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Jonas Benzler führt die TTG Mücke in ein weiteres Jahr in der Bezirksoberliga.

Auf der Suche nach neuem Elan

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(ahz). Mit der TTG Mücke und dem TV Angersbach sind nur zwei Teams aus dem Vogelsbergkreis in der Tischtennis-Bezirksoberliga vertreten. Noch vor drei Jahren waren hier sechs Vereine im Einsatz. Nun hat sich deren Anzahl mehr als halbiert, auch weil der TTC Grebenhain den Abstieg aus dieser Liga zuletzt nicht mehr verhindern konnte. Auch die TTG Mücke konnte sich im Frühling gerade noch durch die Relegationsspiele retten. Eine ganz neue Erkenntnis für die sonst so stabile Mannschaft, die den personellen Aderlass im Jahr zuvor (noch) nicht kompensieren konnte.

Den oder die absoluten Favoriten - wie in den letzten Jahren - gibt es diesmal nicht. Und so eröffnen sich vielleicht Chancen für Mannschaften aus dem Mittelfeld, die in den Vorjahren eher die Verfolger waren - sofern sie in den entscheidenden Spielen mit Bestbesetzung antreten können. Dazu zählt in erster Linie der Post-SV Gießen, der sich mit Alex Metsch vom Liga-Konkurrenten TTC Wißmar gleich einmal den Spitzenspieler angeln konnte. Aber auch der FV Horas II, der in der zweiten Saisonhälfte 2018/19 ein wenig an Boden verloren hatte, wird mit frischem Spielermaterial ein ernstes Wörtchen mitreden wollen. Ansonsten dürfte die Liga offen sein. Oben dabei sein dürfte sicher auch das Team, das über die Saison hinweg mit der komplettesten Mannschaft die Spiele bestreiten kann. Nicht zu unterschätzen ist der TSV Allendorf/Lda. II, der in der Spitze mit zwei sehr starken Spielern starten wird.

"Unser Ziel ist der Klassenerhalt, zumindest die Relegation", lautet der O-Ton von Markus Schwebel von der TTG Mücke. Der Kapitän, mittlerweile ein Urgestein und sehr stark in seinem Verein verwurzelt, weiß, was auf sein Team in der neuen Saison zukommen wird. Der Relegationsplatz und die letztlich geglückte Rettung waren für ihn und seinen Verein ganz neue Erfahrungen. Die schwache Rückserie mit nur 6:16 Punkten hatte die TTG in die prekäre Lage gebracht. In der neuen Runde soll alles besser werden, so zumindest die Hoffnungen bei der TTG. Allerdings ist der Schwung und der Elan bei den TTGlern in den letzten Jahren schon ein wenig verloren gegangen. Dies zeigt sich auch an der Vorbereitung. "Das Training im DGH lief langsam an. Leider gibt es viele private Termine, die ein regelmäßiges Training verhindern", bedauert Schwebel. Die Zeiten, in der man als Vorbereitung ein mehrtägiges Trainingslager absolvierte und dabei auch das Zwischenmenschliche pflegte, sind seit Jahren vorbei. Allein die Tatsache, dass man in der Rückserie 14 Spieler einsetzen musste, zeigt die Gemengelage. Personell hat sich in Mücke nicht allzu viel verändert. Dass Patrick Linker jetzt fest in der "Ersten" spielen soll und dass mit Peter Sames ein Rückkehrer aus Inheiden als "Dauer-Ersatzspieler" vorhanden ist, sollte der Mannschaft ein wenig mehr personelle Stabilität bringen.

Bei der Frage nach dem Meisterschaftsfavoriten hat sich Schwebel festgelegt. "Der FV Horas II und der Post-SV Gießen sind für mich am stärksten besetzt." Dabei räumt Schwebel dem Verbandsliga-Absteiger vom NSC Watzenborn-Steinberg II noch Außenseiterchancen ein.

Zum Saisonauftakt erwartet man am Freitagabend (20.30 Uhr) im DGH Nieder-Ohmen den Aufsteiger vom TLV Eichenzell. Bereits hier wäre es von großem Vorteil, wenn am Ende die beiden Punkte im eigenen Hause bleiben könnten.

TTG Mücke: 1. Jonas Benzler, 2. Rene Niklas, 3. Markus Schwebel, 4. Benjamin Schön, 5. Tobias Metz, 6. Dirk Wendel, 7. Patrick Linker, 8. Peter Sames.

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