Zweifacher Torschütze der Roten Teufel gegen die ehemaligen Teamkollegen: Frederik Cabana. Links: Rene Schoofs.
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Zweifacher Torschütze der Roten Teufel gegen die ehemaligen Teamkollegen: Frederik Cabana. Links: Rene Schoofs.

Ein starker Auftritt

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((mn). Ein irres Tempo. Ein irres Spiel. Ein irres Resultat. Der EC Bad Nauheim hat zum Start in die Deutsche Eishockey-Liga 2 den Titelmitfavoriten Bietigheim Steelers mit 6:3 (2:2, 1:1, 3:0) bezwingen können. Drei Treffer (zwei Powerplay-Tore) in den letzten vier Minuten im Colonel-Knight-Stadion brachten die Entscheidung für die Roten Teufel, die 40 Minuten lang eine in allen Belangen sehr starke Vorstellung boten und im Schlussabschnitt belohnt wurden. Per Doppelschlag traf Jamie Arniel zum 5:3 (nach 3:3), ehe Frederik Cabana, aus Bietigheim gekommen, mit seinem zweiten Treffer am Abend den Endstand markierte. Für die weiteren Tore der Hessen sorgten mit Tomas Schmidt und Christoph Körner.

"Wir müssen 60 Minuten lang gut spielen, nicht nur 20 Minuten. Bad Nauheim hat eine sehr gute Mannschaft, die defensiv gut gestanden und viele Schüsse geblockt hat", sagte Steelers-Trainer Dany Naud. Und entsprechend war auch Hannu Järvenpää seitens der Roten Teufel sehr zufrieden. "40 Minuten lang haben wir sehr gute Chancen erspielt, aber nicht genutzt, und im Schlussabschnitt defensiv gut gestanden. Und so ist eben Sport. Da kann ein Schuss die Entscheidung bringen." Gemeint war das 4:3, als Arniel den Puck einfach mal in Richtung Tor brachte (56.), Hertel im Steelers-Gehäuse im wahrsten Sinne kalt erwischte.

Bad Nauheim konnte nahtlos an die tolle Vorstellung auaus dem letzten Testspiel anknüpfen, hatte sich das Leben aber selbst schwer gemacht. Einen individueller Fehler und eine Hinausstellung gegen die Teufel nutzten die Gäste zu zwei Treffern, die den Steelers zunächst schmeicheln sollten. Bad Nauheim hatte über 40 Minuten die Mehrzahl an guten, teils hundertprozentigen Torchancen, die durch Kelsey Tessier, Andreas Pauli oder auch Arniel aber liegen gelassen wurden; teils wurde zu lange gezögert, teils zeigte Hertel im Steelers-Tor seine Klasse. Beeindrucken konnte die Partie durch ein hohes Tempo, das kaum Zeit zum Durchatmen ließ. Es hieß 3:3.

Im Schlussabschnitt änderte sich das Bild ein wenig. Jetzt gab Bietigheim den Takt vor, Bad Nauheim stand mehr und mehr in der eigenen Zone, verteidigte kompakt, schaffte aber wenig Entlastung und schon gar keine Torgefahr. Mit dem ersten echten Torschuss in den letzten 20 Minuten erzielte Arniel zum dritten Mal die Führung für Bad Nauheim, das am Ende von zwei Hinausstellungen gegen die Gäste profitierte, nachdem die Pfeifen der Unparteiischen in Sache Überzahl lange Zeit stumm geblieben waren. In doppelter Überzahl legte Arniel zur Entscheidung nach.

EC Bad Nauheim: Bick - Richardson, Glötzl, Sennhenn, Schmidt, Ketter, Reinig - Reiter, Tessier, Cabana, Hohmann, Arniel, Pauli, Ratmann, El-Sayed, Körner, Üffing, Cornett, Chrobot, Köhler.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (2.) Breitkreuz (Stretch, Hauner), 1:1 (6.) Schmidt (Hohmann, Pauli), 2:1 (6.) Körner (Ratmann, El-Sayed), 2.2 (17.) Breitkreuz (Hauner, Stretch - 5-4), 3:2 (30.) Cabana (Glötzl, Richardson), 3:3 (31.) Wenzel (Kneißler), 4:3 (56.) Arniel (Hohmann, Pauli), 5:3 (59.) Arniel (Hohmann, Richardson - 5-3), 6:3 (60.) Cabana (Reiter, Tessier - 5-4). - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Bietigheim 6.

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