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Verbissener Zweikampfführung: Daniel Ketter vom EC Bad Nauheim (links) und Cam Spiro (EHC Freiburg). FOTO: CHUC

Starker Auftritt

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(mn). So schnelllebig ist Eishockey! Am Freitag (3:7 in Ravensburg) wurde kritisiert und vieles infrage gestellt, seit Sonntagabend ist die Welt beim EC Bad Nauheim wieder in Ordnung. Mit 5:1 (1:1, 2:0, 2:0) konnten sich die Roten Teufel gegen den EHC Freiburg, den Tabellen-Dritten, der Deutschen Eishockey-Liga 2, überraschend deutlich durchsetzen. Ordentlichen 20 Minuten ließ die Mannschaft von Christof Kreutzer zwei sehr starke Spielabschnitte folgen.

Die Schlüsselszene: der Führungstreffer zum 2:1 (24.) durch Cody Sylvester. Er gab den Gastgebern vor 2252 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion Selbstvertrauen. Die weiteren Treffer erzielten Andreas Pauli, Andrej Bires, Jack Combs in seinem bislang besten Spiel sowie Jared Gomes. Für Gomes, der in nun drei Partien in Folge getroffen hatte, könnte es der letzte Auftritt für Bad Nauheim gewesen sein. Der Tryout-Vertrag läuft am Montag aus. Dass der Kontrakt angesichts der sich anbahnenden Comebacks von Tyler Fiddler und Zach Hamill verlängert wird, erscheint unwahrscheinlich. Gefeiert wurde zudem Torwart Bastian Kucis, der nach gegentorlosem Schlussabschnitt am Freitag den Vorzug erhalten hatte und nur in doppelter Unterzahl bezwungen wurde.

"Bad Nauheim hat seine Chancen heute genutzt, wir nicht. Das war der Unterschied", bilanzierte EHC-Trainer Peter Russell. Kreutzer wiederum fand reichlich Lob: "Die Jungs wollten und mussten Wiedergutmachung betreiben und haben von der ersten bis zur letzten Minuten eng am Mann gestanden."

Der erste Abschnitt gehörte noch Freiburg. Die Gäste spielten selbstbewusst, brachten jede Offensivaktion zum Abschluss, spielten passsicher und diszipliniert. Cam Spiro erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich; es blieb der einzige Gäste-Treffer.

Bad Nauheim kam durch das Sylvester-Tor Anfang des zweiten Abschnitts nun so richtig ins Spiel. Defensiv stand die Mannschaft stabil, und vorne gab das Führungstor Sicherheit. Gegen die defensiv sonst kompakten Gäste kam Bad Nauheim zu Chancen (Sylvester, Bires-Pfostenschuss), schließlich erhöhte Gomes (im Nachschuss) vor dem zweiten Wechsel auf 3:1.

Die Hausherren konnten den Faden aufnehmen, ruhten sich nicht auf der Führung aus und ließen Freiburg gar nicht zurück in die Partie finden. Nach dem Bires-Tor zum 4:1 waren die Punkte eingetütet, zumal sich die Gäste mit Hinausstellungen selbst aus dem Spiel nahmen. Den Schlusspunkt setzte Combs.

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