Stock: "Es wird schwierig, weiter oben mitzuspielen"

Vor der Saison kehrte Michael Stock (Foto) zum TV Hüttenberg zurück. Nachdem der ehemalige Spieler von Vulkan Vogelsberg vor zweieinhalb Jahren ein lukratives Angebot von der HR Ortenau und dessen Trainer Goran Suton - unter dem Stock auch schon in Lauterbach agiert hat - bekam, konnte der 1,90 Meter große Linksaußen nicht Nein sagen. Nach dem die HR im vergangenen Sommer Insolvenz anmelden musste und von der großen Handball-Bühne verschwand, kehrte Stock zurück nach Mittelhessen. Im Interview mit der "AZ" erläutert der pfeilschnelle Spieler, warum er sich in Hüttenberg so wohl fühlt und welche Ziele er mit dem TVH in der Rückrunde verfolgt.

Vor der Saison kehrte Michael Stock (Foto) zum TV Hüttenberg zurück. Nachdem der ehemalige Spieler von Vulkan Vogelsberg vor zweieinhalb Jahren ein lukratives Angebot von der HR Ortenau und dessen Trainer Goran Suton - unter dem Stock auch schon in Lauterbach agiert hat - bekam, konnte der 1,90 Meter große Linksaußen nicht Nein sagen. Nach dem die HR im vergangenen Sommer Insolvenz anmelden musste und von der großen Handball-Bühne verschwand, kehrte Stock zurück nach Mittelhessen. Im Interview mit der "AZ" erläutert der pfeilschnelle Spieler, warum er sich in Hüttenberg so wohl fühlt und welche Ziele er mit dem TVH in der Rückrunde verfolgt.

Herr Stock, der TVH hat eine sensationelle Hinrunde mit dem ersten Platz abgeschlossen. Auch der Rückrundenstart ist mit dem Sieg gegen die HSG Frankfurt RheinMain gelungen. Was erwartet die TVH-Fans in den nächsten Monaten?

Stock: "Die Hinrunde lief wirklich optimal und hat sehr viel Spaß gemacht. Mannschaftsintern haben wir nicht von Zielen gesprochen. Wir denken von Spiel zu Spiel und wollen natürlich das Bestmögliche erreichen. Es wird sehr schwierig werden, weiterhin ganz oben mitzumischen, denn die Topmannschaften haben wir auswärts zu spielen."

Aber gerade auswärts konnte die Mannschaft in den letzten Jahren oft überzeugen...

Stock: "Das ist wahr. Bereits in meinem ersten Jahr hier haben wir auswärts oftmals die besten Spiele gemacht. Dennoch denke ich, dass es völlig falsch wäre, diese Auswärtsstärke vorauszusetzen. Wenn es uns gelingt, sie abzurufen, ist es umso schöner."

Aus der Mannschaft hört man stets bescheidene Töne! Ist der Aufstieg wirklich kein Thema innerhalb des Teams?

Stock: "Es gibt sehr viele gute Mannschaften in der Liga. Und die Hinrunde hat ja gezeigt, wie eng es zugeht. Da entscheiden wirklich Kleinigkeiten. Zuletzt hatten wir in der Regel auch das nötige Glück. Aber natürlich würden wir gerne oben stehen und uns gerne den ersten oder zweiten Platz sichern. Das wäre eine tolle Sache. Dann müsste alles perfekt laufen."

In der Ortenau wollten die Verantwortlichen etwas Großes schaffen - zu schnell, zu überhastet und letztlich ohne Erfolg. Wenn Sie zurückblicken - war es eine gute Zeit für Sie?

Stock: "Auf jeden Fall. Ich habe dort eine Menge gelernt und mich gut weiterentwickelt. Es war eine sehr schöne und auch wichtige Zeit für mich. Besonders in der Rückrunde, als ich ständig gespielt und 60 oder 70 Tore geworfen habe. Das war für mich wichtig. Es war größtenteils eine sehr schöne Zeit, denn ich habe auch viele neue und nette Leute kennengelernt. Zudem bin ich in der Deckung stabiler geworden."

Ihre aktuelle Mannschaft gilt als eingeschworene Gemeinschaft. Wie schwierig ist es für einen Neuzugang, sich dort zu integrieren?

Stock: "Es war schon von Beginn an klar, dass es überhaupt keine Probleme gibt. Ich habe mich schon in meiner ersten Zeit hier richtig wohl gefühlt. Daran hat sich nichts geändert. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, zurückgekommen zu sein. Diese Mannschaft hält ganz toll zusammen. Probleme gibt es hier überhaupt keine."

Ihr Vertrag läuft zum Saisonende aus. Gab es bereits Gespräche mit den Verantwortlichen?

Stock: "Wir sind gerade dabei, über dieses Thema zu sprechen. Fakt ist, dass ich gerne für Hüttenberg spiele, und es ja auch sehr gut läuft. Zudem studiere ich in Gießen, weshalb nichts dagegen spricht, beim TVH zu bleiben."

Dann würden Sie im kommenden Jahr mit dem TVH bei einem Nichtaufstieg in die 1. Liga um die Qualifikation zur eingleisigen 2. Bundesliga kämpfen. Ist diese Regelung sinnvoll?

Stock: "Es wird eine ganz schwierige Geschichte, sich dafür zu qualifizieren. Denn alle anderen Mannschaften werden ganz schön aufrüsten. Generell sehe ich es so wie unser Trainer Jan Gorr. Er meint, dass es durch die eingleisige 2. Liga schwierig wird, für die jungen Talente. Das finde ich schlecht. Gerade für die kleineren Vereine wird es schwierig. Es wird alles professioneller."

(jms/Foto: Vogler)

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