Starkes erstes Grünberger Viertel

"Ich hatte den Eindruck, dass wir mehr gewinnen wollten als Rist", fasste Matthias Alver, Trainer der Bender Baskets Grünberg, den knappen 61:58 (38:30)-Sieg bei den Rist Scala Ladybaskets Wedel zusammen. Es war der erste Auswärtserfolg seiner Mannschaft in der zweiten Basketball-Bundesliga in der laufenden Runde.

(smg) "Ich hatte den Eindruck, dass wir mehr gewinnen wollten als Rist", fasste Matthias Alver, Trainer der Bender Baskets Grünberg, den knappen 61:58 (38:30)-Sieg bei den Rist Scala Ladybaskets Wedel zusammen. Es war der erste Auswärtserfolg seiner Mannschaft in der zweiten Basketball-Bundesliga in der laufenden Runde.

Den hatten sich die Gallusstädterinnen fest vorgenommen, nachdem sie in der letzten Woche in eigener Halle den ersten Saisonsieg überhaupt geschafft hatten. Die beiden Erfolge hintereinander bringen den Grünbergerinnen aktuell den sechsten Tabellenplatz ein.

Den Rückenwind vom Heimsieg nahmen die Bender Baskets mit in die Anfangsphase. Das erste Viertel absolvierten sie gut und viel versprechend. Sie gewannen es 26:9 und schienen die Kontrolle über das Geschehen auf dem Feld zu haben. Doch dieser Durchgang sollte der einzige bleiben, den die Gäste für sich entschieden. Noch vor der Pause verloren sie die Oberhand, kamen in den Eins-gegen-Eins-Situationen nicht klar und funktionierten als Team nicht mehr so wie in den ersten zehn Minuten. Der offensive Rhythmus ging verloren, die bevorzugten Fastbreaks kamen kaum noch zustande. Grünberg wurde zu oft ins Setplay gezwungen, kam nicht in die richtigen Wurfpositionen, ließ den Ball nicht gut laufen und war insgesamt zu leichtsinnig und ungenau.

Wedel wurde offensiv stark gemacht. Zu spät attackierten die Bender Baskets die Kontrahentinnen, ließen sie zu viel gewähren sowie zum Pausen-30:38 aufholen.

Die zweite Halbzeit war vom Kampf geprägt. Nachdem die Gastgeberinnen näher gekommen waren, hatten sie eigentlich Auftrieb. Aber Grünberg hielt im dritten Durchgang mit einer defensiven Energieleistung dagegen, wofür der Coach seinen Akteurinnen Respekt zollte. Schließlich machten sich bei Rist erste konditionelle Probleme bemerkbar, während davon bei den Bender Baskets nichts zu sehen war. Das war dann, zusammen mit ein paar mehr geholten Rebounds, am Ende das große Plus zugunsten der Mittelhessinnen. Diese trafen im vierten Viertel zudem sicher von der Freiwurflinie, verwerteten acht von neun Versuchen. Wichtig war auch das erstmalige Mitwirken von Alexandra Keil in dieser Saison. Mit ihrer Routine gab sie dem Team vor allem in der Defensive Stabilität. Trotz des Sieges war Alver nicht rundum zufrieden. Er bemängelte unter anderem Unkonzentriertheiten, die zu unnötigen Ballverlusten geführt hatten. "Es ist schön, gewonnen zu haben. Generell können wir aber nicht darauf warten, dass das Spiel nach unseren guten ersten zehn Minuten schnell vorbei geht.

Wir müssen ausgewogener spielen und keinen Bruch ins Spiel kommen lassen", fordert der Coach. Beeindruckt zeigte er sich vom Grünberger Teamgeist, der tollen Moral sowie der guten Kommunikation auf dem Spielfeld.

Rist Scala Ladybaskets Wedel: Becker (2), Härm (8), Hüners (4), Koch (14), Samantha Ochs (4), Sabrina Ochs (13/1 Dreier), Ramcke (5/1), Schmidt (2), Wegner (6), Meyer.

Bender Baskets Grünberg: Brauer (6/2), Greunke (7), Happel (18), Keil (2), Mützel (5), Steuber (17/1), Stiller (6), Wegmann, Dzirma, Meinhart.

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