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Beste Laune: Die Teutonia-Spieler (v. l.) Ngolo Ouattara, Louis Goncalves, Malte Simon und Natnael Tega nach dem Treffer zum 4:1. (Foto: fro)

Stark: Watzenborn-Steinberg 5:1 gegen Unterliederbach

(fro) Die Freude über die Leistung seiner Mannschaft stand SC-Trainer Daniel Steuernagel am Sonntag ins Gesicht geschrieben. Gerade hatte seine Teutonia den VfB Unterliederbach trotz eines frühen Rückstandes am Ende souverän mit 5:1 nach Hause geschickt und damit die Tabellenführung in der Verbandsliga Mitte verteidigt.

Patrick Neubert, Tomi Pilinger, Ngolo Ouattara sowie der eingewechselte Natnael Tega mit einem Doppelpack konnten sich aufseiten der Grün-Weißen in die Torschützenliste eintragen. "Das war unser bislang fußballerisch bestes Saisonspiel. Wir haben uns von dem frühen 0:1 nicht beeindrucken lassen und immer weiter unser System gespielt", sagte Steuernagel.

Nach einer Flanke von Denis Weinecker köpfte Rafael Szymanski zur vermeintlichen SC-Führung ein. Der oftmals unsicher wirkende Schiedsrichter Karsten Pfeiffer entschied auf Handspiel und zeigte dem SC-Stürmer die Gelbe Karte (2.). Auf der Gegenseite bekamen die Gäste nach einem Foul von Louis Goncalves einen Freistoß zugesprochen. Damian Sieniawski zirkelte den ruhenden Ball über die SC-Mauer hinweg zum 1:0 ins Netz (3.). Die Hausherren, bei denen Albano Sidon für den verletzten Kian Marius Golafra auf der Sechserposition agierte, zeigten sich aber nicht geschockt. Angetrieben von Spielmacher Louis Goncalves erarbeitete sich die Steuernagel-Elf Chance auf Chance. Zunächst traf der quirlige Ngolo Ouattara nach einer Flanke von Marius André Jörg per Kopfball nur das Außennetz (7.

). Kurz darauf konnte der von Goncalves mustergültig freigespielte Denis Weinecker das Leder nicht im VfB-Tor unterbringen (10.). Einen von Freund und Feind verpassten Freistoß von Julian Simon konnte Daniel Knapschinski gerade noch mit einem Reflex zur Ecke lenken (15.). Auch bei einem Schuss von Ngolo Ouattara aus spitzem Winkel war der VfB-Keeper auf dem Posten (25.). Zwei Minuten später sollten sich die Angriffsbemühungen der Hausherren aber auszahlen. Nach einem Eckstoß von Julian Simon köpfte Spielführer Patrick Neubert das Leder zum 1:1 ins Netz (27.). Louis Goncalves verfehlte das Gästetor mit einem Distanzschuss nur knapp (28.). Ein Ballverlust von Albano Sidon wäre auf der Gegenseite fast ins Auge gegangen. Kamber Koc, der für den dienstlich verhinderten Dominik Wagner zwischen den Pfosten stand, war aber auf der Hut (30.).

Harmlose Gäste

Anschließend ging der Sturmlauf des SC aber weiter. Tomi Pilinger konnte einen von Denis Weinecker erkämpften Ball nicht verwerten (32.), während Weinecker selbst nach einer Simon-Ecke per Kopfball an Daniel Knapschinski, scheiterte (35.). Der war aber nach einer erneuten Simon-Ecke geschlagen, als Tomi Pilinger am langen Pfosten per Kopf zum 2:1 traf. Auch hier sorgte das Gespann für Aufregung unter den 130 Zuschauern, denn der Treffer wurde erst nach einer Diskussion mit dem Assistenten an der Linie anerkannt (38.). In der Nachspielzeit veredelte Ngolo Ouattara einen Ball von Louis Goncalves zum 3:1-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Hausherren die Partie gegen in der Offensive harmlose Gäste souverän nach Hause. Die von Michael Bodnar und Patrick Neubert hervorragend organisierte Abwehr kam nie in Gefahr. Nach einer scharfen Hereingabe von Louis Goncalves konnte Rafael Szymanski das Leder nur noch an die Latte lenken (54.

). Dafür veredelte der kurz zuvor eingewechselte Natnael Tega die Vorarbeit von Denis Weinecker und Louis Goncalves mit dem 4:1 (59.). Lediglich einmal blitzte die Torgefährlichkeit von VfB-Stürmer Kouami Edem Dalmeida auf, doch Kamber Koc fischte dessen Kopfball mit einer Glanzparade aus dem Winkel (64.). Marius André Jörg bereitete mit einem entschlossenen Antritt auf der linken Seite das letzte Highlight der Partie vor. Seine flache Hereingabe drückte Natnael Tega zum 5:1-Endstand über die Linie (79.). Denis Weinecker blieb dagegen ein Torerfolg verwehrt. Der SC-Stürmer scheiterte nach Zuspiel von Natnael Tega an Daniel Knapschinski (88.), so dass es beim 5:1 für die Pohlheimer blieb.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Koc; Julian Simon, Bodnar, Neubert, Jörg, Sidon (ab 56. Malte Simon), Ouattara, Goncalves, Weinecker, Szymanski (ab 80. Milosevic), Pilinger (ab 52. Tega).

VfB Unterliederbach: Knapschinski; Rimavicius (ab 75. Walter), Mimi, Sienlawski, Derevenko, Dalmeida, El Ouardani, Antinac (ab 80. Davidovic), Azougagh (ab 62. Kalyoncu), Bentaayate, Kuzu.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Pfeiffer (Butzbach). – Zuschauer: 130. – Torfolge: 0:1 (3.) Sienlawski, 1:1 (27.) Neubert, 2:1 (38.) Pilinger, 3:1 (45.+1) Ouattara, 4:1 (59.) Tega, 5:1 (79.) Tega. – Gelbe Karten: Sidon, Szymanski – Rimavicius.

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