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Selina Sauer will mit ihrer HSG Lumdatal am Samstag Oberliga-Spitzenreiter Oberursel ein Bein stellen. FOTO: RAS

Tabellenführer wird vorstellig

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(pie). Spannung verspricht der erste Spieltag im Jahr 2020 in der Handball-Oberliga der Frauen. Los geht es am Samstag mit dem Spitzenspiel zwischen der HSG Lumdatal und Tabellenführer TSG Oberursel. Am Sonntag duellieren sich die direkten Nachbarn HSG Wettenberg und TGS Walldorf. Und auch in der Partie zwischen der HSG Bensheim/Auerbach und dem TV 05/07 Hüttenberg ist ein Tausch der Plätze möglich.

HSG Lumdatal - TSG Oberursel (Sa., 17:30 Uhr/Sporthalle Brentano-Schule Lollar):Tabellenplatz drei gegen eins - wer der HSG vor der Saison diese Konstellation vorhergesagt hätte, wäre von Trainer Marcel Köhler wohl vom Hof gejagt worden. In Oberursel hatte Lumdatal lange mitgehalten, sich in einer schwachen Viertelstunde allerdings selbst ein besseres Ergebnis als die 25:33-Niederlage vermasselt. Mit Viktoria Heilmann und Nadine Okrusch verfügt die TSG über zwei sichere Schützinnen. "Okrusch ist eine der stärksten Spielerinnen der Klasse, die es in den Griff zu bekommen gilt", so Köhler, der dem Tabellenführer so lange wie möglich Paroli bieten will. "Mit Oberursel haben wir einen richtig starken Gegner zu Beginn des Jahres, aber wir können das Spiel ohne Druck angehen." Dabei wird es besonders darauf ankommen, die Fehler im Angriff zu minimieren, da Oberursel eine sehr effektive erste und zweite Welle vorzuweisen hat. Personell kann Köhler aus dem Vollen schöpfen.

HSG Wettenberg - TGS Walldorf (So., 17 Uhr/Gesamtschule Launsbach):Im Hinspiel hieß der Sieger Walldorf und bescherte der HSG einen Fehlstart in die Saison. Vor allem im Angriff stockte es damals bei den Damen von HSG-Coach Christoph Fähler. Hinten brachte erst eine Abwehrumstellung und die Herausnahme von Friederike Hicking Besserung, die zusammen mit Selina Schönhaber 13 Treffer zum 2:017-Sieg der TGS beisteuerte.

Inzwischen hat sich Megan Grote neben Schönhaber als gefährlichste Torschützin etabliert, sodass das Augenmerk der Wettenbergerinnen auf diese beiden Spielerinnen liegen dürfte. Die Gastgeberinnen haben sich derweil gefangen und stehen auf dem fünften Rang. "Wir wollen das letzte Spiel vor der Weihnachtspause vergessen (21:33 in Bensheim) und da anknüpfen, wo wir davor waren", meinte Fähler. "Wir wollen ein gutes Spiel abliefern, Tempo spielen und vor allem eine starke Abwehr inklusive Torhüter hinstellen." Dafür stehen dem Übungsleiter alle Spielerinnen zur Verfügung.

HSG Bensheim/Auerbach II - TV 05/07 Hüttenberg (So., 18 Uhr/Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim):Sieben gegen acht heißt es in dieser Begegnung zwischen zwei Mannschaften, denen das Verletzungspech in dieser Runde treu geblieben ist. Im Hinspiel zeigten beide Teams viel Tempo und Bensheim bot über weite Strecken eine 4:2-Abwehr auf, mit der der TV Hüttenberg II jedoch gut zurecht kam. "Das ist eine technisch und taktisch sehr gut ausgebildete Mannschaft", warnt Hüttenbergs Trainer Thomas Wallendorf. "Man darf sie nie unterschätzen und vor allem, wenn sie zu Hause spielen, nicht ins Tempo kommen lassen."

Wallendorf rechnet wieder mit einer sehr aggressiven, offensiven Abwehr, gegen die seine Damen geduldig spielen müssen. Und im Zweifel ist ein schneller Rückzug gefragt. Antina Pauschert und Ida Tietböhl sind für den Rest der Saison raus, beide wurden operiert. Laura Fischer und Carmie Schneider werden dem TV Hüttenberg dagegen berufsbedingt fehlen. Dafür sind Louisa Althenn und Lisa Tietböhl wieder im Kader.

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