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Fernwalds Spielführer Louis Goncalves treibt das Leder vor den Augen der Gästefans durch das Mittelfeld.

Fußball

Szymanski nervenstark

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Rafael Szymanski sicherte seinem FSV Fernwald beim 1:1 gegen den KSV Hessen Kassel mit einem Strafstoß in der 89. Minute den ersten Heimpunkte in dieser Saison der Fußball-Hessenliga.

(fro). "Dieses Remis ist für uns wie ein gefühlter Sieg. Es war klar, dass es für uns keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt, sondern, dass uns ein Kampfspiel erwarten wird. Wir haben uns den Punkt mit einer leidenschaftlichen Leistung vor allem in der zweiten Halbzeit verdient", strahlte Lock, nachdem er seine Jungs im Spielerkreis für ihre Leistung beglückwünscht hatte.

Bei den Hausherren rückte für Luke Dettki der bislang erst einmal eingesetzte Lukas Burger in die Startelf. Zudem ersetzte Max-Peter Mohr den gesundheitlich angeschlagenen Nicolas Strack, der mit den beiden Routiniers Dominik Völk und Rafael Szymanski zunächst mit dem Platz auf der Bank vorlieb nehmen musste. "Ich wollte positionsgetreu wechseln", begründete Benjamin Lock seine Maßnahme, die erfolgreiche Grundordnung aus der Partie in Baunatal nicht zu ändern. Die Überlegungen des FSV-Trainers waren bereits nach 26 Minuten Makulatur, nachdem sich Lukas Burger verletzt hatte und durch Dominik Völk ersetzt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste mit 1:0, da Mahir Saglik nach Querpass von Jon Mogge die einzige nennenswerte Chance der ersten Halbzeit genutzt hatte (12.). Ansonsten wurde den 320 Zuschauern weitgehend Magerkost serviert, wobei vor allem die unter Profibedingungen trainierenden und mit großen Ambitionen in die Runde gestarteten Nordhessen enttäuschten. Der FSV leistete sich gegen einen biederen Gegner aber zahlreiche Fehlpässe im Spielaufbau und konnte kaum für Entlastung sorgen. Die beiden Spitzen Felix Erben und Max-Peter Mohr hingen in der Luft.

"In der Halbzeit fielen deutliche Worte, denn mit dem verunsicherten Auftreten vor der Pause konnte es nicht weitergehen", erläuterte Lock. Und so brachte der FSV-Trainer nach dem Seitenwechsel mit Nicolas Strack für Max-Peter Mohr einen neuen Stürmer, der für mehr Tempo im Angriff sorgen sollte. Die Hausherren strahlten fortan mehr Dominanz aus, wenngleich Kassel durch Mahir Saglik (50.) und Brian Schwechel (86.) durchaus den entscheidenden zweiten Treffer hätten nachlegen können. Doch auch FSV-Chancen waren rar gesät. Bei einem Kopfball von Malte Simon konnte KSV-Keeper Niklas Hartmann das Leder nur abklatschen, doch Felix Erben kam den berühmten Schritt zu spät (58.). Bei einem Distanzschuss von Kevin Bartheld hatte Hartmann das Leder ebenfalls erst im Nachfassen unter Kontrolle (68.). Zu diesem Zeitpunkt hatte Benjamin Lock mit Rafael Szymanski für Felix Erben auch die zweite Angriffsspitze getauscht. Kurz vor dem Ende wurde Malte Simon von Nael Najjer regelwidrig zu Fall gebracht. Der gut leitende Schiedsrichter Marius Ulbrich aus Büdingen entschied ohne Zögern auf Strafstoß. Hier trat Rafael Szymanski an und verwandelte sicher zum 1:1-Endstand (89.). "Natürlich war in dieser Aktion das Glück auf unserer Seite", gestand Lock fairerweise ein. Zwar konnte der FSV Fernwald durch den vierten Punkt im zehnten Spiel die "rote Laterne" des Tabellenletzten nicht abgeben. "Wir wachsen aber immer mehr zusammen. Man merkt, dass uns das Fußballspielen wieder Spaß macht", sagte ein ausgepumpter, aber glücklicher Louis Goncalves nach dem Spiel.

FSV Fernwald: Göltl; Geisler, Burger (ab 26. Völk), Bender, Fischer, Simon, Goncalves, Ersentürk, Bartheld, Erben (ab 63. Szymanski), Mohr (ab 46. Strack).

KSV Hessen Kassel: Hartmann; Mißbach, Brill, Mogge (ab 75. Schwechel), Evljuskin, Meha, Brandner, Allmeroth, Dawid (ab 58. Zukorlic), Saglik (ab 78. Schmeer), Najjer.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Ulbrich (Büdingen). - Zuschauer: 320. - Torfolge: 0:1 (12.) Saglik, 1:1 (89.) Szymanksi (Foulelfmeter). - Gelbe Karten: Bender, Ersentürk - Mißbach, Dawid, Allmeroth, Najjer.

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