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Bleibt die Neumühle die Heimat der Teutonen? Noch ist das nicht geklärt. (Foto: hf)

Teutonia schließt Transferplanungen ab

(sno) Sollte sich kein Spieler mehr schwer verletzen oder noch abspringen, stellt Fußball-Hessenligist Teutonia Watzenborn-Steinberg die Transferaktivitäten ein. Mit diesem Kader soll es in die Regionalliga Südwest gehen. Für den möglichen Spielort gibt es drei Varianten.

Die Teutonia aus Watzenborn-Steinberg plant für die Rückrunde der Fußball-Hessenliga keine weiteren Neuzugänge mehr ein. "Wenn jetzt keiner mehr abspringt, sind wir durch mit den Transfers", sagte Trainer Daniel Steuernagel am Mittwoch. "Wir gehen jetzt mit den Jungs rein." Von den fünf Testspielern, die in der ersten Trainingswoche nach der Winterpause mittrainierten, verpflichten die Pohlheimer vorerst keinen. Sie waren eher als Vorgriff auf die neue Saison zu sehen – gelingt der Regionalliga-Aufstieg, kann man auf Spieler zurückgreifen, deren Leistungspotenzial nun ausgelotet ist.

Vor der Rückrunde führen die Teutonen die Hessenliga mit einem Punkt Vorsprung vor RW Frankfurt an. Sollte der Sprung tatsächlich gelingen, stellt sich die Frage nach dem Spielort. Stand jetzt gibt es drei Möglichkeiten.
1. Die Grün-Weißen bleiben in Watzenborn-Steinberg und bauen eine Tribüne. Der Sportplatz an der Neumühle müsste regionalligatauglich gemacht werden – inklusive Presse- und VIP-Raum sowie getrennte Eingänge für Heim- und Gästefans.
2. Das Gießener Waldstadion wird saniert. Allerdings ist diese Variante mit viel Aufwand und einer Unterstützung der Stadt verbunden.
3. Die Pohlheimer ziehen in das Stadion Wetzlar. Allerdings hätte diese Variante den Nachteil, dass die Gießener Region nach wie vor auf Regionalligafußball vor Ort verzichten muss. Fest steht: "Ich kämpfe an allen Fronten", sagt Geschäftsführer Jörg Fischer.

Verzichten müssen die Teutonen vorerst auf Marvin Fröls (19, Angreifer, Verdacht auf Schambeinentzündung) und Julian Scheffler (19, Außenverteidiger, Zeh gebrochen). Diese vorübergehenden Ausfälle wird der Verein durch den großen Kader ausgleichen können. In der Winterpause wurde er nochmal punktuell ergänzt. Mit Keigo Matsuda (23) kam ein Stürmer vom TSV Steinbach, der in der vergangenen Hessenliga-Saison 13 Tore erzielte. Die Innenverteidigung wurde zugleich verjüngt. Mit Niclas Mohr (19) kam ein Gießener, der den Sprung von der Frankfurter U 19 zu den Profis der Eintracht auch aufgrund einer langwierigen Verletzung nicht schaffte. Christopher Schadeberg (24) ist ebenfalls Gießener, spielte zuletzt beim TSV Steinbach und stellt definitiv eine Verstärkung dar.

"Ein Schadeberg kommt nicht nach Watzenborn-Steinberg, wenn du sagst: Hoffentlich werden wir Dritter", meint Steuernagel. "Ich frage mich: Warum soll man auf den Sportplatz kommen, wenn eine Mannschaft nicht aufsteigen will? Wir sagen ganz klar: Wir wollen aufsteigen in die Regionalliga."

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