Stahnsdorf triumphiert vor Lich

(lad) Beim dritten Pointers-Cup der VfB 1900 Gießen Pointers in der Osthalle haben die Licher BasketBären mit drei Siegen aus vier Spielen den zweiten Platz belegt. Im entscheidenden Spiel unterlagen die Mittelhessen Eintracht Stahnsdorf mit 67:76 (40:40), das mit vier Siegen den Cup gewann. Die Hausherren aus Gießen belegten mit einem Sieg den vierten Rang hinter dem hessischen Ligarivalen TV Langen (zwei Siege) und vor den sieglosen Frankfurt Skyliners II.

Licher Spiele: Am Tag nach dem Auftaktsieg gegen die gastgebenden Pointers wartete mit Pro-A-Absteiger TV Langen ein Gegner auf Augenhöhe auf die Licher, den diese knapp mit 61:59 (34:30) schlagen konnten. Die Führung wechselte im Hessenderby vom ersten bis zum dritten Viertel regelmäßig, wobei sich keine der beiden Mannschaften dauerhaft absetzen konnte. So brachte ein Dunking von Thomas Fairley ein ausgeglichenes 19:19 nach den ersten zehn Minuten. Jetzt hatte Lich eine seiner stärksten Phasen und war seinem Gegner vor allem im Außenspiel überlegen. So wurde in der 14. Minute ein 10:0-Lauf auf 27:19 vollendet, was allerdings auch die höchste Führung bleiben sollte. Bereits in der 23. Minute gingen die Giraffen mit 38:37 wieder in Führung. Aber Lich, dessen Kapitän Rolf Scholz nach seiner am Freitag erlittenen Zerrung in den folgenden Spielen nicht mehr eingesetzt wurde, konterte und beendete das dritte Viertel mit einer 48:43-Führung. Im Schlussabschnitt machte das 61:54 des guten Derrick Webb alles klar.

Tags darauf stand die Partie gegen die Frankfurt Skyliners II auf dem Plan. Da diese allerdings das gesamte Turnier nicht mit ihrer Pro-B-Mannschaft, sondern mit einem Jugendteam bestritten, entschloss sich Lich zur selben Maßnahme: "Wir hätten nichts davon gehabt, mit unseren Pro-B-Spielern anzutreten und dann mit 40 Punkten zu gewinnen. Deshalb haben wir unserer U20 eine Chance gegeben, die wir mit Robin Christen und Teddy Käufer verstärkt haben", erklärt Martin Vogel aus Lichs Sportlicher Leitung. Diese gewannen mit 76:66 (30:42).

Im abschließenden Spiel standen sich mit Lich und Eintracht Stahnsdorf die beiden einzigen noch ungeschlagenen Teams im Duell um Platz eins gegenüber. Den 76:67-Sieg von Stahnsdorf verfolgte auch "Vladi" Bogojevic, Trainer des Bundesligisten LTi Gießen 46ers, als Zuschauer. Lich musste früh einem 0:8 hinterherlaufen, drehte dies aber bis zur 16. Minute in eine 30:26-Führung. Zehn Minuten später glich Webb für die Bären zum 46:46 aus, bevor die Berliner sich abzusetzen vermochten. Auffälligster Stahnsdorfer war ausgerechnet Mychal Green, der letztes Jahr noch für Lich spielte, aber wegen Fehlverhaltens entlassen werden musste. Er erzielte ab dem 67:59 für seine Farben (36.) vier Punkte am Stück zum 71:59, das die Vorentscheidung war.

"Ich bin zufrieden mit dem Turnier. Wir konnten unseren Neuzugang Webb gut ins Setplay integrieren, und er hat sogar auf der eins für Scholz ausgeholfen", gewann Lichs Trainer Igor Starcevic positive Erkenntnisse.

Gießener Spiele: Gegen Eintracht Stahnsdorf präsentierten sich die Pointers insgesamt betrachtet besser als am Freitag gegen Lich, doch letztlich schlugen die Berliner den VfB mit 76:67 (37:40). Ohne Till Wosnitza, der gegen die BasketBären einen Schlag auf das Jochbein erlitten hatte, führten die Pointers in der 16. Minute sogar mit 36:25, doch Stahnsdorf drehte im dritten Viertel richtig auf und ging vorentscheidend mit 60:49 (29.) in Front.

Mit dem TV Langen wartete ein spannendes Hessendery auf die Gastgeber, das die Südhessen mit 48:46 (21:16) für sich entscheiden konnten. Ähnlich wie gegen Lich verschliefen die Pointers das Auftaktviertel und mussten nach diesem einem 3:15-Rückstand hinterherlaufen. Danach steigerten sich die Hausherren und holten, obwohl sie weitgehend ohne ihren beiden neuen Amerikaner antraten, den Rückstand nach und nach auf. Nach drei Vierteln führte der VfB sogar mit 35:31. In der spannenden Schlussphase, die von viel Taktik, Fouls und Freiwürfen geprägt war, ging es schließlich mit 46:46 in die letzten Sekunden.

Nach zwei TV-Freiwürfen zum 48:46 versuchte Gießen einen finalen Wurf, doch der prallte vom Ring ab.

Die Skyliners II waren nun ein Gegner, gegen den es beim 67:65 (32:32) sehr spannend wurde. Bei häufig wechselnder Führung ging Gießen mit einem 50:45 ins Schlussviertel, das Frankfurt zu einem zwischenzeitigen 59:58 drehen konnte. Aber das eingespieltere Team kämpfte die Skyliners-Youngster schließlich nieder.

"Mein Fazit ist positiv. Wir sind zwar von unseren Ligakonkurrenten noch einiges entfernt, aber wir haben gemerkt, dass wir bestehen können, wenn wir kämpfen und unser Teamspiel pflegen", konnte Pointers-Coach Dejan Kostic mit den Ergebnissen gut leben.

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