Stephanie Frank nach guter Renneinteilung auf Platz 15

"Es war ein super Rennen. Es lief besser als erwartet, und ich bin total zufrieden." Noch atemlos und sichtlich erleichtert war dies die erste Stellungnahme von Stephanie Frank, Mountainbikerin in Diensten der Sportfreunde Romrod. Aufgrund ihrer guten Platzierung in Heubach war sie vom Bund Deutscher Radfahrer für das Weltcuprennen im badischen Offenburg nominiert worden, bei dem sie Platz 15 unter 32 Teilnehmerinnen belegte.

(ahf) "Es war ein super Rennen. Es lief besser als erwartet, und ich bin total zufrieden." Noch atemlos und sichtlich erleichtert war dies die erste Stellungnahme von Stephanie Frank, Mountainbikerin in Diensten der Sportfreunde Romrod. Aufgrund ihrer guten Platzierung in Heubach war sie vom Bund Deutscher Radfahrer für das Weltcuprennen im badischen Offenburg nominiert worden. Im Trikot der deutschen Nationalmannschaft durfte sie an den Start gehen und wurde Fünfzehnte von 32 Sportlerinnen aus insgesamt vierzehn Ländern.

Der Sieg in der Juniorinnenklasse ging an die Weltmeisterin, die Französin Pauline Ferrand-Prevot. Auf den Plätzen zwei und drei standen mit Johanna Techt und Helen Grobert deutsche Teilnehmerinnen auf dem Treppchen. Zufrieden zeigte sich auch Christopher Platt aus Wettenberg, der im ersten Jahr U19 fährt. Er wurde im Rennen der Junioren 65. von 103 Startern. Der dritte Hesse im Nationalteam, Wenzel Böhm-Gräber aus Wiesbaden, kam auf den 33. Rang. Der Weltcup-Pokal ging hier an den Niederländer Michiel van der Heijden.

"Anspruchsvoll aber fahrbar", hatte MTB-Landestrainer Marc Schäfer die Weltcupstrecke charakterisiert. 5,1 Kilometer und 192 Höhenmeter durchmisst die Runde. Doch ausschlaggebend für das sehr hohe Niveau der Strecke waren die fünf "Hot Spots". Zu diesen Schlüsselstellen zählten Dual Speed, North- shore, Worldclass-Drop, Wolfsdrop und Snake Pit. Zum Dual Speed kamen die Biker kurz nach dem Start und mussten entscheiden, welche von zwei parallel verlaufenden steilen Abfahrten sie wählen. Für die ganz Waghalsigen bot sich hier eine der wenigen Chancen zum Überholen. Nach 150 Metern führten beide Strecken wieder zusammen und mündeten in den längsten Anstieg der Runde.

Dann ging es in den Northshore, einen alten Sandsteinbruch. In Serpentinen und engen Kurven wand sich der Kurs dort am Hang entlang abwärts in Richtung Worldclass-Drop. Hier erwartete die Fahrer direkt hinter einer engen Kurve ein drei Meter fast senkrecht abfallender Trail. Wieder ansteigend verlief die Strecke im Anschluss durch Wald und über Wurzeln hin zum Wolfsdrop, dem eindeutigen Zuschauermagnet des Rundkurses. Selbst kundige Biker hielten anfangs dieses mit dicken Wurzel und Stufen versetztes rund zehn Meter lange Steilstück nicht für fahrbar.

Nach etwa einem Kilometer Singletrail folgte mit dem Snake Pit letztlich ein scheinbar unüberwindliches Wurzellabyrinth von 25 Metern Länge.

Dass diese anspruchsvolle Strecke eine gute Krafteinteilung erfordert, musste im Rennen der Juniorinnen die Schweizer Landesmeisterin Jolanda Neff erfahren. Sie dominierte in den ersten beiden Runden das Renngeschehen deutlich und fuhr sogar auf die eine Minute vor ihr gestartete Fahrerin auf. In der letzten Runde musste sie aber mit Kreislaufproblemen aufgeben. Die gleiche Erfahrung machte Julian Schelb, eine der deutschen Hoffnungen. Auch er ging das Rennen zu schnell an. Er lag in der zweiten Runde auf Platz zwei. In der fünften Runde musste er aber aufgeben. Stephanie Frank und auch Christopher Platt, beide gehandicapt durch eine ungünstige Startposition in den hinteren Reihen, fuhren ein gleichmäßiges Tempo und konnten so in der abschließenden Runde, als die Konkurrenten langsam die Kräfte verließen, noch Plätze gutmachen.

Im Eliterennen der Frauen siegte nach fünf Runden die Kanadierin Catharine Pendrel. Sabine Spitz, die nach einer dreimonatigen krankheitsbedingten Pause in Offenburg ihr erstes Weltcup-Rennen absolvierte, wurde Zwölfte.

Bei der Herren-Elite gewann mit gewohnter Dominanz der Franzose Julien Absalon. Er stand damit zum vierten Mal in Offenburg auf dem Siegerpodest. Bester Deutscher wurde Wolfram Kurschat auf Platz acht.

Ergebnisse / Juniorinnen U19 (Drei Runden/32 Starterinnen/30 Klassierte): 1. Pauline Ferrand-Prevot (Frankreich) 1:07:12 Stunden, 2. Johanna Techt (Lindau), 1:08:04, 3. Helen Grobert (Remetschwiel) 1:08:22, ... , 15. Stephanie Frank (Spfr. Romrod), 1:17:01.

Junioren U19 (Fünf Runden/103 Starter/86 Klassierte): 1. Michiel van der Heijden (Niederlande) 1:34:26, 2. Roger Walder (Schweiz) 1:35:18, 3. Julien Trarieux (Frankreich) 1:36:31, ... , 33. Wenzel Böhm-Gräber (Wiesbaden) 1:44:27, ... , 65. Christopher Platt (AMC Rodheim-Bieber), 1:51:57.

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