Tischtennis-Sport zeigt sich von seiner besten Seite

Alljährlich vergibt der Sportkreis Gießen einen Sport- und Kulturtag an einen Ort im Kreisgebiet (wir berichteten). Am ersten Tag erhält eine Sportart dort die Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. In Lich stellte sich diesmal im Rahmen des 150-jährigen Bestehens des TV Lich der Tischtennissport vor. Dazu hatten die Tischtennis-Abteilung des TV und der Hessische Tischtennis-Verband ein buntes Programm zum Mitmachen und Zuschauen zusammengestellt.

(nor) Alljährlich vergibt der Sportkreis Gießen einen Sport- und Kulturtag an einen Ort im Kreisgebiet (wir berichteten). Am ersten Tag erhält eine Sportart dort die Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. In Lich stellte sich diesmal im Rahmen des 150-jährigen Bestehens des TV Lich der Tischtennissport vor. Dazu hatten die Tischtennis-Abteilung des TV und der Hessische Tischtennis-Verband ein buntes Programm zum Mitmachen und Zuschauen zusammengestellt. Und das kam sehr gut an: Die Beteiligung wurde von allen Verantwortlichen als sehr zufriedenstellend bezeichnet. Zudem deutet sich bereits jetzt an, dass sowohl in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule als auch im Verein/Verband sich in Sachen Nachhaltigkeit des Events etwas tun und dies nicht die letzte Veranstaltung gewesen sein wird.

Der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Gießen, der Präsident des Hessischen Tischtennis-Verbands Norbert Englisch und TT-Abteilungsleiter Thomas Röhm eröffneten die Veranstaltung. Volk betonte, dass man Werbung für den Sport machen wolle und unterstrich die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen. Englisch verwies auf die Schulsportoffensive seines Verbands: Unter dem Motto "Ran an die Platten" will der HTTV erreichen, dass in Kindergärten und Schulen das Bewegungsangebot vielfältiger gestaltet wird.

Die Sportart Tischtennis eigne sich aufgrund ihrer spielerischen Anforderungen hervorragend zur Einübung und Verbesserung von allgemeinen Schlüsselqualifikationen (Wahrnehmung, Konzentration, Partner/Gegner-Rolle, koordinative Fähigkeiten). Man habe für diesen Nachmittag Schulmannschaften gewinnen können, die später einen Wettkampf austragen werden.

In der Halle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule wurde unter dem Motto "Der kleine Zelluloidball macht Laune" Tischtennis in vielen Variationen präsentiert. Attraktionen wie z. B. ein TT-Funpark mit verschieden großen Tischen sowie einem Roboter wurden rege genutzt. Die Hausherrin, Schulleiterin Ingrid Hubing, ließ es sich nicht nehmen, mit dem 2. Sportkreisvorsitzenden Rainer Volk ein Spiel am grünen Tisch zu wagen. Gut 100 Teilnehmer ließen sich die Möglichkeit nicht entgehen, das Tischtennis-Sportabzeichen abzulegen. Um die entsprechende Urkunde als Nachweis zu erhalten, mussten die Teilnehmer einen Parcours mit Geschicklichkeitsanforderungen, Ballkontrolle, Ballrotations- und Platzierungsübungen durchlaufen.

Am Schulwettbewerb nahmen vier Teams teil: Vor den Mannschaften der Theo-Koch-Schule Grünberg, der Gesamtschule Hungen und des Laubach-Kollegs setzte sich die gastgebende Dietrich-Bonhoeffer-Schule durch. Den Schülerinnen und Schülern machte es offensichtlich Spaß, vor solch einem großen Publikum zu spielen - das Lampenfieber war jedenfalls schnell verflogen.

Einen wahren Leckerbissen "servierten" die Spielerinnen des Tischtennis-Zweitbundesligisten NSC Watzenborn-Steinberg: Unter dem fachkundigen Kommentar ihres Trainers Markus Reiter sorgten Inka Dömges, Angelina Gürz, Julia Lutz und Desiree Czajkowski für Begeisterungsstürme. Nach der Show spielten die jungen Damen dann auch noch mit etlichen jugendlichen Teilnehmern weiter Tischtennis.

Eine Neuerung hatte sich auch der TT-Kreis einfallen lassen: Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Ehrungen der Meister der abgelaufenen Saison 2009/2010 vorgenommen. Diese finden ansonsten beim TT-Kreistag statt, dort wird in aller Regel die Ehre aber nicht den beteiligten Akteuren, sondern einem Vereinsfunktionär zuteil. Und die Neuerung stieß auf große Resonanz: Gut 80 Prozent der Siegermannschaften waren durch eine/n oder mehrere Spieler/innen anwesend. Darüber zeigte sich besonders Kreiswart Jürgen Adams sehr erfreut.

Die Nachfragen nach dem Tischtennis-Vereinsangebot aus dem Zuschauerkreis und die Kontaktaufnahme von Schule und Verband sind die besten Anzeichen dafür, dass die gelungene Veranstaltung in Lich auch nachhaltige Wirkungen zeigen wird.

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