Team Linden holt den Titel

Das Team Linden hat es geschafft: Der Zusammenschluss der Turner aus Großen-Linden, Krofdorf-Gleiberg, Watzenborn-Steinberg und Odenhausen/Lahn verteidigte am Sonntag in der heimischen Lindener Stadthalle beim Finale der Landesliga 1 seinen Vorsprung aus der Vorrunde und sicherte sich damit die Hessenmeisterschaft.

(lad) »Wahnsinn – die Jungs haben einen super Wettkampf hingelegt«, strahlte Trainer Kay Drescher, als der Titelgewinn vor 300 bestens gelaunten Zuschauern feststand. Der Vorsitzende des Turngaus Mittelhessen, Dr. Dennys Sawellion, der zudem als Vizepräsident des Hessischen Turnverbands die Medaillen an das Siegerteam überreichte, freute sich gleich mit: »Wir hatten in Mittelhessen noch nie eine so gute Herren-Mannschaft. Man kann ihr nur die Daumen drücken, dass es jetzt auch noch zum Aufstieg reicht.« Als Hessenmeister wird Linden nun am 11. Dezember in Biedenkopf an der Relegation um den Aufstieg in die bundesweit zweigleisige Regionalliga turnen. Und im Erfolgsfall wären sie das erste mittelhessische Team, dem der Aufstieg in solch eine hohe Liga gelingt.

Doch der Gewinn der Hessenmeisterschaft musste hart erkämpft werden: Das Ligafinale verlief packend und blieb bis zum letzten Gerät spannend. Der KTV Fulda-Werra-Rhön hatte sich erheblich verstärkt und sich für das Finale die Dienste des Bundesligaturners Artem Ghazaryan gesichert, der mit 76,20 Punkten an den sechs Geräten auch bester Turner des Tages wurde. Zudem hatten die Osthessen mit Yves Mattheß auch den zweitbesten Punktesammler aller Mannschaften in ihren Reihen, sodass der KTV mit insgesamt 215,15 Punkten recht überlegen zum Sieg kam und die zu vergebenden 10:0 Punkte einfuhr.

Aufgrund der lediglich 4:6 Zähler aus der Vorrunde kam Fulda auf eine Gesamtbilanz von 14:6. Der Vorrunden-Zweite aus Ober-Ingelheim brach hingegen völlig ein und wurde nur Fünfter, sodass Linden dank seines 10:0-Vorrundenpolsters mindestens Dritter unter den sechs teilnehmenden Teams werden musste, um den KTV zu distanzieren und auf Platz eins zu bleiben.

Doch das Team Linden musste mit seinen ungeliebteren Disziplinen starten und lag nach Boden, Seitpferd und Ringen »zur Halbzeit« nur auf Rang fünf. Schon das Paradegerät Sprung – hier glänzten gleich drei Athleten mit 13er-Wertungen – brachte Linden allerdings auf Platz drei vor, und nach Barren und Reck stand mit 206,55 Punkten schließlich Platz zwei in der Endabrechnung des Finales fest. Dritter wurde der TV Ober-Ramstadt (201,4) vor der TG Frankfurt (200,95). Mit den damit verdienten 8:2 Punkten kamen die Mittelhessen somit auf 18:2 Zähler in der Gesamtbilanz – vor Fulda und Ober-Ramstadt, die beide jeweils 12:8 Zähler zu Buche stehen hatten. (weiterer Bericht folgt)

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