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Starke Leistung: Die deutsche U18-Meisterin Karina Sydykova und ihr stolzer Trainer Oleg Prituleac.

Titel für Sydykova

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(bf). Der Start hätte nicht besser sein können: Seit dem 1. Oktober starten die Judoka des Judo-Clubs Gießen für die TSG Blau-Gold Gießen und erreichten durch Karina Sydykova in der Jugendklasse sofort einen Titel bei den deutschen Meisterschaften.

Leipzig war Austragungsort der Jugend-DM U18. Unter den kritischen Augen der Bundestrainerin Sandra Klinger stellten sich 156 Mädchen in neun Gewichtsklassen dem Kampf um die Medaillen.

Die Gießener Judoka Evelin Widiker und Karina Sydykova starteten in der Gewichtsklasse bis 48 kg, Jana Ganza in der Klasse bis 63 kg. Die Gegnerinnen wurden jeweils zugelost.

Alle drei Gießenerinnen starteten gut und gewannen ihre ersten Kämpfe, wobei Sydykova schon ein Ausrufezeichen setzte: Ganze 16 Sekunden benötigte sie, um ihre Gegnerin Ida Hof zum Berge mit einem Tsuri-komi-goshi, einem Ärmel-Hebezug-Hüftwurf, auf die Matte zu schicken und den Kampf zu beenden. Widiker und Ganza konnten ihre Erfolge bei den nächsten Kämpfen nicht wiederholen. Gegen ältere Gegnerinnen, die dann auch im Finale die Plätze drei und fünf bzw. zwei und fünf belegten, lieferten die beiden 14-Jährigen zwar beherzte Kämpfe, mussten sich aber geschlagen geben und verpassten nach ihren jeweils zwei Niederlagen die Finalrunden.

Die 15-jährige Karina Sydykova war aber in ihrem Element. Zwar hatte sie ihre nächste Gegnerin Svea Teßmer (Nienhagen) schon bei anderen Wettkämpfen bezwungen, dass sie aber mit derselben Technik wie zuvor und erneut in nur 16 Sekunden Teßmer bezwang, erstaunte. Trainer Oleg Prituleac hatte diesen Wurf mit schwereren Partnern trainieren lassen und damit seinen Schützling in die Lage versetzt, die Gegnerin schnell zu packen und aus der Balance zu bringen. Gegen Asal Ghaffar (Nordrhein-Westfalen) erhielt Sydykova ihren ersten Wertungspunkt für einen O-soto-maki-komi, einen Außendrehwurf über den Rücken, und beendete den Kampf mit ihrem Parade-Hüftwurf nach 1:21 Minuten. Gegen Ronja Klein (Erfurt) lieferte sich die Gießenerin über die volle Zeit von vier Minuten einen harten Kampf, den Sydykova mit einem Waza-ari, der ihr durch einen Fallzug über das Bein gelang, gewann. Am Ende hatte auch die bessere Kondition den Ausschlag gegeben. Damit hatte sie den Titel gewonnen und hat nun glänzende Zukunftsaussichten, da sie noch weitere Jahre in dieser Altersklasse starten kann.

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