Frei zum Abschluss kommt Hüttenbergs dreifacher Torschütze Christian Rompf (r.), der den Kasten von Gummersbach Diogo Valerio anvisiert. Die Mittelhessen müssen sich am Ende unglücklich mit 29:30 beim VfL geschlagen geben. FOTO: EIBNER
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Frei zum Abschluss kommt Hüttenbergs dreifacher Torschütze Christian Rompf (r.), der den Kasten von Gummersbach Diogo Valerio anvisiert. Die Mittelhessen müssen sich am Ende unglücklich mit 29:30 beim VfL geschlagen geben. FOTO: EIBNER

Handball

Starker TV Hüttenberg belohnt sich nicht

  • vonMarkus Röhrsheim
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Stark gespielt, aber wieder verloren: Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg muss sich beim Aufstiegsaspiranten in Gummersbach mit 29:30 geschlagen geben.

(mro). Nach der knappen Heimniederlage gegen die SG BBM Bietigheim hatten die Zweitliga-Handballer des TV 05/07 Hüttenberg am Mittwochabend den nächsten Aufstiegsaspiranten vor der Brust. Beim VfL Gummersbach zeigte die Mannschaft von Trainer Frederick Griesbach eine starke Leistung, stand aber nach Abpfiff erneut mit leeren Händen da. Nach der ärgerlichen 29:30 (16:15)-Niederlage ist auch nach dem vierten Spieltag weiterhin noch kein Zähler auf der Habenseite zu verbuchen.

Von Anfang an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Gäste in der vierten Minute durch den stark aufspielenden Hendrik Schreiber aus der zweiten Welle mit 3:2 in Führung gingen. Da zudem Routinier Nikolai Weber im TVH-Tor von Beginn an hellwach war, musste sich das Team von VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson auf die Wurfkraft von Linkshänder Janko Bozovic auf der rechten Rückraumposition verlassen, der zudem vom Siebenmeterstrich fehlerlos agierte und so seine Farben nach einer Viertelstunde mit 8:6 in Front brachte - und der VfL erhöhte durch Timm Herzig sogar auf 11:8.

Mubenzem bringt Schwung

Doch die Mittelhessen hielten dagegen und hatten mit dem in der Endphase der ersten Halbzeit von der Bank kommenden Linkshänder Dieudonné Mubenzem nun einen Spieler auf dem Feld, der mit drei Toren in Folge und einem Assist auf seinen tschechischen Landsmann am Kreis, den starken Vit Reichl, die Weichen zur 16:15-Pausenführung der Gäste stellte.

Mubenzem machte auch nach dem Wiederanpfiff erst einmal so weiter, als er Christian Rompf auf Linksaußen bediente, der auf 18:15 erhöhte. Sigurdsson, der nach einem Coronafall im Team-Umfeld auf Julius Fanger, Tom Kiesler, Mathis Häseler und Lasse Hasenforther (alle in Quarantäne) verzichten musste, reagierte mit einer Deckungsumstellung auf 5:1, die den Blau-Weiß-Roten Probleme bereitete, zu Ballverlusten und damit einhergehend leichten Tempogegenstoßtoren des VfL führten, wie beim 19:18 durch Lukas Blohme. Griesbach reagierte seinerseits mit der Umstellung auf einen eher spielerischen Rückraum, und Ian Weber holte beim 22:21 die Führung zurück für den TVH. Doch die Gummersbacher hatten nun im Ex-Wetzlarer Alexander Hermann einen Mann für die einfachen Tore aus der zweiten Reihe, die dem TVH zunehmend fehlten. "Da sind wir in der Deckung, wie am Anfang auch gegen Bozovic, etwas zu passiv", ärgerte sich der TVH-Trainer. Dennoch traf Mubenzem nach Kreuzung mit Weber in der 54. Minute noch einmal zum 28:27. Doch letztlich sollte der in der Schlussphase wieder zwischen die Pfosten zurückgekehrte Portugiese Diogo Valerio einem durchaus verdienten Punktgewinn der Gäste im Weg stehen, da Malte Meinhardt mit einem Dreher von Linksaußen den letzten TVH-Treffer von Weber zum glücklichen 30:29-Sieg beantwortete.

"Heute war unsere Schwächephase mit dem 0:4-Lauf nach der Pause kleiner und so konnten wir das Spiel offen halten. In der zweiten Hälfte sind wir nicht mehr zu unseren Tempotoren wie in der ersten Halbzeit gekommen", bilanzierte Griesbach enttäuscht, der mit seinem Team am Samstag (19.30 Uhr) auf den HC Elbflorenz trifft.

Gummersbach: Valerio, Puhle; Vidarsson (1), Blohme (5), Kontrec, Hermann (5), Schneider (2), Herzig (1), Meinhardt (3), Santos, Stüber (5), Bozovic (8/4).

Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber; Fuß (3), Schwarz, Opitz, Fujita, Ian Weber (3), Rompf (3), Reichl (6), Mubenzem (5), Hübscher, Hahn (2/2), Klein (1), Jockel, Schreiber (6).

Im Stenogramm: SR: Schmidt/Linker (Recklinghausen). - Zuschauer: keine. - Zeitstrafen: 2:6 Minuten. - Siebenmeter: 4/4 - 2/2.

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