Überzeugt im Training mit schnellen Zeiten. Der Busecker Dennis Fetzer im Porsche Cayman GT4. FOTO: AWP

Technik spielt nicht mit

(awp). Am vergangenen Samstag fand mit dem Rowe-6-Stunden-ADAC-Ruhr-Pokal der dritte Lauf der durch Corona erst im Juni gestarteten Saison der Langstreckenrennen auf dem Nürburgring statt. Wie im gesamten Sport mussten auch die Teams lange auf den Beginn der Saison, der für dieses Jahr neu benannten "Nürburgring-Langstrecken-Serie" warten. Im Vorjahr fanden die Rennen auf der altehrwürdigen Nordschleife noch unter dem Namen "Veranstaltergemeinschaft-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN)" statt. Zuschauer waren bei den bisherigen Austragungen in dieser Saison nicht zugelassen. Lediglich auf drei Tribünen am Grand-Prix Kurs konnten nun erstmals wenige Zuschauer Plätze buchen und das sehr spannende Rennen verfolgen.

Auch für den jungen Nachwuchspiloten Dennis Fetzer aus Buseck war das längste Rennen der Saison ein Debüt. Die ersten Rennen bestritt Fetzer, um seine Erlaubnis zum Fahren auf der Nordschleife mit Fahrzeugen bestimmter Klassen zu erlangen.

Aber bereits beim dritten Rennen setze Fetzer mit einem Klassensieg ein Ausrufezeichen. "Nach diesem Erfolg beim dritten Lauf im seriennahen Porsche Cayman war dies der logische Schritt, von nun an auch auf der Nordschleife des Nürburgrings mit dem selben Fahrzeug anzutreten, das ich auch in der ADAC GT4 Germany pilotiere", erklärte der 19-jährige Pilot.

Sowohl im Training als auch im Qualifying stellte Fetzer sein Talent mit schnellen Runden unter Beweis - und so konnten er und seine Teamkollegen Kasperlik und Madsen den Porsche auf Startplatz vier in der Klasse SP10 abstellen. Madsen ging als Startfahrer ins Rennen und wurde direkt in eine Kollision verwickelt, konnte das Rennen aber fortsetzen. Doch noch vor der ersten Rennstunde kam dann durch einen technischen Defekt das Aus.

So ergab sich für Fetzer kein Einsatz, er musste frühzeitig die Reise ins Mittelhessische antreten. Dennoch ist der Blick zurück positiv: "Ich habe mich mit dem GT4-Auto von der ersten Runde an auf dieser anspruchsvollen Strecke wohlgefühlt und war direkt konkurrenzfähig. Dass wir am Ende nicht ins Ziel gekommen sind, ist natürlich schade, aber trotzdem nehme ich viele Erfahrungen mit, von denen ich bei meinen nächsten Einsätzen profitieren werde."

Neben der Teilnahme an der NLS-Langstreckenmeisterschaft wird Fetzer vom 18. bis 20. September auf dem Hockenheimring in der GT4-Germany ebenfalls für Allied-Racing im Porsche Cayman GT4 Clubsport an den Start gehen.

Am Ende jubelten Mattia Drudi, Christopher Mies und Kelvin Van der Linde im Audi R8 LMS GT3 über den Sieg für Land-Motorsport. Im Ziel betrug der Vorsprung auf ihre Markenkollegen von Car Collection nach 41 Runden gerade mal 3,988 Sekunden. Zu Rang drei zitterte sich das Team von Octane 126 im Ferrari 488 GT3. Das siebte Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie findet am 24. Oktober statt.

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