Start völlig verschlafen

(kam) Für die U19-Junioren der LTi Gießen 46ers läuft es derzeit alles andere als rund: Bei den Metropol Baskets Ruhr musste die Truppe von Headcoach Toni Dirlic am fünften Spieltag in der Nachwuchs-Bundesliga (NBBL) ihre dritte Niederlage in Folge einstecken und rangiert auf dem vorletzten Tabellenrang. Spielentscheidend bei der 78:87 (29:48)-Pleite war das erste Viertel, das die Mittelhessen verschliefen.

(kam) Für die U19-Junioren der LTi Gießen 46ers läuft es derzeit alles andere als rund: Bei den Metropol Baskets Ruhr musste die Truppe von Headcoach Toni Dirlic am fünften Spieltag in der Nachwuchs-Bundesliga (NBBL) ihre dritte Niederlage in Folge einstecken und rangiert auf dem vorletzten Tabellenrang. Spielentscheidend bei der 78:87 (29:48)-Pleite war das erste Viertel, das die Mittelhessen verschliefen.

Die Quittung für fehlende Konzentration und mangelnde Körperspannung in der Anfangsphase bekam die Gießener Verteidigung vor allem von der Dreierlinie. Über 7:0 (3.) legten die Metropol Baskets einen 15:0-Lauf aufs Parkett, viermal klingelte es in der 46ers-Reuse nach einem Treffer von jenseits der 6,25 Meter - für drei davon zeichnete Baskets-Topscorer Christian Marquardt verantwortlich. Die Gastgeber diktierten das Spieltempo nach Belieben und provozierten so in den ersten zehn Minuten satte neun Ballverluste auf Seiten der völlig überrumpelten 46ers. Zwar fanden die ohne Spielmacher Falko Theilig und Center Javon Baumann angereisten Lahnstädter im zweiten Spielabschnitt offensiv langsam ihren Rhythmus, ließen aber unter den eigenen Brettern weiterhin zu viele zweite Chancen zu.

Die Baskets nahmen dankend an und konnten mit einem beruhigenden 48:29-Halbzeitstand in die Pause gehen.

Für die Halbzeitansprache schien 46ers-Coach Dirlic jedoch die richtigen Worte gefunden zu haben. Über 35:55 (24.) verkürzte das starke Gießener Trio um die Forwards Yannik Reitschmidt, Oliver Nützel und Robin Christen bis zum Viertelende auf 54:64. An der Moral mangelte es nun nicht mehr. Im Systemspiel fand die Dirlic-Truppe eine gute Mischung aus Treffern aus der Nahdistanz und von der Dreierlinie. Entsprechend schmolz die Führung der Essener Stück für Stück, bis im Gästelager beim Stande von 65:65 (34.) erstmals der Ausgleich bejubelt werden durfte. Doch so schnell wie sie gekommen war, verflog die Euphorie wieder: Die folgenden zwei Angriffe konnten die Juniors nicht in Punkte ummünzen, auch an der Freiwurflinie versagten die Nerven. Auf der Gegenseite bestätigte erneut Baskets-Forward Marquardt seine exzellente Verfassung aus der Distanz mit den Dreiern Nummer sechs und sieben. Noch war die Messe aber nicht gelesen - wenig später hatte sich der 46ers-Nachwuchs wieder auf 69:71 (36.) herangekämpft. Symptomatisch jedoch der finale Knacks: Wieder blieben Punkte an der Freiwurflinie liegen, was die Hausherren mit einem 8:0-Run bestraften und damit ihren ersten Saisonsieg auf eigenem Boden perfekt machten.

"Die Ballverluste, die schwache Freiwurf-Ausbeute und mangelnde Reboundarbeit haben uns heute den Sieg gekostet", bilanzierte 46ers-Trainer Dirlic.

Metropol Baskets Ruhr: Marquardt (29/7 Dreier), Steilmann (14), Kühlborn (12), Depta (10), Arndt (8/1), Killat (6), Martinez (4), Gloger (4), Haentjes, Wüllner, Spettmann, Vadder.

LTi Gießen 46ers Juniors: Christen (22/2), Reitschmidt (20/2), Nützel (16), Maric (8/1), Henkel (6), Pflüger (4), Süßlin (2),Hiob, Mergan, Rink.

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