Moritz Petzold (l.) und Patrick Leibold Meid gehen mit ihrer FSG Wettenberg in die zweite Gruppenliga-Saison. FOTO: FRIEDRICH
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Moritz Petzold (l.) und Patrick Leibold Meid gehen mit ihrer FSG Wettenberg in die zweite Gruppenliga-Saison. FOTO: FRIEDRICH

Teamgeist als großes Plus

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Die zweite Saison in der Fußball-Gruppenliga steht für die FSG Wettenberg an. Die soll besser werden als die wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Spielzeit 2019/2020. Die Chancen für die Elf von Trainer Bastian Panz stehen dabei durchaus gut.

Mit lediglich 15 Punkten aus 21 Spielen schien der Weg des Fußball-Gruppenliga-Aufsteigers FSG Wettenberg zurück in die Kreisoberliga Süd bis zum Corona-bedingten Abbruch der Saison 2019/20 vorgezeichnet. Dabei hatte die Elf von Trainer Bastian Panz, die mit zwei Aufstiegen in Folge den Durchmarsch von der A-Klasse in die Gruppenliga geschafft hatte, mit sechs ungeschlagenen Spielen zum Saisonbeginn einen ordentlichen Start in der neuen Liga hingelegt. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt legte der FSG-Trainer aber angesichts von vier Unentschieden den Finger in die Wunde, dass die "nur" erzielten zehn Punkte angesichts der Drei-Punkte-Regelung zu wenig sein könnten. Verletzungs- und berufsbedingte Ausfälle sowie eine nicht Serie von zwölf Spielen ohne Sieg sorgten dafür, dass der Neuling auf einen Abstiegsplatz abrutschte wurde und bei 13 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer kaum noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt besaß. Die Entscheidung des Verbandstages, die Saison ohne Absteiger zu werten, sicherte den Spielern aus Krofdorf-Gleiberg, Wißmar und Launsbach am Ende ein weiteres Jahr der Gruppenligazugehörigkeit.

Die aktuelle Situation: Mit drei Mannschaften im Aktivenbereich und einem funktionierenden Unterbau in der Jugend ist die FSG personell gut aufgestellt und sollte auch einer deutlich längeren Spielzeit gelassen entgegensehen können. Mit Patrick Leibold-Meid, Marvin Maesser, Leon Mattig, Paul Reger und Florian Valentin kehren einige zum Teil schmerzlich vermisste Leistungsträger zurück. Die Mannschaft ist seit Jahren eingespielt und kann außerdem auf die Erfahrungen der ersten Gruppenliga-Saison zurückgreifen.

Kommen/Gehen: Mannschaftliche Geschlossenheit und Kameradschaft sind wichtige Bausteine, auf die Trainer Bastian Panz und die FSG-Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Kai Fechler großen Wert legen. Dies ist auch der Schlüssel dafür, dass mit Ausnahme des zum Verbandsligisten SG Kinzenbach wechselnden Peer Allendörfer der komplette Spielerstamm zusammenbleibt. Es gab daher keinen Grund, sich nach Neuzugängen von außerhalb umzuschauen. Der Weg der aus der Jugend aufrückenden Spieler über die zweite und dritte Mannschaft ins Gruppenligateam ist bei entsprechender Leistung stets offen.

Stärken/Schwächen: Moritz Petzold, Florian Valentin und Andreé Heimer haben bereits in der vergangenen Saison bewiesen, dass sie in der Gruppenliga in der Lage sind, für die nötigen Tore zu sorgen. Der Angriff ist in einer offensiv ausgerichteten Spielweise das Prunkstück der FSG-Elf. Die Panz-Elf hatte in der vergangenen Saison jedoch mit 54 Gegentreffern (im Schnitt 2,57 pro Spiel) deutliche Defizite in der Defensive gezeigt, die es abzustellen gilt. Daher sollten die Angriffe besser abgesichert vorgetragen werden, um den Gegnern nicht ins offene Messer zu laufen.

Umfeld/Trainer: Bastian Panz ist als Ur-Wettenberger mit den Verhältnissen bei der FSG, für die er früher selbst als Torjäger auf dem Platz stand, bestens vertraut. Der Pädagoge, der in sein fünftes Jahr als FSG-Trainer geht, trifft bei den Spielern den richtigen Nerv und konnte durch die dabei entfachte Begeisterung seine Spieler zu Höchstleistungen antreiben. Mit Patrick Schreiter und Alex Kessler als Trainer der zweiten und dritten Mannschaft sowie den als Co-Trainern der einzelnen Teams fungierenden Dirk Petzold, Kai Fechler, Thomas Dapper und Niko Schmidkunz besteht ein reger Austausch, um die Durchlässigkeit zwischen den drei Teams zu gewährleisten.

Prognose: Das erklärte Ziel lautet Klassenerhalt. Sollte die FSG Wettenberg von größeren personellen Ausfällen verschont bleiben, erscheint dies auch bei einer zu erwartenden Zahl von fünf Absteigern realistisch. Dennoch wird es ein langer und beschwerlicher Weg, bei dem es auf jeden Punkt ankommen wird, wenn man in der Endabrechnung über dem berühmten Strich stehen will.

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