Sympathien für Rollstuhlbasketballerinnen

(aj) Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft ist erneut zur Mannschaft des Jahres in Deutschland gekürt worden. Im Rahmen eines Festaktes im Deutschen Sport- und Olympia-Museum in Köln gewannen Leichtathletin Birgit Kober und Tischtennisspieler Jochen Wollmert zudem die Titel in den Einzelkategorien.

Vier Wochen lang konnte im Internet auf sportschau.de, zdfsport.de, sport1.de und kicker.de online abgestimmt werden. Das ZDF-Morgenmagazin hatte die nominierten Sportler und Sportlerinnen zuvor vorgestellt. Spitzenpolitiker, Sportler, Vertreter aus Gesellschaft und Wirtschaft, Partner und Förderer des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) sowie zahlreiche Medienvertreter nahmen an der Ehrung der Behindertensportler des Jahres 2012 teil. DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher sagte: "Birgit Kober, Jochen Wollmert und die Basketball-Frauen sind für viele Menschen – mit und ohne Behinderungen – Vorbilder an Kampf- und Mannschaftsgeist. Bei den Paralympics in London mit ihren überragenden Leistungen und ihrem sympathischen Auftreten haben sie das Publikum begeistert und dem Behindertensport in Deutschland Hochachtung verschafft. Sie haben das Format, auch bei der kommenden ›Sportler des Jahres"-Wahl ganz vorne zu landen."

Die deutschen Basketballdamen hatten im September nach 28 Jahren erstmals wieder paralympisches Gold für Deutschland in dieser Disziplin geholt. Im Finale von London besiegten sie vor 17 000 Besuchern Australien verdient mit 58:44 und gewannen nicht nur Gold, sondern auch die Sympathien der Zuschauer. Sportlerin des Jahres wurde Birgit Kober, die bei den Paralympics 2012 Gold im Kugelstoßen und Speerwerfen gewann. Zum Sportler des Jahres wurde Tischtennisass Jochen Wollmert gewählt, der nicht nur Einzelgold in London holte, sondern seinen unterlegenen britischen Gegner William Bayley derart herzlich tröstete, dass diese Bilder um die Welt gingen.

Im Rahmen der Ehrung der Behindertensportler des Jahres 2012 wurde auch Gerda Pleitgen vom DBS für ihr Engagement im Behindertensport mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Pleitgen war von 1998 bis 2009 Vorsitzende des ehemaligen Förderkreises Behindertensport. Mit ihrem Amtsantritt begann der Aufstieg des Förderkreises zu einem herausragenden Förderinstrument des Behindertensports in Deutschland.

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