Das Tempo angezogen

  • vonred Redaktion
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(jl). Die HSG Wetzlar hat ihr viertes Testspiel gegen den Zweitliga-Aufsteiger TV Großwallstadt gewonnen. Am Samstagabend siegten der Handball-Bundesligist in Dutenhofen mit 32:24 (12:10). Dabei hatten sie mit den robust auftretenden Unterfranken im ersten Durchgang durchaus ihre Schwierigkeiten, zogen nach dem Wechsel aber das Tempo an.

Die Gäste aus Großwallstadt waren besonders in der Abwehr robust und zwangen die Hausherren mehrfach auf den Boden. Die fälligen Siebenmeter verwandelte Maximilian Holst in der ersten Halbzeit zweifach (6., 14.) Neuzugang Magnus Fredriksen leitete das Spiel im Rückraum, aber glänzte auch als Vollstrecker. In der 19. Minute traf er mit einem Schlagwurf aus dem Rückraum zu 8:6. Im nächsten Angriff der Blau-Weißen stahl Kristian Björnsen dem gegnerischen Kreisläufer clever den Ball und verwandelte den Tempogegenstoß dann selbst zum 9:6.

Am Ende der ersten Halbzeit wurde das Spiel der Gastgeber fahriger. Die Wetzlarer ließen freie Würfe liegen und mussten zwei Siebenmeter-Tore zum 9:9 hinnehmen. Mit zwei Rückraumtoren von Lenny Rubin und dem 12:10 ging es die Kabine.

Dort fand Kai Wandschneider die richtigen Worte und die Grün-Weißen begannen nach der Pause furios. Zuerst schickte Kristian Björnsen Alexander Feld zum Kempa-Trick, anschließend traf Anton Lindskog mit einem Dreher. Das Tempo zogen die Grün-Weißen stark an. Feld und zweimal Mellegard erhöhten auf 16:10. Da waren erst drei Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt. Die Wetzlarer agierten weiterhin konzentriert und Torhüter Till Klimpke parierte einige Bälle, die zu Tempogegenstöße zum Erfolg führten. Lenny Rubin erzielte zwischenzeitlich die Neun-Tore-Führung. Nach einigen Minuten ohne Treffer bestraften die Gäste aber einige Abstimmungsfehler und kamen noch einmal auf vier Tore heran.

Emil Mellegård durchbrach diesen Lauf in der 47. Minute, Olle Forsell Schefvert erhöhte auf 24:18. Die letzten fünf Minuten läutete Till Klimpke mit einer Parade ein, Alexander Feld traf dann per Schlagwurf zum 30:23. Aufgrund des Corona-Ausfalls von Stefan Cavor spielten die Grün-Weißen teilweise mit drei Rechtshändern im Rückraum. Magnus Fredriksen setzte sich zum Beispiel auf der rechten Seite durch und traf zum 31:23. Das letzte Tor des Abends erzielte dann Lenny Rubin, der sich zum 32:24-Endstand durchrang.

Während in der ersten Halbzeit noch das Tempo und die Abstimmung im Spiel der Grün-Weißen fehlten, legten die Hausherren in der zweiten Halbzeit zu und gewannen verdient.

Am nächsten Mittwoch testen die Wetzlarer auswärts beim Ligakonkurrenten Bergischer HC, bevor sie ein mehrtägiges Trainingslager beziehen.

Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Feld (5), Srsen, Henningsson, Björnsen (4), Mirkulovski (n. e), Weissgerber (2/2) Holst (2/2), Fredriksen (3), Forsell Schefvert (5), Mellegard (4), Rubin (5), Lindskog (2).

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