Taktik geht in Würzburg auf

  • vonSvantje Merker-Gärtner
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(smg). Die Basketballerinnen vom Team Mittelhessen haben ihre zweite wNBL-Saisonaufgabe erfolgreich gelöst. Bei den Main Sharks Würzburg kamen sie zum hart erarbeiteten 79:71-Sieg. Für Cora und Nina Horvath war es der erste Einsatz in diesem Wettbewerb. Am Abend zuvor hatten sie mit den Bender Baskets Grünberg bei Alba Berlin erste Spielminuten in der zweiten Basketball-Bundesliga gesammelt.

Darin lag auch ein Problem der jungen Truppe um Trainer René Spandauw. Neben den genannten Zwillingen hatten aus der Nachwuchsmannschaft noch Klara Römer, Elisa Mevius und Linn Villwock in der Hauptstadt gespielt. Dementsprechend spät waren sie zurück und in Würzburg dann erst einmal nicht voll da. "Das sind unsere fünf besten Spielerinnen. Die Qualität war nicht so da, wie wir sie haben", erklärte der Mittelhessen-Coach.

Seine Mädels lagen schnell mit 0:8 zurück, kamen im ersten Viertel nicht über ein 18:18 hinaus und fanden gegen die für sie ungewohnte Zonenverteidigung nicht ihren Rhythmus. Mit der eigenen Defense haperte es, sodass die Gastgeberinnen zu oft punkten durften. Nach 20 Minuten wurde das 38:36 für Würzburg notiert. Bis dahin war im Prinzip nicht allzu viel passiert. Allerdings ging der dritte Abschnitt deutlich mit 21:12 an die viel über ihre großen Innenspielerinnen agierenden Sharks. Die führten dann mit 59:48. Grünberg hatte zu viele Ballverluste und war bei den Rebounds unterlegen. Trainer Spandauw hatte jedoch ein Ass im Ärmel. Seine fünf Spielerinnen, die am Tag zuvor in Berlin aufgelaufen waren, wurden bis zum Schlussviertel so gut es ging geschont. Der Plan war, sie in den letzten zehn Minuten durchspielen zu lassen und am Main zu gewinnen. "Sie haben mit enorm viel Leidenschaft und Emotion gespielt und verteidigt", freute sich der Coach über den gelungenen Coup. Denn das Team überrannte Würzburg förmlich und holte sich nicht nur das Viertel mit 31:12, sondern setzte sich auch insgesamt mit 79:71 durch. "Das Ergebnis zählt", war Spandauw nach den Vorbedingungen mit dem Auftritt zufrieden.

Würzburg: Fuchsbauer (17/3 Dreier), Zähle (5), Schirmer (2), Michel (8), Wahl (6), Wenemoser (21/1), Haw (10), Stahl (2), Füller, Schellenbach, Greser, Steinbach. / Mittelhessen: C. Horvath (9), N. Horvath (20/2), Römer (4/1), Mevius (26/2), Hildebrand (6), Secuianu (3), Weinand (4), Villwock (7/1), Herzberger, Müller, He nß.

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