Tobias Eise mischt kräftig mit

  • VonStephan Dietel
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(die). Ein bemerkenswertes Resultat um die deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren der Männer Elite trat Tobias Eise vom TGV Schotten im Trikot seines Bundesligateams Triebwerk-Energy BL Cycling in den heißen Asphalt: Mit 40:05 Minuten auf der 30,5 Kilometer langen Strecke kam Eise auf Platz 14.

An der Zwischenzeitnahme konnte er kurz die Bestmarke setzen, doch fünf Kilometer vor dem Ziel platzte an seinem Zeitfahrrad ein Reifen. Eise musste auf das Ersatzrad wechseln und hatte nicht nur sein Tempo und Zeit verloren, sondern fortan eine schlechtere Übersetzung zur Verfügung. Seine durchschnittliche Geschwindigkeit von 45,65 km/h war trotzdem sehr schnell - die von Sieger Tony Martin (Jumbo-Visma) aber noch schneller, denn mit 50,25 km/h im Durchschnitt war Martin der einzige der 71 gestarteten Fahrer, der über die magischen 50 km/h kam. Der 36-Jährige spulte die 30,5 km lange Strecke in der Bestzeit von 36:25 Minuten ab und holte seinen zehnten Meistertitel.

Lange Ausfallliste

Während sich die deutsche Spitze im Straßenradsport mit vollem Einsatz um den Titel des Landesmeisters duellierte, gelang Tobias Eise vom TGV Schotten nach Platz 14 im Einzelzeitfahren auch ein achtbares Ergebnis im Straßenrennen. Die Liste der ausgeschiedenen Fahrer war, wie schon im Rennen der Frauen, auch bei der Männer-Elite wesentlich länger als die Ergebnisliste. Von 198 gestarteten Fahrern erreichten nur 48 Fahrer das Ziel. Zur Selektion trugen die schwere Strecke mit einem über zwei Kilometer langen Anstieg, das hochsommerlich tropische Wetter und nicht zuletzt die Duelle an der Spitze des Rennens bei.

Die letzten neun Kilometer wurden zur Triumphfahrt des Berliners Maximilian Schachmann vom Team BORA-hansgrohe: Schachmann konnte zum Ende der vorletzten von 25 Runden im Stuttgarter Süden seinen letzten Wegbegleiter, den Rottweiler Jonas Koch (Intermarché-Wanty-Gobert-Matériaux) abschütteln und nach 185,3 Kilometern einen souveränen Solosieg feiern.

Alle Strapazen tapfer wegstecken konnte auch Tobias Eise vom TGV Schotten, der das extreme »Ausscheidungsfahren« überstand und mit Platz 34 von lediglich 48 Fahrern im Ziel nicht unzufrieden gewesen sein dürfte. Eise, der seinen Schwerpunkt aktuell vom Mountainbike auf den Straßenradsport verlagert hat, bewies damit eine gute Verfassung, die umso höher zu bewerten ist, wenn man das Einzelzeitfahren vom Vortag und seinen 14. Platz berücksichtigt.

Zwei Wochen zuvor klappte es mit der Doppelbelastung zweier aufeinander folgender Renntage noch nicht ganz so gut: Eise hatte in Gippingen in der Schweiz Platz 23 im Straßenrennen der Rad-Bundesliga geholt und war am nächsten Tag bei der DM im Mountainbike Cross Country gestartet, die bei seinem Heimrennen, dem Vulkan Race des TGV Schotten, in Gedern, stattfand. Dort hatte es Eise jedoch nicht ins Ziel geschafft.

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