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HSG WETTENBERG vor der neuen Saison der Handball-Oberliga Männer (hintere Reihe von links): Tobias Henkel, Luca Weber, Torben Werner, Niclas Puhl, Philippe Oyono Essam, Betreuer Rainer Rachowski; mittlere Reihe (von links): Moritz Schäfer, Luca Fuss, Jonas Schmidt, Fabian Weide, Lukas Foos, Trainer Axel Spandau; vordere Reihe (von links): Tom Warnke, Lukas Becker, Kai Olbert, Yannick Dellner, Lennart Lauber, Johannes Schwarz, Torwart-Trainer Martin Risse. Es fehlen: Betreuer Armin Krönlein, Jan Stroh, Philipp Schneider, Sascha Puhl, Sportlicher Leiter Thomas Schäfer.

Das Tempospiel forcieren

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(se). Der Auftakt hat es in sich: Am ersten Spieltag in der Handball-Oberliga Männer hat die HSG Wettenberg bei der TSG Offenbach-Bürgel (Sonntag, 17.30 Uhr) anzutreten - und damit beim aktuellen Vizemeister, der im Vorjahr nur knapp hinter Meister TV Kirchzell die Ziellinie erreichte. In ihren ersten vier Spielen haben die Wettenberger gleich dreimal auswärts anzutreten, doch HSG-Trainer Axel Spandau stört das nicht so sehr. Auch nicht, dass seine HSG ihr erstes Heimspiel erst am 12. Oktober gegen die TSG Münster austrägt. Die Partie des zweiten Spieltages gegen die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim wurde einvernehmlich auf den 16. November verlegt. Spandau erinnert daran, dass seine Mannschaft so oder so 13 Heimspiele und genauso viele Auswärtsspiele zu bestreiten hat.

Ein besonderes Augenmerk hat der Coach in den vergangenen Wochen darauf gerichtet, die Integration der Neuzugänge vorzunehmen. Bei Torben Werner ist das schon ganz gut gelungen. Dagegen war Jonas Schmidt - beide kamen vom TV 05/07 Hüttenberg II - relativ häufig verletzt. "Gute Fortschritte" bescheinigt Axel Spandau dem ehemaligen Langgönser Luca Fuss, während Luca Weber auch in athletischer Hinsicht noch zulegen muss. Er rückte wie Johannes Schwarz aus der zweiten in die erste Wettenberger Mannschaft auf.

Ein Ziel des Trainers war, in der Saisonvorbereitung Tempohandball zu forcieren. Axel Spandau hat ebenfalls darauf hingearbeitet, dass seine HSG in der Saison 2019/20 als "kompakte Mannschaft auftreten wird". Ein weiteres Anliegen: "Wir wollen zu Hause eine Macht sein und natürlich auch auswärts noch weitere Punkte holen." Dann stellt Spandau eine weitere Rechnung auf: "Im ersten Oberliga-Jahr haben wir 30 Punkte geholt, im zweiten sogar 36, und im letzten Jahr nur 27." Allerdings war die HSG Wettenberg 2018/19 gerade in der Schlussphase der Saison vom Verletzungspech gebeutelt. Diesmal sollen es wieder 30 Punkte sein - oder mehr. "Ziel ist es, unter die ersten Fünf zu kommen."

Titelanwärter Nummer eins ist in den Augen des Wettenberger Trainers die TSG Offenbach-Bürgel. Auch in der ESG Gensungen/Felsberg sieht Axel Spandau einen Kandidaten für den Meistertitel: "Dann dürfen die aber nicht mit 1:7 Punkten in die Saison starten", empfiehlt er den Nordhessen. Während Drittliga-Absteiger SG Bruchköbel in dieser Hinsicht für den HSG-Coach eine unbekannte Größe ist, traut er der MSG Groß-Umstadt/Habitzheim einiges zu. "Das ist eine eingespielte Mannschaft", urteilt er über den ehemaligen Drittligisten. Auch die HSG Pohlheim könnte in der neuen Runde eine gute Rolle spielen.

Und dann gibt es noch ein Ziel, das die Wettenberger erreichen möchten: "Wir wollen ›Mittelhessenmeister‹ werden." Bekanntlich üben Derbys in der Handball-Oberliga einen besonderen Reiz aus. Nach dem Aufstieg der HSG Wetzlar U 23 in die 3. Liga und dem Abstieg der Hüttenberger "Zweiten" gibt es in dieser Handball-Saison nur noch vier Oberliga-Derbys zwischen heimischen Mannschaften - und da hat jedes einzelne Spiel eine noch größere Bedeutung als in den Vorjahren.

Auch wenn es der Spielplan zum Saisonstart möglicherweise nicht ganz so gut meint mit den Wettenbergern, so ist Spandau sehr zuversichtlich: "Wir werden das Beste daraus machen", verspricht er.

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