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Schön in Szene gesetzt hat sich die Lumdatalerin Doreen Schlapp gegen die Leverkusenerinnen Sidney Bätz (l.) und Pia Terfloth (r.). Sie erzielt einen Treffer bei der 19:26-Niederlage der Mittelhessinnen gegen die Bundesliga-Reserve.

Start nach Pause verschlafen

  • VonMarc Steinert
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(mgs). Die HSG Lumdatal hat den zweiten Saisonsieg in der 3. Frauenhandball-Liga am Sonntagabend klar verpasst. Gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen II musste sich das Team von Trainer Marcel Köhler in eigener Halle mit 19:26 (11:14) geschlagen geben und machte dabei die Erfahrung, in dieser Klasse Spiele binnen weniger Minuten verlieren zu können. Fünf schwache Minuten nach der Pause waren nämlich letztlich schon spielentscheidend.

»Die ersten Minuten haben mir gar nicht gefallen, dann haben wir aber bis zur Pause ein richtig starkes Spiel gemacht. Wir haben aggressiv verteidigt, viele Unterbrechungen hinbekommen und uns offensiv auch viele Chancen erarbeitet. Aber auch in dieser Phase haben wir noch ein paar Fehler gemacht, auch freie Bälle verworfen und leider den Start in Hälfte zwei komplett verschlafen. Und dann reicht es gegen eine so gut ausgebildete Mannschaft wie Leverkusen einfach nicht für Punkte«, resümierte Köhler, auf dessen Team nach einem spielfreien Wochenende zum Jahresabschluss noch das Hessenderby gegen die HSG Gedern/Nidda wartet.

Zu Beginn kamen die »Juniorelfen«, so der Spitzname der Bundesliga-Reserve, deutlich besser in die Partie und zunächst vor allem durch die stark aufspielende Liga-Toptorjägerin Viola Leuchter und Louisa Gerke, die sich die ersten sieben TSV-Treffer teilten, zu einer 7:3-Führung (11.). Der größte Vorsprung Leverkusens in Halbzeit eins war beim 9:4 erreicht. Nach einer Auszeit kämpfte sich Lumdatal dann aber Tor um Tor heran. Beim 9:11 (25.) durch Kreisläuferin Franziska Müller war der Rückstand schon deutlich verkürzt, nach dem 11:12 (27.) durch Linkshänderin Carmie Schneider war die Köhler-Sieben dann sogar dran. Doch der psychologisch so wichtige Ausgleich wollte den Gastgeberinnen nicht gelingen, stattdessen nutzte Leverkusen eine doppelte Überzahl, um sich zur Pause eine 14:11-Führung zu erarbeiten.

Und hatte sich Lumdatal vorgenommen, dem Spiel in Hälfte zwei noch Wende zu geben, war dies nach nur fünf gespielten Minuten praktisch passé, denn die Rheinländerinnen waren in dieser Phase schon auf 18:12 (!) enteilt. Nach dem 13:21 (42.) kämpfte sich die HSG dann nochmal ein wenig heran (18:23, Selina Sauer), doch die Hypothek des Rückstandes war viel zu hoch, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Mit einem 3:1-Lauf stellte Bayer den Endstand her.

Lumdatal: Schütz, Olemotz; Sauer (8/8), Schlapp (1), Franziska Müller (3), Schneider (3), Schwabauer (3), Hasenkamp, Madeleine Müller, Parma, Bulling, Smajek, Hilbrich (1), Fuhrländer.

Leverkusen: Vogel, Küpper; Cormann (1), Leuchter (6/1), Nikolic (1), Terfloth (3), Hölzer (3), Gerke (3), Pickrodt (2), Bona (1), Kaufmann (2/1), Teusch (1), Bätz, Ronge (3/1).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Ahlgrimm/Backwinkel (Gießen/Herdecke). - Zu.: 120. - Zeitstrafen: 6:14 Min. - Siebenmeter: 10/8:3:3.

Kein Vorbeikommen gibt es in dieser Szene für die Lumdatalerin Madeleine Müller (r.) gegen die Leverkusenerin Pia Terfloth.

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