Der stolze Spielertrainer

  • vonPeter Froese
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Sechs Jahre nach dem Abstieg in die Fußball-Gruppenliga steigt die zweite Mannschaft des SC Waldgirmes pünktlich zum 90-jährigen Vereinsjubiläum wieder in die Verbandsliga Mitte auf. Damit trägt das 2013 ins Leben gerufene Konzept, die U23 als Ausbildungself für die Hessenliga zu ins-tallieren und verstärkt auf die eigene Jugend zu bauen, Früchte. "Mit Ausnahme von Fabio Dahlem haben alle unsere Spieler in der SC-Jugend gespielt und sich in den letzten Jahren bei den Aktiven sehr gut weiterentwickelt. Ich hoffe, dass alle Spieler zusammenbleiben, denn diese Truppe hat einen guten Charakter. Es wäre schön, wenn wir die Herausforderung Verbandsliga gemeinsam in Angriff nehmen könnten", sagt Spielertrainer Mario Schappert.

Sechs Jahre nach dem Abstieg in die Fußball-Gruppenliga steigt die zweite Mannschaft des SC Waldgirmes pünktlich zum 90-jährigen Vereinsjubiläum wieder in die Verbandsliga Mitte auf. Damit trägt das 2013 ins Leben gerufene Konzept, die U23 als Ausbildungself für die Hessenliga zu ins-tallieren und verstärkt auf die eigene Jugend zu bauen, Früchte. "Mit Ausnahme von Fabio Dahlem haben alle unsere Spieler in der SC-Jugend gespielt und sich in den letzten Jahren bei den Aktiven sehr gut weiterentwickelt. Ich hoffe, dass alle Spieler zusammenbleiben, denn diese Truppe hat einen guten Charakter. Es wäre schön, wenn wir die Herausforderung Verbandsliga gemeinsam in Angriff nehmen könnten", sagt Spielertrainer Mario Schappert.

Der 33-jährige Pädagoge konnte in dieser Saison aufgrund anhaltender Hüftprobleme nur sieben Kurzeinsätze vorweisen, doch seine "jungen Wilden" sprangen für den sich verstärkt auf die Trainerarbeit konzentrierenden Schappert in die Bresche. "Torben Höhn, Sebastian Reinhardt und Daniel Roskosz zählen mit Anfang 20 zu unseren erfahrensten Spielern. Dennoch mussten wir keine größeren Anleihen aus dem Hessenligakader in Anspruch nehmen, da der komplette U23-Kader gruppenligatauglich war", sagt Schappert stolz. Die Saison ging mit dem 4:2-Erfolg über den Mitfavoriten TSV Steinbach II und dem 1:0-Derbyerfolg über den FSV Braunfels gut los. Nach dem ersten kleinen Dämpfer bei Aufsteiger MTV 1846 Gießen (1:1) folgte eine Partie in Holzheim, die richtungweisend werden sollte. Der SC lag beim FC Turabdin/Babylon scheinbar aussichtslos mit 0:3 zurück, ehe man die Partie mit einem furiosen Schlussspurt noch mit 4:3 für sich entscheiden konnte. Im weiteren Saisonverlauf drehte seine Elf zwei weitere Spiele noch in Siege, als man beim FC Ederbergland II und in Leusel ein 1:2 in den Schlussminuten in ein 3:2 ummünzte. Die erste Niederlage beim TSV Steinbach II (1:2) warf die Schappert-Elf, die anschließend elf Siege in Folge verbuchte, nicht zurück.

Die Derbydämpfer mit dem 1:1 in Naunheim und dem 1:2 in Braunfels konnten die Lahnauer auf ihrem Weg in die Verbandsliga Mitte nicht stoppen. Beim 2:1 über den FC Turabdin/Babylon hielt man einen der Verfolger auf Distanz, so dass die mit 0:4 höchste Saisonniederlage beim stärksten Rückrundenteam VfB Wetter nicht ins Gewicht fiel. Auch wenn die Meisterschaft noch nicht entschieden ist, hat der SC nach dem 4:3-Derbysieg beim FC Cleeberg auch hier alle Trümpfe in seiner Hand. Mit einem Torverhältnis von 70:31 weist der SC den drittbesten Sturm und die zweitbeste Abwehr auf. "Unsere Dreierkette mit Rouven ter Jung, Torben Höhn und Henry Erler ist das Beste, was diese Liga zu bieten hat. Leon van Moll hat sich als Abräumer vor der Abwehr stark präsentiert und war in Oberkleen der beste Mann auf dem Platz. Laurin Dante de Bona hat nach seinem Wechsel aus Naunheim bei uns das nächste Level seiner Entwicklung erreicht, während Marius Glasauer in seinem dritten Aktivenjahr so etwas wie der Mann für die wichtigen Tore geworden ist. Fabio Dahlem ist mit 20 Toren unsere Top-Torjäger, doch unsere Stärke liegt in der Breite der Torschützen. Auf den Außenbahnen haben wir mit Emre Duran, Cem Suet, Erencan Pektas und Sebastian Reinhardt Spieler mit einem hohen Tempo", hebt Schappert das Plus seiner Jungs heraus, der anfügt: "Die gute Zusammenarbeit mit meinem Co-Trainer und Cousin Steffen Jordan ist ebenfalls erwähnenswert. Wir haben sehr viele Gemeinsamkeiten, was die Auffassung und Hingabe zum Fußball angeht."

Die Stärke im Umschaltspiel könnte auch der Schlüssel zum Erfolg in der nächsthöheren Liga werden. "Es ist gut, dass wir die Abläufe, aus einer stabilen Abwehr heraus schnell zu kontern, verinnerlicht haben. Das Spiel zu machen, ist die Königsdisziplin, an der wir noch arbeiten. Zunächst gilt aber die Konzentration auf die Sicherung des Klassenerhalts, denn die Herausforderung an eine so junge Truppe in der Verbandsliga ist nochmals ein Stück höher", gibt Schappert als Ziel für die neue Runde aus. "Diese Chance, gemeinsam mit und für die Spieler zu erarbeiten, ist meine Aufgabe. Ich werde meinen Jungs nie die Chance, in einer höheren Liga zu spielen, verbauen", so Schappert.

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