Auch auf den Größenvorteil von Spielern wie Louis Goncalves gegenüber den Frankfurtern baut Teutonen-Trainer Daniel Steuernagel (hinten links) heute. (Foto: Friedrich)
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Auch auf den Größenvorteil von Spielern wie Louis Goncalves gegenüber den Frankfurtern baut Teutonen-Trainer Daniel Steuernagel (hinten links) heute. (Foto: Friedrich)

Der Teutonia-Plan für den heutigen Showdown steht

(sno) "Wann, wenn nicht an diesem Freitag, sollte ich mit zu einem Auswärtsspiel fahren?", fragt Daniel Steuernagel, Trainer der Teutonia aus Watzenborn-Steinberg in Richtung Fans. Vier Spieltage vor Saisonschluss kommt es zum Kracher in der Fußball-Hessenliga.

Der Erste aus Pohlheim gastiert heute Abend unter Flutlicht (20 Uhr, Stadion am Brentanobad) beim Zweiten Rot Weiss Frankfurt. Ein Punkt trennt die beiden Teams. Es geht um den Aufstieg in die Regionalliga Südwest, "der gefühlten Bundesliga für uns", sagt Steuernagel. "Dieser Aufstieg wäre für unsere Region doch viel größer als für die Frankfurter, wo es zig Profivereine gibt."

Alle Augen werden heute auf die Partie gerichtet sein, die live im Internet über die Facebook-Homepage der Hessenliga übertragen wird. Auch nach diesem Topspiel werden für beide noch neun Punkte vergeben, von einer möglichen Vorentscheidung wollen die Verantwortlichen nichts hören und doch: Diese 90 Minuten stecken voller Brisanz und Bedeutung.

Jeder müsse ein "Ventil für die Lockerheit finden", sagt Trainer Daniel Steuernagel: Ob das die Kopfhörer, das Kartenspiel oder das Gespräch mit dem Sitznachbarn vor dem Spiel sei – im passenden Moment muss die Anspannung da sein. "Die Mannschaft wird gewinnen, die nah an die 100 Prozent kommt. Und wir wissen, wie wir diese Partie gewinnen können", meint der Coach.

Defensiv geht es darum, gegen die konterstarken Frankfurter Stürmer "sehr konzentriert zu verteidigen". Das heißt: Den Respekt ablegen, Spieler stellen und Überzahlsituationen schaffen. Das erfordert wiederum eine hohe Laufbereitschaft. Steuernagel will von seiner Mannschaft zudem "mehr Körperkontakt" sehen, denn: "Härte mag keiner." Offensiv baut die Teutonia auf ihre individuelle Qualität und den "Längenvorteil. Die Eckbälle müssen exakt kommen." Wichtig wird auch die Geschwindigkeit über die Außenspieler sein.

Rot Weiss Frankfurt hat gegen die Topmannschaften der Hessenliga eine beeindruckende Statistik: Alle sieben Duelle gegen Lohfelden, Lehnerz, Stadtallendorf und Watzenborn-Steinberg wurden gewonnen. Auch das Hinspiel in Pohlheim, wo die Teutonen beim 1:4 ausgekontert wurden. Trotzdem will Daniel Steuernagel am Pressing festhalten: "Frühes Anlaufen bedeutet ja auch, den Gegner weg vom Tor zu halten.

" Mut macht auch das Spitzenspiel aus der Vorsaison, als Watzenborn-Steinberg im damaligen Aufstiegskampf bei der seit 16 Spielen ungeschlagenen Viktoria aus Kelsterbach souverän mit 4:0 gewann und der Weg in die Hessenliga geebnet wurde. "Das sollte uns Kraft geben", meint Steuernagel.

Personell sind im Vergleich zum 7:1-Heimsieg aus der Vorwoche wenig Veränderungen zu erwarten. "Da gibt es nicht viel Grund zu tauschen", sagt der Trainer, der auf Außenverteidiger André Marius Jörg, Marvin Fröls und Ilias Azaouaghi verzichten muss. Gegen die Vier-Spiele-Sperre für Mittelfeldakteur Azaouaghi hatte die Teutonia Einspruch eingelegt. Ärgerlich: Die Verhandlung wurde auf den Montag nach dem Topspiel angesetzt. An Unterstützung soll es den Pohlheimern heute aber nicht mangeln: Ein Sonderbus fährt mit und Trainer Steuernagel sagt: "Jeder, der Interesse am höherklassigen Fußball hat, sollte zu diesem Spiel nach Frankfurt kommen."

Watzenborn-Steinberg: Dauth, Geiss – Bodnar, Talevski, Koutny, Guzu, Neubert, Simon – Mohr, Helm, Goncalves, Golafra, Schadeberg, Koyuncu, Weinecker – Parson, Matsuda, Szymanski.

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