Der Sieger und seine Konkurrenten: Maximilian Schmidt (l.) hat sich vor den späteren Vierten, Moritz Weiß (906), gesetzt. In der Mitte Swen Pöppel, der am Ende Platz drei belegte.	(Foto: se)
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Der Sieger und seine Konkurrenten: Maximilian Schmidt (l.) hat sich vor den späteren Vierten, Moritz Weiß (906), gesetzt. In der Mitte Swen Pöppel, der am Ende Platz drei belegte. (Foto: se)

630 Starter in Heuchelheim

Der Heuchelheimer Mitternachtslauf war wieder ein voller Erfolg. Rund 630 Läuferinnen und Läufer beteiligten sich an der 13. Auflage dieses Laufes, der sich nicht nur bei den Teilnehmern großer Beliebtheit erfreut, sondern auch von den Bewohnern Heuchelheims unterstützt wird. Zahlreiche Zuschauer an der Strecke feuerten die Sportler an.

Für einen war der Heuchelheimer Mitternachtslauf diesmal etwas ganz Besonderes: Maximilian Schmidt. Der Sieger der 13. Auflage absolvierte seinen allerersten Lauf vor vier Jahren an gleicher Stelle und setzte sich diesmal gegen starke Konkurrenz durch. »Ich wohne direkt an der Strecke«, berichtete der für den TSV Krofdorf-Gleiberg startende Heuchelheimer, der in einem spannenden Finish David Schön (Runners Point Gießen) knapp hinter sich ließ. 34:31,9 lautete die Siegerzeit über die 10 Kilometer, sein Konkurrent benötigte zwei Zehntel Sekunden mehr, ein Wimpernschlag. Wie bei den zwölf Auflagen zuvor wurde auch diesmal der Mitternachtslauf in ein sportliches Volksfest umfunktioniert, auch wenn wegen der vergleichsweise niedrigen Temperaturen die Zahl der Zuschauer nicht ganz so groß war wie in den vergangenen Jahren.

Am Start und Ziel vor der Schule herrschte trotz allem Stadionatmosphäre, und an den Strecken wurden diverse kleinere oder größere Partys gefeiert, durch die die Läufer zusätzlich angefeuert wurden. So sang in der Friedrich-Ebert-Straße eine kleine Gruppe junger Mädchen bei fast jedem vorbeilaufenden Teilnehmer »So seh’n Sieger aus«, ernteten für diese nette Unterstützung immer wieder ein freundliches Lächeln. Richtig was los war in der Beethovenstraße, in der die Magic Stars zur Party geladen hatte und mit kleinen Choreografien am Rande der Strecke sich selbst, vor allem aber die Läufer bei Laune hielten. »Wir machen das im jeden Jahr und wollen die Läufer anfeuern. Für uns ist das selbstverständlich, eine solche Veranstaltung zu unterstützen«, erklärte Jürgen Steinmüller, der dem Heuchelheimer Tanzverein Räume seines Hauses zur Verfügung stellt. Auch in anderen Straßen der Gemeinde wurde gefeiert und angefeuert.

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Doppelsieger Dirk Alexander

Höhepunkt der Veranstaltung war natürlich der eigentliche Mitternachtslauf über zehn Kilometer, der diesmal über weite Strecken ausgesprochen spannend verlief. So hatten sich schnell mehrere Läufer vom Feld abgesetzt, und es war relativ schnell klar, dass nur aus dieser Gruppe der Sieger kommen konnte. Neben Maximilian Schmidt und David Schön befand sich in der Gruppe auch Swen Pöppel aus Bad Berleburg-Wunderthausen, der eine Woche zuvor den Dünsberg-lauf für sich entschieden hatte, diesmal aber in der letzten der vier Runden Schmidt und Schön ziehen lassen musste und mit der Zeit von 34:47,7 den dritten Platz belegte. Vierter in 35:08,3 wurde Moritz Weiß vom LAZ Gießen. Schnellste Frau war Franziska Rachowski (LAZ Gießen/38:29,5) vor der Naunheimerin Anne-Katrin Müller (39:13,0) und Karin Hahnfeld (Clox Fitness Gießen/43:11,9).

In den Altersklassen der Frauen präsentierte sich das team-naunheim.de sehr stark, denn in den Klassen W30, W35 und W40 stellte Naunheim mit Ann-Christin Weis, Melanie Kawecki und Anne-Katrin Müller die jeweilige Siegerin. Renate Meinel (Treiser LWT) gewann in der Klasse W45, die Bellersheimerin Inge Koch in der Klasse W50 sowie Marieluise Hermanns (LahnLaender Lahnau) und Claudia Jesiek (Tschabo) in den Klassen W55 bzw. W60.

Bei den Männern siegte Schön in der Hauptklasse, Schmidt bei den Junioren U23 und Pöppel bei den M40. Jochen Biedenkapp (TSV Klein-Linden) setzte sich bei den Senioren M35 durch. Carl Kühn (Hüttenberger Land Läufer) gewann in der Klasse M45. In der M50 siegte der Aßlarer Achim Baroth in respektablen 36:36,9. Bei den Männern 55 ließ Peter Wessendorf (TSV Krofdorf-Gleiberg) die beiden Heuchelheimer Gerhard Schulze-Velmede (TSF) und Hans-Peter Schäfer (LT Biebertal) hinter sich. Jürgen Wißner (LAZ/M60), Wilfried Schnaubelt (TSV Krofdorf-Gleiberg/M65) sowie Hans Walter (Pohlgöns/M70) und Manfred Kronsbein (LGV Marathon/M75) hießen die weiteren Altersklassensieger.

Schnellster der Klasse U20 war Mark Otto (Gießen/36:06,6).

Den Jedermannslauf über fünf Kilometer, ursprünglich gedacht für Laufanfänger, gewannen die Buseckerin Franziska Bock (TV Waldstraße Wiesbaden) und Dirk Alexander (Runners Point Gießen). Letztgenannter ging anschließend auch noch über zehn Kilometer an den Start, belegte hier den siebten Platz und entschied die Altersklassenwertung M30 für sich. Nicht schlecht.

Gewinner der Feuerwehr-Wertung wurden Max Bielow (Heuchelheim), der im Jedermannslauf Platz zwei erreichte, und die Laubacherin Anne Sussmann. Ausgeschrieben waren auch Staffelläufe über 4x 2500 Meter. Hier gewannen ein Frauenteam des TSV Krofdorf-Gleiberg (Lea Hofmann, Lisa Scheibel, Laura Bareth, Maria Schmidt) sowie der VfL Marburg bei den Männern.

Eingesetzt wurde diesmal eine neue Messtechnik, und die hat sich bewährt, wie Thilo Gernandt (»ein Superstart nach der Unterbrechung«) von den veranstaltenden TSF berichtete. Volker Grosser und sein EDV-Team kamen mit der neuen Technik jedenfalls bestens zurecht.

Insgesamt rund 630 Teilnehmer (613 Finisher) zählten die Gastgeber, die auch diesmal mit dem Verlauf des Mitternachtslaufes sehr zufrieden waren. Die Anwohner und sicherlich auch der überwiegende Teil der Läufer freuen sich auf die 14. Auflage im kommenden Jahr und hoffen dabei auf etwas angenehmere Temperaturen. Harold Sekatsch

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