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Ob Moritz Schmandt (l.) seinem SC Teutonia und Ürkan Özen seinem VfB 1900 am Sonntag zur Verfügung stehen, wird sich erst kurzfristig entscheiden. (Foto: fro)

Teutonia ohne Kian Golafra

(fro) Der SC Waldgirmes eröffnet an diesme den Spieltag der Verbandsliga Mitte mit der Partie gegen die SG Oberliederbach. Die beiden Gießener Sportkreisvertreter sind am Sonntag im Einsatz. Tabellenführer SC Teutonia Watzenborn-Steinberg hat den VfB Unterliederbach "An der Neumühle" zu Gast, der VfB 1900 Gießen steht bei Germania Schwanheim auf dem Prüfstand.

Im Aufsteigerduell stehen sich der FC Dorndorf und der FSV Schröck gegenüber. Der FV Breidenbach empfängt den SV Niedernhausen, während sich der Türkische SV Wiesbaden dem TuS Dietkirchen stellen muss. Viktoria Kelsterbach steht vor dem Gang zum FV Biebrich 02.

Zurück in die Erfolgsspur

SC Waldgirmes – SG Oberliederbach (heute, 15.30 Uhr): Nach der 2:3-Derbyniederlage in Gießen will die Elf von Trainer Peter Bätzel wieder in die Erfolgsspur zurück. "Die beiden Halbzeiten in Gießen muss man getrennt bewerten. In der ersten Halbzeit hatten wir keinen Zugriff auf das Spiel. Dies war eine desolate Leistung, bei der meine Elf jegliche Laufbereitschaft vermissen ließ. Nach der Pause haben wir die notwendige Reaktion gezeigt. Schade, dass wir nicht für unsere tolle Moral belohnt wurden. Wenn uns kurz nach der Pause das 1:1 gelungen wäre, hätten wir die Partie gewonnen", analysiert Bätzel das verlorene Derby. Bislang folgte für seine Elf nach jeder Niederlage ein Erfolgserlebnis – und umgekehrt. "Für uns war die bisherige Saison eine wahre Berg- und Talfahrt. Meine Spieler wirken vor den Partien sehr konzentriert und wissen, um was es geht.

Auf dem Weg zwischen der Kabine und dem Anpfiff geht uns die Präsenz aber noch zu oft verloren. Wir suchen immer noch den Schlüssel dafür, wie wir unser Potenzial von der ersten Minute an abrufen können", sagt Bätzel. Die Gäste konnten bislang noch nicht an ihre guten Leistungen aus den vorherigen Spielzeiten anknüpfen und laufen Gefahr, in dieser Saison in den Abstiegskampf verstrickt zu werden. "Das Spiel in Gießen hat gezeigt, dass hier für uns Chance und Gefahr zugleich liegen. Wir müssen diesmal selbst die Initiative ergreifen, um die Verunsicherung der SG zu nutzen. Die SG macht dem Gegner das Aufbauspiel durch hohe Laufbereitschaft schwer. Zudem besitzt die SG eine hohe Qualität im Umschaltspiel. Wir müssen die Wege in die freien Räume gehen und den Mut haben, die Bälle dorthin zu spielen", fordert Bätzel.

SC Waldgirmes, Aufgebot: Engelhard, Grutza; Azizi, Celiksoy, Duran, Gries, Haas, Hartmann, Höhn, Jost, Lang, Langholz, Öztürk, Petkus, Roskosz, Schmidt, Siegel, Theil. – Es fehlen Koyuncu (krank), Götz und Schneider (beide verletzt).

SG Oberliederbach, Aufgebot: Zimmer, Kornmesser; Beimel, Bektas, Göttmann, Hame, Hirschle, Joerss, Keskin, Koch, Piazza, Pyatt, Schlierbach, Senftleben, Sprink, Trumpp, Walentowitz, Wilson. – Es fehlen Müller (verletzt) und Weller (gesperrt).

Golafra-Ausfall schmerzt

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg – VfB Unterliederbach (Sonntag, 15 Uhr): Mit dem sechsten Sieg in Folge hat die Elf von SC-Trainer Daniel Steuernagel ihre kurzzeitig abgegebene Tabellenführung vom TuS Dietkirchen zurückerobert. Mit dem 2:1-Erfolg im direkten Vergleich konnte der SC einen direkten Konkurrenten in die Schranken weisen und hat bei einem Spiel weniger bereits drei Punkte Vorsprung auf die Verfolger. In der Partie gegen den VfB Unterliederbach kommt es darauf an, die Spannung hochzuhalten, damit der Tabellen-15. für die Grün-Weißen nicht zum Stolperstein wird.

