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Frauen-Zweitligist TV Waldgirmes vor dem Start in die neue Saison (hintere Reihe, v. l.): Trainer Peter Schlecht, Theresa Will, Milena Potpara, Anne Kapitel, Lea Spitzenberger, Benja Lensing, Jacqueline Garski, Co-Trainerin Maggie Sachs; vorne (v. l.): Johanna Schneider, Anna Borowek, Yva Cesar, Frauke Teßmer, Hanna Wecker, Nele Schaarschmidt; es fehlen: Christine Glaab, Elke Faust.

Ein Team im Umbruch

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Ein neuer Trainer, vier neue Spielerinnen und fünf Abgänge. Bei den Zweitliga-Volleyballerinnen des TV Waldgirmes hat sich vor dem Saisonstart am Wochenende einiges getan. Angesichts dieser Umstände kann es nur ein Saisonziel geben.

Nachdem die Volleyballerinnen des TV Waldgirmes am letzten Spieltag der vergangenen Zweitliga-Spielzeit den Klassenerhalt sichern konnten, freuen sich die Lahnauerinnen nun auf die zweite Saison in Deutschlands zweithöchster Volleyball-Liga. Die Mittelhessinnen müssen dabei einen Umbruch meistern. Neben fünf Abgängen und vier Zugängen auf der Spielerseite werden die Akteurinnen dieses Jahr auch von einem neuen Trainer betreut: Peter Schlecht, langjähriger Spieler der Herrenmannschaft des TV Waldgirmes, tritt die Nachfolge des verstorbenen Ralf Schnoor an.

Unterstützt wird Schlecht von Maggie Sachs, die als Co-Trainerin fungiert. Das Duo wird dabei nicht mehr auf Marlen Muschter, Pamela Blazek und Jewgenia Rücker bauen können, die allesamt ihre Laufbahn beendet haben. Zudem haben Jana Weller (VC Neuwied 77) und Lea Schäbitz (unbekannt) den Verein verlassen. Die Abgänge sollen durch die neu hinzugekommenen Diagonalangreiferinnen Johanna Schneider und Hanna Wecker, Mittelblockerin Lea Spitzenberger sowie durch die universal einsetzbare Jacqueline Garski kompensiert werden. "Wir haben einen kleinen Umbruch, es ist natürlich eine wichtige Aufgabe, die Neuzugänge in die Mannschaft zu integrieren", weiß auch Schlecht um die Herausforderung.

Wie schon in der Vorsaison, lautet das Waldgirmeser Ziel Klassenerhalt. "Durch das Zurückziehen erfahrener Spielerinnen und den Zugang von jungen Talenten ist das auch dieses Jahr unser Saisonziel", sagt Teammanager Steffen Schulz. "Es ist schwer zu sagen, welche Mannschaften mit uns um den Klassenerhalt konkurrieren werden", hält sich Schlecht bedeckt und möchte diesbezüglich den Saisonstart und die ersten Videoscoutings abwarten. Eine klare Meinung hat der neue Coach hinsichtlich des Favoriten auf die Meisterschaft. Diese Rolle weist Schlecht den Volleys TV Holz zu.

Um das eigene Saisonziel zu erreichen, vertrauen die Lahnauerinnen insbesondere auf ihren Zusammenhalt - sowohl im Team als auch im Verein. "Der Slogan #leidenschaftdieverbindet beschreibt das sehr gut", betont Schulz und nennt Verlässlichkeit als das A und O. In spielerischer Hinsicht bauen die Frauen um Zuspielerin Milena Potpara vor allem auf das Potenzial und Talent der Akteurinnen. "Viele junge, talentierte Spielerinnen werden in dieser Saison an den Start gehen. Das kann zwar gleichzeitig als Schwäche gesehen werden, weil es seine Zeit brauchen wird, bis das Team eingespielt ist - wir sehen es jedoch als Chance, junge Talente auszubilden", blickt Schulz optimistisch voraus.

Grund zur Hoffnung gibt dabei auch der Verlauf der Vorbereitung. Bei einem zweitägigen Turnier, in dessen Rahmen der TVW unter anderem gegen Ligakonkurrent TV Holz antrat, haben die Waldgirmeserinnen gute Leistungen gezeigt. Schlecht stimmt das positiv: "Wir haben das gut gelöst. Wir haben viel rotiert und ausprobiert und dabei konstante Qualität gebracht." Dennoch sieht der junge Coach noch Verbesserungspotenzial: "Unsere Hauptaufgabe wird es sein, im Spiel unter Stress die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das trainieren wir, Fortschritte sind erkennbar und wir arbeiten weiterhin daran." Auch Potpara ist zuversichtlich: "Wir haben einen Umbruch zu verkraften, haben viele erfahrene Abgänge, aber gleichzeitig Zugänge mit viel Potenzial. Ich bin guter Dinge!"

Zu Beginn der Saison wartet auf die Waldgirmeserinnen am Samstag (20 Uhr) in der Sporthalle der Lahntalschule Atzbach ein Heimspiel gegen den letztjährigen Vizemeister Rote Raben Vilsbiburg II. "In den Spielen danach gegen den VC Wiesbaden und den TV Dingolfing müssen wir dann punkten", gibt Schlecht die Marschroute vor.

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