Starkes Debüt von Christian Heger

(das/-) Da läuft die aufwendige Vorbereitung ausgesprochen gut, Testwettkämpfe und Volksläufe liefern vielversprechende Ergebnisse, und dann hat man am "längsten Tag des Jahres" plötzlich völlig unerwartete Probleme. Jens Pfeiffer und Michael Bareth (beide TSV Krofdorf-Gleiberg) waren gut vorbereitet und hatten sich einiges vorgenommen für den kürzlich in Frankfurt ausgetragenen Ironman Germany.

(das/-) Da läuft die aufwendige Vorbereitung ausgesprochen gut, Testwettkämpfe und Volksläufe liefern vielversprechende Ergebnisse, und dann hat man am "längsten Tag des Jahres" plötzlich völlig unerwartete Probleme. Jens Pfeiffer und Michael Bareth (beide TSV Krofdorf-Gleiberg) waren gut vorbereitet und hatten sich einiges vorgenommen für den kürzlich in Frankfurt ausgetragenen Ironman Germany. Die Zehn-Stunden-Marke sollte fallen, aber beide hatten einen ausgesprochen schlechten Tag erwischt. Die anderen drei Krofdorfer konnten dagegen äußerst zufrieden sein mit ihren Ergebnissen, und auch die fünf Starter des AS LahnLaender Lahnau sowie Christian Heger vom SV Staufenberg hatten allen Grund zur Freude.

Für persönliche Bestzeiten war es ohnehin kein guter Tag, denn schon das Neoprenverbot aufgrund des mollig warmen Langener Waldsees kostete einige Minuten, und eine Umleitung in Bad Vilbel verlängerte die Radstrecke auf 185 Kilometer, was rund zehn Minuten Zuschlag bedeutete. Dazu kamen die gegen Mittag deutlich steigenden Temperaturen als zusätzliche Hürde für den Marathon.

Deutlich schnellster Schwimmer der beiden Heimvereine war der für Krofdorf startende Busecker Michael Bareth (1:06), der dann aber schnell auf dem Rad merkte, dass es kein guter Tag wird. Schon beim Radfahren musste er mit Magenproblemen anhalten und schließlich nach drei Laufkilometern ganz aussteigen. Kaum besser ging es Jens Pfeiffer, der schon beim Schwimmen beinahe Oberschenkelkrämpfe bekommen hätte. Es wurde ein schmerzhafter Wettkampf, und vor allem seine eigentlich starke Laufdisziplin wurde zur Tortur. Pfeiffer biss sich durch und finishte nach 10:42:33 als Gesamt-466. und 105. der starken Alterklasse M40.

Besser lief es beim Ironman-Debut vom Solmser Gunnar Klös (AS LahnLaender). Sein hartes Vorbereitungsprogramm zahlte sich aus, und er arbeitete sich mit einem 3:25 Marathon noch bis auf Platz 296 (70. der M35) nach vorne. Seinen zweiten Start in Frankfurt absolvierte Markus Simon (LahnLaender), der als 491. (113. M35) mit seinen 10:44:46 Stunden sehr zufrieden sein konnte. Auch Frank D. Roth (TSV) war ausgesprochen zufrieden, konnte er sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren doch sehr deutlich verbessern. "Das Neoverbot war für mich natürlich sehr schlecht, Radfahren und Laufen liefen aber bis auf ein paar kleine Tiefs gut. Mit meinen 11:48:19 Stunden kann ich sehr gut leben."

Christian Heger vom SV Staufenberg zeigte bei seinem Ironman-Debüt eine ganz starke Leistung. Der in der M25 startende Heger finishte in 9:46:19 Stunden und verpasste die Hawaii-Qualifikation in seiner Altersklasse nur um knapp zehn Minuten. Letztlich belegte er in seiner Altersklasse den 13. Platz, im Gesamtklassement der 2300 Teilnehmer nahm er Rang 105 ein. Die 3,8 km Schwimmen absolvierte Heger in 1:09:57 Stunden, die 180 km Radfahren in 5:17:10, und den abschließenden Marathon bewältigte er in 3:13:11 (Platz 36 im Gesamtfeld). "Es war ein Wahnsinnstag und ein unglaubliches Erlebnis, aber ob ich das noch mal mache, kann ich heute noch nicht sagen", bilanzierte Heger.

Die fünf gestarteten Damen bestritten ebenfalls alle ihr Ironman-Debut, und alle waren letztlich froh, das Ziel am Römer gut erreicht zu haben. Am schnellsten war Manuela Schweitzer (TSV), die erst ihren dritten Triathlon bestritt und nach starken 12:22:47 Stunden als 101. Frau (11. F45) die Ziellinie überquerte. Kurz darauf folgten die Trainingskoleginnen Kristina Zerfaß und Susanne Martin (beide AS LahnLaender) auf den Plätzen 110 (12. F25 in 12:35:50) und 121 (27. F35 in 12:48:26).

Spätestens beim Marathon bestätigte sich dann ihr Motto, dass ein "Ironman kein Ponyhof" ist, und in den letzten Runden waren dann die Motivationskünste des mitgereisten LahnLaender-Fanclubs unentbehrlich. Für Hanna Pirnack (TSV) war es nicht nur der vom Veranstalter verkündete "Längste Tag des Jahres", sondern auch der schönste Tag des Jahres. "Der Wettkampf lief toll, ich konnte ihn richtig genießen", freute sich die Krofdorferin über ihr Abschneiden (139. und 14. F25 in 13:04:29). Auch die dritte LahnLaenderin zeigte sich sehr zufrieden mit ihrem Ergebnis. Nachdem Tanja Eib zwei Abende zuvor noch im HR bei "Straßenstars" zu bewundern war, hatte sie nach 14:25:01 Stunden im Zielkanal am Römer nun ein deutlich lauteres Publikum.

Wie populär der Ironman Germany in Frankfurt unter den Athleten ist, wurde kurz nach der Öffnung der Online-Anmeldung deutlich - für den 24. Juli 2011 sind die bereitgestellten 2300 Startplätze schon wieder vergeben.

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