viel besser lief es dagegen bei Inka Dömges und Angelina Gürz.

Gegen Lei Wang und Katharina Schneider, die Topkombination des TTC, gelangen dem NSC-Duo jeweils in den entscheidenden Satzphasen spektakuläre Angriffsaktionen zum nicht erwarteten 3:1-Erfolg. Auch in den folgenden Einzelpartien lieferte der NSC dem mehrfachen Deutschen Meister einen offenen Schlagabtausch, der mit etwas Glück sogar zum Unentschieden gelangt hätte. Die Überraschung verpasste dann Julia Lutz, die bei einem 3:5-Rückstand gegen Larisa Stancu vier Sätze lang voll überzeugen konnte. Erst im entscheidenden Durchgang gelang es der gebürtigen Rumänin mit deutschem Pass, die sich bietenden Chancen konsequenter zu nutzen und ihrem Team mit dem 11:6 den Gesamterfolg zu sichern. Parallel dazu hatte Desirée Czajkowski ihre Partie gegen Katrin Meyerhöfer bereits mit 3:2 gewonnen und so für den noch fehlenden Einzelerfolg zum möglichen Unentschieden gesorgt. "Heute waren wir sehr dicht dran. Schade, dass es nicht ganz gereicht hat", war Trainer Reiter dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Im Auftakteinzel hatte Angelina Gürz gegen die Chinesin Lei Wang ebenfalls ausgezeichnet mitgehalten, konnte sich aber nicht für die knappe Vorspielniederlage revanchieren und musste ihrer Kontrahentin beim 11:4 erneut den Vortritt lassen.

Da auch Inka Dömges gegen Katharina Schneider in vier Sätzen das Nachsehen hatte, gingen die Gastgeber mit zwei Punkten in Führung. Diese hatte auch nach den Einzeln des hinteren Paarkreuzes Bestand. Desirée Czajkowski brachte ihr Team mit ihrem ersten Einzelerfolg gegen Larisa Stancu (3:1) wieder heran. Dabei gelang es der Studentin in den Sätzen drei und vier jeweils, deutliche Rückstände aufzuholen und den knappen Erfolg ins Ziel zu retten. Allerdings verpasste im Anschluss Julia Lutz gegen Katrin Meyerhöfer den Ausgleich. Die zuletzt überzeugende NSC-Angreiferin fand gegen das Abwehrbollwerk der 30-Jährigen kein Gegenmittel und zog mit 10:12, 2:11 und 4:11 den Kürzeren. Nach der 0:3-Niederlage von Inka Dömges gegen Lei Wang sorgte Angelina Gürz für den letzten Gegenpunkt der Gäste. Der Sieg gegen Katharina Schneider geriet nur im dritten Durchgang in Gefahr, den die Hessin, nach zahlreichen leichten Fehlern, mit 7:11 abgeben musste. Mit der nötigen Konzentration steigerte sich der Reiter-Schützling wieder, fand zu seinem druckvollen Spiel zurück und setzte sich im folgenden Satz sicher mit 11:5 durch.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare