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Hier liegt der Gießen-Achter im Rennen gegen Berlin noch in Front. Letztlich muss er sich im Kampf um Bronze geschlagen geben.

Starker Auftakt für Gießen-Achter in Dortmund

  • VonEric Baumann
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(ejb). Nach knapp 23 Monaten startete am Wochenende die Bundesliga-Saison des Deutschen Ruderverbands in die neue Saison. 17 Männer-Achter, darunter der Sparkasse Gießen-Achter, gingen in Dortmund an den Start. Letztlich sprang Rang vier für das Gießener Paradeboot heraus.

Bereits im morgendlichen Zeitlauf fuhren die Gießener die viertschnellste Zeit und sicherten sich so den direkten Einzug ins Viertelfinale. Dort wartete der Achter des Crefelder Ruderclubs auf die Hessen. Mit einem explosiven Start überraschten die Gießener die Mannschaft aus NRW. Früh schob sich das Boot von der Lahn an den Krefeldern vorbei. Zur Streckenhälfte wuchs der Vorsprung auf eine halbe Bootslänge an, den die Gießener bis ins Ziel verteidigten. »Wir hatten uns vorgenommen, den Start noch besser zu fahren als im Zeitlauf und nochmal eine Schippe draufzulegen«, erinnerte sich Ruderer Nico Weber. »Und im Mittelteil hat einfach alles gepasst.«

Im Halbfinale ging es dann gegen den Achter aus Münster auf die 350 Meter lange Sprintstrecke. Wieder versuchte die Mannschaft von Trainer Rainer Koppmann, sich früh abzusetzen, doch die Münsteraner hielten von Beginn an dagegen. Die späteren Sieger des Renntags ließen keinen Zweifel an ihren Medaillenambitionen aufkommen und gingen bereits nach den ersten 100 Metern in Führung. Die Gießener versuchten mit einem Zwischensprint, nochmal an die Westfalen heranzukommen, doch diese bauten ihren Vorsprung weiter aus und kamen mit fast einer Bootslänge Vorsprung klar als erste über die Ziellinie.

Im kleinen Finale um die Bronzemedaille lag der Liga-Champion der letzten Saison - Berlin - neben den Hessen in den Startblöcken. Wieder konnten die Gießener ihre Paradedisziplin ausspielen und gingen dank einer starken Startphase in Führung. Zur Streckenhälfte konnten sie ihren Vorsprung sogar auf eine knappe halbe Bootslänge ausbauen. Doch die Berliner kämpften sich zurück. Schlag um Schlag kamen sie wieder an das Team von der Lahn heran. 40 Meter vor dem Ziel lagen beide Boote gleich auf. Beide Mannschaften holten im Endspurt alles aus sich heraus - doch das Zielfoto machte die Gießener Hoffnungen auf eine Medaille zum Saisonauftakt zunichte. Mit einer Zehntelsekunde Vorsprung sicherte sich Münster Bronze und verwies die Hessen auf Rang vier.

»Das war eine stabile Leistung, die die Mannschaft gezeigt hat«, so Teamchef Eric Baumann. »Aber wir haben auch gesehen, an was wir noch arbeiten müssen. Wenn die Medaille zum Greifen nah ist, ist es ärgerlich, wenn man auf den letzten Metern verliert.« Schlagmann Johannes Birkhan ergänzte: »Wir haben in den letzten Wochen nochmal hart gearbeitet und uns intensiv auf den Saisonstart vorbereitet. Das hat sich ausgezahlt. Die Enttäuschung über das verlorene Finale täuscht über die gute Leistung am Renntag hinweg.«

Nach dem Sieg gegen Gießen setzte sich Münster im Finale dann gegen Osnabrück durch und entschied den Renntag für sich. Hinter Gießen folgen in der Tabelle Minden, Hamburg, Mülheim und Krefeld. Die zweite Tabellenhälfte führt Hannover an, gefolgt von Dortmund, Hanau, Frankfurt und Dresden. Dahinter liegt die Renngemeinschaft Limburg/Wetzlar, Kassel, Witten und Schlusslicht Mainz. Bereits am 21. August findet in Minden der nächste Renntag statt.

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