Horst Theiß †
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Horst Theiß †

Horst Theiß †

Teambetreuer mit Kultstatus

  • Ralf Waldschmidt
    vonRalf Waldschmidt
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»Die HSG Wetzlar ist mein Leben, meine Familie. Dieser Verein bedeutet mir alles. Ich bin glücklich, noch dabei sein zu können.« Gesagt hat dies Horst Theiß, der als Teambetreuer der Grün-Weißen Kultstatus erlangt hat, im Sommer 2009. Seinerzeit war der gebürtige Atzbacher 52 Jahre jung, jetzt hat sein (Handball-) Herz mit nur 63 Jahren aufgehört zu schlagen.

Gesundheitlich angeschlagen war der ewige Junggeselle bereits seit Jahren, eine starke Diabetes und ein 2008 erlittener Schlaganfall führten dazu, dass die Bundesliga-Saison 2013/14 für Horst Theiß die letzte im Betreuerstab unter der Regie von Trainer Kai Wandschneider war. Als das Frauenteam 2014/15 in der 3. Liga spielte, sprang er auf der Bank unterstützend noch einmal ein, dann aber ließ seine Gesundheit ein solches Engagement nicht mehr zu.

Horst Theiß hat sein Leben von 1979 an - TSV Dutenhofen, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, HSG Wetzlar - dem Dutenhofener Handball gewidmet, er hat an der Seite von Rainer Dotzauer, Velimir Petkovic und Ghennadij Chalepo gewirkt sowie unzählige Spieler- und Handball-Freundschaften geschlossen. Der Handball hat umgekehrt ihm über vier Jahrzehnte Lebensinhalt gegeben, Reisen von Lissabon bis in den Ural und immer neue Erfahrungen machen lassen.

»Hackele« war ein Musterbeispiel an Zuverlässigkeit, er war für alle und immer da, wenn es erforderlich war - und er stand wie kein Zweiter für Zusammenhalt und Geselligkeit. In seinen Adern floss grün-weißes Blut. Männer wie Horst Theiß haben dem Handball der Region eine besondere Note verliehen. RA

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