Team Mittelhessen kämpft um DM-Titel

(vr) Für die weiblichen U17-Bundesliga-Basketballerinnen vom Team Mittelhessen steht am Wochenende mit dem Final Four der WNBL der Höhepunkt der Saison vor der Tür. Neben der Kooperation aus Grünberg und Marburg haben sich die Mannschaften von der SG Saarlouis-BIT Trier, der SV Halle Junior-Lions und die Rhein-Main Baskets im Kampf um den nationalen Titel qualifiziert.

Mit dem Erreichen des finalen Turniers in Hagen (Karl-Adam-Sporthalle) hat die von Birte Schaake trainierte Truppe ihr Saisonziel bereits erreicht. Da sich der Ausrichter TSV Hagen nicht für die DM-Endrunde qualifizieren konnte, wird keines der vier Teams einen Heimvorteil genießen.

Bevor das Team Mittelhessen am Samstag im zweiten Halbfinalspiel um 18.30 Uhr gegen die Kooperation aus Trier und Saarlouis antritt, stehen sich bereits um 16 Uhr die SV Halle Junior-Lions und Rhein-Main Baskets gegenüber. Das gesamte Spiel der SG Saarlouis-BIT Trier geht vordergründig über drei Akteurinnen, die allesamt im Erst-Liga-Kader in Saarlouis stehen. Zwei dieser Athletinnen konnten sogar schon Erfahrungen im Wettbewerb des Europa-Pokals sammeln. "Besonderes Augenmerk werden wir auf die herausragende Flügelspielerin Kathrin Müller legen, die mit einer Körpergröße von 1,82 m auch unter dem Korb mächtig aufräumen kann", weiß Schaake, welche Spielerinnen im Halbfinale gefährlich werden können. Das Gefälle zwischen den drei SG-Hauptakteurinnen und dem Rest der Mannschaft weißt allerding große Lücken auf.

Sollte die heimische Kooperation die SG Saarlouis/ Trier besiegen, würde sie im Finale am Sonntag um 13.30 Uhr auf den Sieger aus der zweiten Halbfinalpartie treffen. Im Falle einer Niederlage müsste die Schaake-Truppe am Sonntag im Spiel um Platz drei bereits um 11 Uhr ran.

Die Favoritenrolle schreibt Grünbergs Trainerin dem SV Halle zu. Im Gegensatz zu Saarlouis/Trier verfügen die "Junior-Lions" über eine tiefe Bank und somit einen ausgeglichenen Kader. Besonders auf den Center- und Flügelpositionen sind sie groß und sehr variabel aufgestellt, ihre Schwächen besitzen die Saalestädter im Aufbau. Obwohl die Mittelhessinnen in der regulären Runde zweimal als Verlierer vom Feld gingen, waren sie gegen die Hallenserinnen nie chancenlos. Die Rhein-Main Baskets können ebenfalls mit einer sehr ausgeglichenen Formation auffahren: Die sieben ersten Akteurinnen spielen auf gleichem Niveau. Dreh- und Angelpunkt der rheinhessischen Spielgemeinschaft sind die korbgefährliche Aufbauspielerin Pia Dietrich und Jugendnationalspielerin Kristin Annawald. Auf der Centerposition kann aber auch die 1,90 m große Anna-Lisa Delp zur spielentscheidenden Figur avancieren.

Team Mittelhessen hat sich im Zuge der Vorbereitung auf taktische Feinheiten konzentriert. Vor allem im Punkt Variabilität in der Verteidigung will Grünberg/Marburg Akzente setzen und somit den Gegner überraschen. "Obwohl ich Halle leicht vorne sehe, sind alle vier Teams in der Lage, den nationalen Titel zu holen. Durch die Zusammenschlüsse von starken Spielerinnen aus diversen Vereinen erwarte ich ein Turnier auf hohem Niveau. Nicht umsonst stehen vier Jugendteams im Finale, deren Senioren-Pendants allesamt in der ersten Bundesliga stehen", erwartet Schaake im ersten Jahr der WNBL einen starken und ausgeglichenen Kampf um den DM-Titel.

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