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Strack und Richter drehen Partie

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Von: Peter Froese

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Die Entscheidung in Steinbach: Hadamars Mirco Paul (3) und Matthias Neugebauer (23) können den 2:1-Siegtreffer durch Tim Richter (l.) nicht verhindern - Erdinc Solak (FSV) und Luca Teller schauen zu. © Peter Froese

(fro). Mit einem verdienten 2:1-Erfolg über den SV Rot-Weiß Hadamar revanchierte sich der FSV Fernwald am Samstag in der Fußball-Hessenliga für die 0:4-Niederlage bei den Fürstenstädtern zu Beginn der Playoff-Runde. Nicolas Strack und Joker Tim Richter drehten in der Schlussphase die 1:0-Gästeführung durch Marco Koch.

»Ich bin nach einem langen Ball durchgelaufen, weil Erdinc Solak im Abseits stand. Dann gab es nur noch eins - den Ball aufs Tor schießen. Habe ich gemacht, Ball war drin - 2:1 gewonnen«, sagte Siegtorschütze Tim Richter mit einem Grinsen im Gesicht. Bulut hat mit seiner Einwechslung nicht nur Vertrauen in das Können seines Stürmers, sondern auch ein glückliches Trainerhändchen bewiesen.

Der FSV-Trainer nahm gegenüber der 1:2-Niederlage in Eddersheim drei Veränderungen in der Startelf vor. Kevin Göbel ersetzte Julian Bender in der Viererkette, während Johannes Hofmann und Yannis Grönke die Plätze von Deniz Vural und Mirco Freese im Mittelfeld einnahmen. »Man hat den Jungs angemerkt, dass heute die Spannung auf dem Platz da war. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und haben es nach dem Rückstand verdient gedreht«, sagte Bulut.

Nach einem Fehler von Sammy Kittel donnerte Mika Hendrich das Leder bereits nach zwei Zeigerumdrehungen an den Pfosten des SV-Tores. Die Gäste hatten ihre erste Torannäherung, als Jason Schäfer eine Flanke von Jann Bangert über das Tor köpfte (14.). Nach einem Fehlpass von Lucas Burger scheiterte Schäfer an FSV-Keeper Mithat Sahin, der auch den Nachschuss von Mirco Paul mit Bravour parierte (24.). Nach einem langen Abschlag von Sahin konnte Strack auf der Gegenseite SV-Schlussmann Christopher Strauch mit einem Heber nicht überwinden (26.). Kurz vor der Pause traf der FSV-Stürmer nur das Außennetz.

Nach dem Seitenwechsel konnte Schäfer aus einem Missverständnis zwischen Hofmann und Sahin kein Kapital für die Gäste schlagen (53.). Kurz darauf musste Grönke mit Verdacht auf Außenbandriss ausgewechselt werden (58.). Der FSV hatte zwar große Ballbesitzphasen in Abwehr und Mittelfeld, doch der entscheidende Ball ins letzte Drittel sollte weiterhin nicht ankommen. »Hier waren wir zu hektisch. Jeder wollte den tiefen Ball spielen, anstatt die Angriffe mit der nötigen Ruhe vorzutragen«, stellte Bulut fest. Auch im Abschluss gingen die Hausherren mit ihren Möglichkeiten weiterhin fahrlässig um. So scheiterte Solak nach einem Strack-Pass an Gästekeeper Strauch (60.).

Die Partie drohte zuungunsten der Bulut-Elf zu kippen, als Koch eine Hereingabe von Bangert zum 1:0 für den SV veredelte (73.). Der bis dato in einigen Aktionen glücklos wirkende Strack leitete aber die Wende für den FSV ein. Nach einem Eckstoß von Solak wuchtete der FSV-Stürmer das Leder mit einem Kopfballaufsetzer zum 1:1 in den Winkel (76.). Brian Mukasa verfehlte mit einem Distanzschuss das Gästetor nur um Haaresbreite (78.). Kurz darauf die entscheidende Szene, als sich Richter gegen Mirco Paul und Matthias Neugebauer durchsetzte und zum 2:1-Sieg für die Bulut-Elf einschoss (81.).

Fernwald: Sahin; Burger, Dinler, Goncalves, Göbel, Hendrich, Mukasa (ab 87. Bender), Hofmann, Grönke (ab 58. Markiewicz), Strack (ab 77. Richter), Solak.

Hadamar: Strauch; Paul, Dimter, Monteiro-Carvalho (ab 65. Burggraf), Dillmann (ab 65. Koch), Kittel, Neugebauer, Teller (ab 83. Kern), Bangert, Zey, Schäfer.

Im Stenogramm: SR: Winkler (Warburg). - Zu.: 110. - Torfolge: 0:1 (73.) Koch, 1:1 (76.) Strack, 2:1 (81.) Richter. - Gelb: Hofmann, Markiewicz.

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Fernwalds Mika Hendrich (r.) und Hadamars Marco Koch sind zum Kopfballduell hochgestiegen. © Peter Froese

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