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Tobias Lambmann übernimmt

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Von: Redaktion

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Staffelübergange des alten Vorsitzenden Kai Gerhardt (links) an Tobias Lambmann (rechts) in »Handballform« mit dem Butzbacher Gastgeber Karl Schuller. © pv

(fh). Anlässlich des 175-jährigen Jubiläums des TSV 1846 Butzbach richtete die HSG Butzbach den Bezirkshandballtag in der Alten Turnhalle in Butzbach aus. Bezirksvorsitzender Kai Gerhardt begrüßte die Vertreter von 37 der 53 Vereine bzw. Handballspielgemeinschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen. Darunter waren auch das Vorstandsmitglied der HSG Butzbach, Karl Schuller, die Ehrenvorsitzenden des Bezirks Gießen, Norbert Münch und Tobias Weyrauch, das Ehrenmitglied Herbert Horn sowie als Vertreter des HHV Gunter Eckhart und Josef Semmelroth.

Die Grußworte übernahm der Präsident des HHV, Gunter Eckhart. Er ging auf die schwierige Zeit für den Handball seit dem Abbruch der Runde Anfang 2020 ein und hofft nun auf einen reibungslosen Saisonstart Ende Oktober. Wenige Spieler sind dem Handball verloren gegangen, aber in den untersten Altersstufen sind wenig neue dazu gekommen. Dadurch werden Kooperationen mit Schulen immer wichtiger. Die Beachrunde innerhalb des HHV war ein großer Erfolg.

Kai Gerhardt stellte die Tagesordnung vor und nach Abwicklung der Formalitäten (Frank Hoffmann wurde als Protokollführer bestellt), begann der Bezirksvorsitzende mit seinem Bericht, in dem er als Erstes auf die Auflösung der Geschäftsstelle in Heuchelheim einging. Durch organisatorische Veränderungen und Digitalisierung werden diese Kosten in Zukunft eingespart. In diesem Zuge ist Ursula Inselmann in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Sie war in den letzten zehn Jahren eine wichtige Stütze für den Bezirk und die Vereine.

Es gab dieses Jahr kein Berichtsheft, da ja die Saison im März abgebrochen werden musste und im September bis auf ein Spieltag nichts stattgefunden hat. Gerhardt mahnte an, dass bei den anstehenden Spielen alles getan werden müsse, damit die Saison nicht noch einmal abgebrochen wird. Insgesamt gibt es 35 Mannschaften weniger als in der letzten Saison. Das Loch im Mini- und E-Jugend-Bereich werde noch viele Jahre zu spüren sein.

In Abwesenheit des Kassenwartes Hansjörg Reh erläuterte Gerhardt in aller Kürze den Kassenstand. Unterm Strich steht nach dem Plus von 7000 Euro 2019 für 2020 ein Minus von 12 000 Euro. Nachdem Kassenprüfer Harald Gilbert die Entlastung des Bezirksspielausschusses beantragte, wurde Gunter Eckart als Wahlleiter für die Neuwahlen beauftragt. Durch die Wahl von Kai Gerhardt vor zwei Jahren in das Präsidium des HHV durfte er im Bezirk nicht wiedergewählt werden. Als neuer Bezirksvorsitzender wurde Tobias Lambmann einstimmig aus der Versammlung gewählt. Durch diese Wahl musste auch ein neuer Bezirksschiedsrichterwart her; hier wurde mit Noah Fikus ein Nachfolger gefunden. Eine Veränderung gab es noch beim Bezirkssportgericht; hier wurde Christina Otto Vorsitzende und Martina Stüting Stellvertreterin. Alle anderen Positionen wurden durch Wiederwahl bestätigt.

Tobias Lambmann bedankte für das entgegengebrachte Vertrauen und ging auf die Nachwuchsprobleme - nicht nur bei den Spielern und Spielerinnen - auch im Ehrenamt ein. Er bedankte sich noch mal ganz besonders bei Kai Gerhardt für seine 13-jährige Tätigkeiten im Bezirksspielausschuss, darunter die letzten sechs Jahre als Vorsitzender. Lambmann gab ein letztes Mal einen kurzen Abriss der Tätigkeiten im Schiedsrichterwesen. Das schlimmste Szenario, welches er durch den Schiedsrichtermangel sieht, ist, dass nach der E-Jugend nun auch die D-Jugend nicht mehr mit neutralen Schiedsrichtern ausgestattet werden kann.

Die Schiedsrichteransetzer bemängelten, dass samstags doppelt so viele Spiele anzusetzen sind wie sonntags. Hier sollten die Vereine in Zukunft ein Augenmerk legen, weil durch diese Konstellation die Schiedsrichterproblematik noch größer wird.

Spielwart Stefan Albus erläuterte die gute Arbeit der Vereine bezüglich der Spielplangestaltung mit Hallenzeiten in den schwierigen Zeiten durch Corona.

Aus dem Plenum kam die Frage auf, was ist, wenn Schiedsrichter nicht die 3G-Regeln einhalten. Hier gibt die aktuelle Verordnung des Landes Hessen klare Regeln vor: Der Heimverein muss dem Schiedsrichter den Zugang zur Halle verwehren. Lambmann ergänzte noch zu dem Thema, dass ein positiver Test am Freitag oder Samstag bei einem Schiedsrichter wie eine Krankmeldung zu behandeln ist. Sind mehr als zwei Spieler einer Mannschaft des letzten Spiels in Quarantäne, kann das nächste Meisterschaftsspiel verschoben werden.

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