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Der Grünberger Robin Goltze ist den Krofdorfern Jonas Thorn (l.) und Silas Rink (r.) im Derby enteilt. (Foto: Vogler)

Süßlin-Lauf entscheidet das Oberliga-Derby

(lad) Das Derby in der Basketball-Oberliga zwischen dem TSV Grünberg und dem TSV Krofdorf-Gleiberg endete mit zufriedenen Gesichtern auf beiden Seiten. Denn die als Absteiger feststehenden Grünberger konnten sich mit einer anständigen Leistung in ihrem letzten Heimspiel verabschieden, während die Wettenberger mit dem umkämpften 76:68-Erfolg den zweiten Tabellenplatz festigen konnten.

Schlechter lief es hingegen für den MTV 1846 Gießen: Eintracht Frankfurt kam mit zahlreichen Pro-B-Spielern an die Lahn und siegte dort 90:85.

TSV Grünberg – TSV Krofdorf-Gleiberg 68:76 (34:38): "Das war das beste Spiel, das wir seit Langem gemacht haben", zeigte sich Grünbergs Spielertrainer Manuel Jung zufrieden. Denn zum einen konnte er immerhin acht Spieler aufbieten (auch wenn im Kern nur sechs davon eingesetzt wurden) und zum anderen spielten diese auch schlicht und einfach nicht schlecht. Vor allem durch Penetration kamen die Gastgeber zum Erfolg, die in Alexander Kratz einen ständigen Punktesammler (27 Zähler) fanden. Damit legten die Gallusstädter überraschend ein 21:20 nach dem ersten Viertel vor. "Wir dachten, wir würden 100 Prozent abrufen, dabei waren es nur 80. Dadurch wurde es der Ritt auf der Klinge", beschrieb Krofdorfs Trainer Michael Müller, warum sich sein Team so schwer beim Außenseiter tat. Dieses ließ im zweiten Viertel kurzzeitig seine Kräfte aufblitzen und zog auf 32:25 davon. Aber Grünberg kam wieder heran, verkürzte zur Pause auf 34:38 und glich nach drei Vierteln zum 52:52 aus. Auch im Schlussviertel war bis zur 39.

Minute noch alles offen, als es 69:68 für Wettenberg stand. Dann kam der große Auftritt von Dennis Süßlin: Dieser traf einen Dreier zum 72:68, und danach versenkte er vier Freiwürfe nacheinander, sodass sein persönlicher Sieben-Punkte-Lauf auch den 76:68-Endstand bedeutete. "Der Dreier am Ende war der Knackpunkt. Aber das war ein gelungener Heimabschluss, in dem wir auch die Überraschung hätten schaffen können", so Jung. Auch Müller lobte den Gegner: "Das war weniger deutlich als acht Punkte. Aber ich bin froh, dass das kein Sieg im Vorbeigehen war, sondern dass wir an die Grenze gehen mussten. Das müssen wir nämlich auch in den nächsten zwei Spielen, wenn wir Zweiter bleiben wollen."

TSV Grünberg: Jung (2), Fickar (16), Goltze (13), Kratz (27), Budnikow (13), Freund, Hormann, Marschalek.

TSV Krofdorf-Gleiberg: Rumpf (9), Süßlin (13), Thorn (6), Uhlemann (13), Gombert (1), Schmidt (11), Rink (13), Müller (4), Strack (6).

MTV 1846 Gießen – Eintracht Frankfurt 85:90 (38:46): Die Wundertüte aus der Mainstadt wurde ihrem Ruf der Unberechenbarkeit vollkommen gerecht. Während die Eintracht manchmal nur eine B-Truppe aufbietet, die kaum konkurrenzfähig ist, hatte sie diesmal mit Niklas Kiel, Lennart Okeke, Garai Zeeb, Konstantin Schubert und Lukas Beuschlein gleich fünf Akteure dabei, die Stammspieler bei Eintracht-Kooperationspartner Fraport Skyliners in der Pro B sind. Zudem stand auch noch Pro-B-Coach Eric Detlev an der Seitenlinie.

In einer Besetzung, die es wahrscheinlich auch den Licher BasketBären schwer machen würde, begann der Gast auch wie die Feuerwehr, der über ein 11:2 und ein 16:4 früh auf 25:8 (7.) davonzog. "Vor allem gegen Niklas Kiel hatten wir keine Chance. Gegen den hätten meine kleinen Jungs eine Leiter gebraucht", kommentierte MTV-Trainer Christoph Wysocki die eindrucksvolle Leistung des 2,10-Meter-Mannes, der in diesem Jahr ebenso wie Pointguard Zeeb auch schon in der Bundesliga eingesetzt wurde und dort punktete. Aber Gießen gab noch nicht auf. Zur Pause kämpfte sich der MTV auf 38:46 heran, und dank eines starken dritten Viertels führte er nach diesem sogar mit 63:62.

Hauptsächlich Viktor Ziring hielt Gießen am Leben, der genau wie in der letzten Woche sieben Dreier versenkte und diesmal auf insgesamt 32 Punkte kam.

Bis zum 85:88 hatte Gießen noch Chancen auf den Heimsieg, aus dem am Ende aber nichts wurde. "Dass wir verloren haben, ist enttäuschend, aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat Moral gezeigt", so Wysocki.

MTV 1846 Gießen: Giese (15), Ribbecke (14), Shala (14), Ziring (32), Amaize (5), Rettig-Akrasi (2), Zachoszcz, Pitz, Horn, Kloos (3).

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