+
Nicht zu stoppen ist der Licher Yannik Ribbecke, der mit 25 Punkten Topscorer beim Auftaktsieg gegen Dürkheim/Speyer (l. Mirnes Islamovic) ist.

2. Basketball-Regionalliga

Stracks Verletzung trübt die Licher Freude

  • schließen

Spielerisch hätte der Start von Lich Basketball in die neue Saison der 2. Regionalliga nicht besser laufen können. Gegen die SG Dürkheim/Speyer hieß es am Ende 102:63 (51:31).

(sks). Nach der Partie setzten die Wetterstädter zum Sieges-Huddle im Mittelkreis an. Angeführt von Felix Rotaru brach das Licher Team dieses Vorhaben aber ab und marschierte zurück zur Bank. Dort musste Felix Strack seit Beginn des vierten Viertels das Bein hochlegen: Bei einem Dreipunktewurf war der Comboguard unglücklich gelandet und konnte das Feld nur mit Unterstützung seiner Teamkameraden verlassen. "Das unterstreicht den familiären Geist in diesem Verein", sagte Coach Viktor Klassen nach dem gelungenen Auftakt seiner Mannschaft.

Nach einem Dreier von Nils Pompalla sollte Lich stets die Oberhand behalten (5:2, 3.). Bereits zur Mitte des ersten Viertels war man nach zwei Jumpern aus der Mitteldistanz von Jermale Jones auf 21:9 enteilt. Saß zwar nicht jeder Wurf, erkämpften sich die Gastgeber dafür zweite Chancen wie am Fließband. Auch eine frühe Auszeit von Gäste-Coach Andreas Merk konnte den Mitfavoriten um den Aufstieg nicht stoppen.

Erst als Dürkheim/Speyer im zweiten Abschnitt auf eine Zonenverteidigung umstellte, kam etwas Sand ins Getriebe. "Eigentlich liegt uns diese Verteidigungsart, aber heute hat die Rotation nicht gestimmt", sagte Klassen, bei dessen Team auch Wurfpech dafür sorgte, dass die Domstädter Fuß fassten. Als Speyer aber allzu leicht per Layup zum 31:42 aufschließen konnte, trat das Licher Ur-Gestein gegen die Hallenwand, bat zur Auszeit und stellte sein Team neu ein. "Ich habe mehr Energie eingefordert. Mitläufer auf dem Parkett brauche ich nicht. Danach waren die Jungs wieder auf der Höhe", sagt Klassen.

Tatsächlich spielten sich die Licher in einen Rausch und legten in den 84 Sekunden, die bis zur Halbzeit noch zu gehen waren, einen 9:0-Run hin. Flink lief der Ball ein ums andere Mal durch die Reihen. Ob per Dreier, nach Ballgewinnen oder am Brett: Speyer fand kein Mittel und konnte froh über die nahende Halbzeit sein. Mit der Sirene markierte Jones nach einem Steal in der gegnerischen Hälfte den 51:31-Pausenstand.

Ein weiterer 8:0-Lauf gleich nach dem Seitenwechsel sorgte für die endgültige Entscheidung. Klassen konnte tief rotieren lassen. Lich verlor den Fokus zu keinem Zeitpunkt und stellte das große Potenzial unter Beweis. Über die Stationen 68:46 (28.) und 90:52 (35.) zementierte das Klassen-Team den ersten Saisonsieg. Als Rotaru aus dem Dreipunkteland abdrückte, traf und den jubelnden Fans drei empor gestreckte Finger präsentierte, war die Stimmung am Siedepunkt. Auch die Sprunggelenksverletzung von Strack ließ den Licher Express nicht entgleisen. Den Hunderter voll machte schließlich Topscorer Yannik Ribbecke.

Lich: Pompalla (6), Keller (2), Wagner (10), Jones (20), Mühlich (8), Neufeld (5), Ribbecke (25), Rotaru (15), Bölke (11), Strack.

Speyer/Dürkheim: Solifu (4), Rappold (1), Karl (20), Kalocal (4), Agyemang (2), Gesmann (4), Lind (8), Benz (3), Islamovic (9), Aichele (8).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare