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Für SC-Trainer Thorsten Schäfer ist Tommy Ried der Kopf der SG Kinzenbach. Ihn wollen die Lahnauer aus dem Spiel nehmen.

Tommy Ried aus dem Spiel nehmen

  • VonPeter Froese
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(fro). Am Sonntag kommt es in der Fußball-Verbandsliga Mitte zum Nachbarschaftsduell zwischen der SG Kinzenbach und dem SC Waldgirmes II. Zeitgleich genießen der FC Turabdin/Babylon (gegen den RSV Weyer) und der FC Gießen II (gegen den FV Biebrich 02) Heimrecht. Das Topspiel zwischen dem Tabellenzweiten FC Cleeberg und dem Spitzenreiter TSV Steinbach II findet am Mittwoch um 19.

30 Uhr in Oberkleen statt.

SG Kinzenbach - SC Waldgirmes II (Sonntag, 15 Uhr): Für die räumlich nur einen Steinwurf voneinander getrennten Teams geht es im Nachbarschaftsduell um ein richtungsweisendes Ergebnis, sodass Geschenke nicht geplant sind. Während sich die Gastgeber beim 2:1-Erfolg in Waldbrunn mit drei wichtigen Punkten etwas Luft verschaffen konnten, steckt der SC nach dem 2:2 gegen den FV Breidenbach immer noch auf einem Abstiegsrang fest. Immerhin zeigten die Lahnauer Moral, als man nach einem 0:2-Rückstand zumindest eine weitere Niederlage abwenden konnte. »Wir waren gegen den FC läuferisch und kämpferisch voll auf der Höhe, müssen uns gegen den SC aber spielerisch steigern. Wir könnten uns mit einem Sieg etwas von der Abstiegszone absetzen und wissen um die Bedeutung dieses Spiels. Der SC hat eine junge, spielerisch gut ausgebildete Truppe, die sich erst noch finden muss. Wir dürfen den SC nicht zur Entfaltung kommen lassen, sondern wollen der Partie von Beginn an unseren Stempel aufdrücken«, sagt SG-Trainer Oliver Dönges.

»Wir hatten zunächst total ängstlich und mutlos gespielt und verdient mit 0:2 zurückgelegen. Man hat gesehen, wie wichtig Torben Höhn und Marius Glasauer als Führungsspieler sind. Meine Jungs haben aber eine gute Moral gezeigt, sodass wir nun mit einem guten Gefühl nach Kinzenbach fahren«, sagt Schäfer. Die SG bewertet der SC-Trainer als robuste, körperlich präsente Elf, die in der Offensive mit Henrik Keller gut besetzt ist. »Der Kopf der SG ist aber Tommy Ried. Ihn müssen wir beim Spielaufbau stören, damit er nicht die Fäden ziehen kann«, fordert Schäfer.

Personelles: Der SG fehlen Timo Schmidt (Jochbeinbruch) und Ufuk Yildirim (privat verhindert). Der Einsatz von Hakan Güngör (krank) ist fraglich. Dem SC stehen Torben Höhn und Marius Glasauer wieder zur Verfügung. Der Einsatz von Felix Hörr (Gehirnerschütterung) und Leon van Moll (krank) ist fraglich.

FC Turabdin/Babylon - RSV Weyer (Sonntag, 15 Uhr, in Holzheim): Seit der Amtsübernahme von Sherwin Rahmani kann man bei den Spielern des FC eine deutliche Leistungssteigerung und einen neuen »Geist« erkennen. Nach dem 1:1 in Cleeberg stehen, gemessen an den Ansprüchen des Vereins aus Pohlheim, allerdings weiterhin zu wenige Punkte auf der Habenseite. Hier wiegen die Niederlagen gegen Niedernhausen (1:3) und in Marburg (1:4), aber auch das 1:1 beim aktuellen Schlusslicht Germania Schwanheim aus der Zeit vor dem Amtsantritt Rahmanis schwer, sodass der Rückstand auf Tabellenführer TSV Steinbach II bereit zehn Zähler beträgt. »Es fehlen immer noch ein paar Prozent an der Fitness - und auch das Selbstbewusstsein muss noch wachsen. Es ist aber nun eine Struktur im Spiel mit dem und gegen den Ball erkennbar. Hierdurch stehen wir in der Defensive stabiler. Dies ist gegen den RSV wichtig, der auf ein schnelles Umschaltspiel baut. Der Schlüssel zum Erfolg wird sein, dass unser Gegenpressing stimmt«, so Rahmani.

Personelles: Eduardo Dursun und Helmut Schäfer sind wieder ins Training eingestiegen. Auch Kevin Rennert dürfte wieder zur Verfügung stehen. Zudem deutete Rahmani einige personelle Überraschungen an. Ob es sich dabei um die Rückkehr von Sven Kusebauch und Ariel Szymanksi oder eventuelle Neuzugänge handeln könnte, ist offen.

FC Gießen II - FV Biebrich 02 (Sonntag, 15 Uhr, in Watzenborn-Steinberg): Nach dem 2:0-Erfolg im »Kellerduell« bei Germania Schwanheim konnte die Elf von Trainer Thomas Turgut die rote Laterne an die Hausherren weiterreichen. Mit vier Punkten verbesserte sich der FC auf Rang 15 und hat das Tabellenmittelfeld in Sichtweite. Der FV 02 hat bislang auf der ganzen Linie enttäuscht und rangiert mit drei Zählern hinter der Gießener Regionalliga-Reserve. Mit dem ersten Heimsieg würde dem FC ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gelingen. »Ja, endlich gewonnen. Wir haben unsere erste Torchance genutzt, das hat uns in die Karten gespielt. Wir hatten unter der Woche sehr hart gearbeitet und wollten unbedingt gewinnen«, war Turgut die Erleichterung anzumerken. Der FC-Trainer ist sich der Schwere der anstehenden Aufgabe bewusst und mahnt vor den Stärken des FV. »Biebrich hat eine eingespielte Truppe und mit Orkun Zer einen Topstürmer in seinen Reihen. Mit nur drei Punkten müssen sie gewinnen und stehen unter Druck. Wir werden geduldig spielen und unsere Defensive stärken. Vorne sind wir stark genug, um Tore zu schießen«, sagt Turgut.

Personelles: Bis auf Yannick Schwabe (Zerrung), Gabriel Gülec und Erik Wiegel (beide Bänderdehnung) sind alle an Bord.

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