"Meine Elf hat ein gutes Spiel abgeliefert und verdient gewonnen. Wir hätten es nur früher für uns entscheiden müssen. Der Sieg beim TuS wurde aber teuer erkauft. Kian Marius Golafra hat sich das Jochbein gebrochen. Er ist ein wichtiger Spieler für unseren Spielaufbau, der das Spiel gut lesen kann und durch perfektes Passspiel besticht. Wir müssen nun sehen, wie wir diesen Verlust auffangen können", sagt Steuernagel. Der SC-Trainer warnt davor, nach dem gewonnenen Spitzenspiel nicht in den gewohnten Trott zu verfallen. "Wir dürfen uns nicht auf unserer derzeitigen Position ausruhen. In den nächsten sieben Tagen werden neun Punkte vergeben. Die Aufgaben werden dabei nicht leichter. Der VfB hat mit Kouami Edem Dalmeida einen Stürmer, der bereits schon sieben Buden gemacht hat. Allerdings ist der VfB eine sehr launische Elf, die auswärts bislang noch nichts gerissen hat. Dies ist unser Ansatz. Wir müssen den Gegner ernst nehmen und dürfen ihn nicht ins Spiel kommen lassen", fordert Steuernagel. Für den beruflich verhinderten Dominik Wagner wird Kamber Koc zwischen die Pfosten rücken. Kais Gouri steht nach einem Unfall wieder zur Verfügung. Moritz Schmandt (Knie angeschlagen) konnte in dieser Woche nicht trainieren. Sein Einsatz ist fraglich.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, Aufgebot: Koc, Gros; Bodnar, Goncalves, Gouri, Jörg, Neubert, Ouattara, Pilinger, Schmandt (?), Sidon, Julian Simon, Malte Simon, Szymanski, Tega, Thörner, Weinecker. – Es fehlen Wagner (dienstlich verhindert), Schlecht (Urlaub), Buß, Ersentürk, Golafra und Solak (alle verletzt).

VfB Unterliederbach, Aufgebot: Knapschinski, Iskandar; Antinac, Asbai, Salman Azougagh, Bentaayate, Bretthauer, Dalmeida, Derevenko, El Ouradani, Kuzu, Mimi, Molungua, Myustedzheb, Sieniawski, Walter. – Es fehlen Hakim Azougagh (verletzt) und Murtic (gesperrt).

Mannschaft ist gewarnt

Germania Schwanheim – VfB 1900 Gießen (Sonntag, 15 Uhr): Nach dem 3:2 gegen den SC Waldgirmes herrschte im Lager des VfB 1900 große Erleichterung. Die Mannschaft hatte auf die öffentliche Trainerkritik mit einer engagierten Leistung geantwortet, die personellen Veränderungen von Stefan Hassler Wirkung gezeigt. Im Gastspiel beim Tabellenvorletzten Germania Schwanheim liegt die Favoritenbürde beim VfB 1900. Spielmacher Gino Parson und Co. müssen also beweisen, dass der Derbysieg vom vergangenen Wochenende keine Eintagsfliege war.

"Die Woche vor dem Waldgirmes-Spiel war eine außergewöhnliche Situation. Für unsere Verhältnisse hätte der Druck größer nicht sein können. Meine Spieler haben sich reingehängt und sollen nun auch mit meinem erneuten Vertrauen belohnt werden. Es gibt keine Gründe zu wechseln", erklärt Hassler. Allerdings bangt der Fußball-Lehrer noch um den Einsatz von Hendrik Dechert und Ürkan Özen: "Hendrik hat einen Schlag abbekommen und in dieser Woche nur leichtes Lauftraining absolviert, Ürkan musste mit Rückenproblemen das Training abbrechen", so Hassler. Ahmet Marankoz ist zudem krankgeschrieben und steht für die drei Spiele in der englischen Woche nicht zur Verfügung. "Wir hatten uns selbst in die Drucksituation gebracht und können uns nun aber auch selbst wieder daraus befreien. Die Germania hat gute Fußballer und mit Frederik Eisbrenner einen Torjäger, der eine Partie alleine entscheiden kann. Gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte musst du dreifach punkten, da du sonst auf der Stelle trittst. Wir sind ein gebranntes Kind und dürfen den Gegner keinesfalls unterschätzen", erinnert Hassler an das 1:1 beim Türkischen SV Wiesbaden. "Wir werden die Messer wetzen und alles versuchen, die drei Punkte mit nach Gießen zu bringen", so Hassler.

Germania Schwanheim, Aufgebot: Alvarez, Klepfer; Azaoum, Bogdanovic, Cani, Eisbrenner, Heberer, Kertel, Lyzcarz, Martin, Aaron Müller, Sascha Müller, Riedl, Sancak (?), Tekin. – Aydinlandi (verletzt), Ayadi und Hinrichsen (beide gesperrt) stehen auf der Ausfall-Liste.

VfB 1900 Gießen, Aufgebot: Olujic, Mainusch; Aktas, Bathomene, Binz, Chabou, Dechert (?), Hasan, Kaguah, Kusebauch, Mohr, Mukasa, Ott, Özen (?), Parson, Rasiejewski, Riske (?), Schäfer, Vural. – Es fehlt Marankoz (krank).

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