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Tempo vs. Physis

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Wer arbeitet härter? Wer gewinnt mehr Zweikämpfe? Duelle, wie dieses von Kevin Schmidt (l.) mit Kassels Stürmer Hans Detsch, werden über das Weiterkommen entscheiden. © Red

(mn). Heute (19.30 Uhr) startet der EC Bad Nauheim mit dem Spiel in Kassel in das Playoff-Viertelfinale. Am Freitag (20 Uhr) genießen die Roten Teufel Heimrecht. Der EC Bad Nauheim steht zum vierten Mal seit dem Wiederaufstieg im April 2013 im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2. Die Hessen sind dabei nie über Spiel fünf der Serie hinausgekommen.

Nach Duellen mit Ravensburg (zwei Mal) und Kaufbeuren geht’s diesmal gegen die Kassel Huskies, Meister von 2016 und Finalist in der Vorsaison. Erst mit dem letzten Spiel hatte Bad Nauheim, trotz Punkterekord (93 Zähler) Platz vier und das Heimrecht an die Nordhessen verloren. - Die wichtigsten Fragen vorm Auftakt.

Wie sieht’s personell aus? Für Philipp Wachter und Christoph Körner ist die Saison bekanntlich gelaufen. Im Abschlusstraining am Dienstag fehlten allerdings mit Leo Hafenrichter, Huba Sekesi, Niko Dobryskin (alle krank) und Robin van Calster (verletzt) gleich noch vier weitere Profis. Leon Köhler, der zuletzt pausiert hatte, ist wieder in das Training eingestiegen.

Welcher Kontingentspieler muss zuschauen? Den Eindrücken des Abschlusstrainings zufolge wird erneut der Kanadier Joel Messner zuschauen. Diese Entscheidung würde sich mit der Philosophie von Trainer Harry Lange decken, der dem Personal das Vertrauen schenkt, mit dem die Rekordsaison gespielt worden war.

Wie sind Form und Stimmung? Positiv. Selbstbewusst. In Bad Nauheim wie in Kassel. Die Roten Teufel hatten nach einem Durchhänger Anfang Februar mit zuletzt vier Siegen die Kurve bekommen. Die Huskies haben aus den sechs Spielen seit dem Trainerwechsel (Corey Neilson für Tim Kehler) eine makellose Bilanz mit 29:4 Toren. Der neue Coach hatte Aggressivität und Zusammenarbeit in der Defensive in den Fokus gerückt.

Was wird die Serie entscheiden? Die berühmten Kleinigkeiten. Wer gewinnt mehr Bullys, mehr Zweikämpfe? Wer leistet sich weniger Fehler? Wer hat die effektiveren Über- und Unterzahl-Formationen? Wer tritt in den Fokus, wenn sich die beiden Top-Reihen neutralisieren sollten? Kassel hat Vorteile in der Physis, Bad Nauheim wohl in puncto Schnelligkeit. Die Fachzeitung »EishockeyNews« prognostiziert eine Serie über sieben Spiele sowie ein Weiterkommen der Kassel Huskies.

Was ändert sich zu Playoff-Beginn? Die wichtigste Änderung: das Penaltyschießen entfällt. Jede Partie wird so lange verlängert, bis ein Tor über Sieg und Niederlage entschieden hat.

Wie viele Tickets gibt es noch? Für das Heimspiel am Freitag waren am Dienstag bereits über 3000 Karten verkauft. Zulässige Gesamtkapazität aktuell: 3450 Zuschauer. Für Spiel vier sind bereits rund 2000 Karten verkauft. In Kassel werden die Roten Teufel am Mittwoch wohl von rund 150 Fans unterstützt werden, am Sonntag wird mit der doppelten Zahl an Gäste-Fans in Nordhessen gerechnet.

Was haben die EC-Heimspiele mit dem Krieg in der Ukraine zu tun? Der Charity-Verein »Rote Engel« wird in den beiden Heimspielen Geld sammeln. Die Spenden sollen an das »Aktionsbündnis Katastrophenhilfe« für die Ukraine fließen. Die Mannschaft wird, ebenso wie die Mitarbeiter der Geschäftsstelle, spenden.

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