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Stärkste Offensive vs. beste Defensive

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Von: Peter Froese

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Kevin Rennert und sein FC Turabdin/Babylon wollen Ligaprimus TSV Steinbach II die erste Saisonniederlage beibringen. © Peter Froese

(fro), Der Spieltag am Wochenende wird aus heimischer Sicht in der Fußball-Verbandsliga Mitte heute mit der Begegnung zwischen dem VfB Marburg und der SG Kinzenbach eröffnet. Am Sonntag steht das Top-Spiel zwischen dem FC Turabdin/Babylon und Tabellenführer TSV Steinbach II im Fokus. Der FC Gießen II erhofft sich Zählbares beim RSV Weyer, während der SC Waldgirmes II gegen die SG Walluf sowie der FC Cleeberg gegen die SF/BG Marburg im Kampf um den Liga-Erhalt ihren Heimvorteil nutzen wollen.

VfB Marburg - SG Kinzenbach (heute, 16 Uhr): In einem dicht gedrängten Tabellenmittelfeld besitzt die Elf von SG-Trainer Oliver Dönges vor dem Gastspiel vier Punkte Vorsprung auf den VfB. Die Rot-Weißen konnten ihre letzte Partie in Schwanheim zwar mit 4:2 gewinnen, mussten beim Tabellenvorletzten aber eine Achterbahn der Gefühle durchleben. »Es war ein Auf und Ab, aber unterm Strich hatten wir verdient gewonnen. Henrik Keller hat mit seinen drei Toren gezeigt, wie wichtig er als unser Torjäger ist. Allerdings wird er von seinen Teamkollegen auch gut in Szene gesetzt«, sagt Dönges. Die Elf des SG-Trainers rangiert aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz. »Dies ist für uns eine tolle Zwischenbilanz. Wenn wir diese Platzierung halten möchten, müssen wir in Marburg punkten, denn anschließend stehen mit dem FC Turabdin/Babylon, dem TSV Steinbach II und dem SV Niedernhausen drei schwere Kaliber dieser Liga für uns auf dem Programm. Ich erwarte eine harte Nuss, die es beim VfB zu knacken gilt, denn Marburg hat eine tolle Truppe, die bislang unter ihren Möglichkeiten geblieben ist«, mahnt Dönges.

Personelles: Yannik Mohr (krank) und Nicolas Pantke (verletzt) fehlen. Serkan Akin kehrt zurück.

RSV Weyer - FC Gießen II (Sonntag, 15 Uhr): Die Elf von FC-Trainer Thomas Turgut hat sich in ihren bisherigen drei Spielen nach der Winterpause gut verkauft. Dennoch liegt die Regionalliga-Reserve weiterhin mit neun Punkten Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz auf dem letzten Rang der Liga. Den angestrebten Sieg in der Nachholpartie bei der SG Walluf konnte man nicht verbuchen, da die Begegnung erneut abgesagt werden musste. Der Partie in Weyer kommt eine besondere Bedeutung zu, denn der RSV ist auch noch nicht aller Abstiegssorgen ledig. Wenn man sich nochmals an den Klassenerhalt herantasten will, muss ein Sieg her.

Personelles: Gabriel Birol und Gabriel Gülec stehen nach ihren Sperren wieder zur Verfügung. Dennis Lepper (verletzt) fehlt.

SC Waldgirmes II - SG Walluf (Sonntag, 15 Uhr): Nach dem unglücklichen Hinrunden-3:4 möchte die Elf von Thorsten Schäfer gegen Walluf Wiedergutmachung betreiben. »Wir sind seit drei Spielen ungeschlagen und wollen uns mit einem Sieg weiter von den Abstiegsrängen entfernen«, lautet das Ziel des SC-Trainers. In der Nachholpartie am Mittwoch kamen die Lahnauer über ein 1:1 gegen die Spvgg. Eltville nicht hinaus. »Dies war für uns ein enttäuschendes Ergebnis, denn wir hatten die drei Punkte fest eingeplant. Allerdings haben wir es nicht geschafft, unsere vielen Chancen in Tore umzumünzen«, kritisiert Schäfer.

Personelles: Felix Hörr (gesperrt), Javier Recio-Perez, Justin Schweizer, Jakob Reinhardt, Leon van Moll (alle verletzt) fehlen.

FC Cleeberg - SF/BG Marburg (Sonntag, 16 Uhr): Durch das 0:4 im Nachholspiel beim FV Breidenbach verpasste es die Elf von FC-Trainer Daniel Schäfer am Mittwoch, wieder auf einen Nicht-Abstiegsplatz zu springen. »Das war eine bittere, auch in dieser Höhe verdiente Niederlage. Wir haben uns einmal mehr nicht ligatauglich präsentiert. Wir sind körperlich nicht in der Lage mitzuhalten, da zu viele Spieler über einen längeren Zeitraum nicht trainiert haben«, berichtet Schäfer. Der FC-Trainer hat in dieser Woche die Zügel im Training nochmals angezogen, um Defizite abzubauen. Mit Blick auf das deutliche Vorrunden-1:6 sieht Schäfer seine Elf in der Außenseiterrolle, wenngleich dem FC-Trainer die aktuelle Negativserie von vier Niederlagen in Folge bei den »Kombinierten« nicht verborgen geblieben ist. »Wir schauen derzeit weder nach Punkteständen noch nach der Tabellensituation, um nicht noch mehr Druck aufzubauen. Wir müssen wieder als Team auftreten und um jeden Zentimeter kämpfen«, appelliert Schäfer an seine Elf.

Personelles: Dominik Trivilino (privat verhindert), Roman Hellhund, Marvin Gath, Patrick Löw und Kevin Weidner (alle Corona) stehen nicht zur Verfügung. Der Einsatz von Stefan Hocker ist fraglich.

FC Turabdin/Babylon - TSV Steinbach II (Sonntag, 16.15 Uhr, in Garbenteich): Im Duell zwischen dem Tabellenvierten und dem Spitzenreiter steht ein sportlicher Leckerbissen an. Die Gäste sind als einziges Team noch ungeschlagen. Das 1:1 im Hinrundenspiel war eines von vier Spielen, in denen der TSV nicht als Sieger vom Platz gehen konnte. Am Mittwoch konnte die Elf von Gästetrainer Maik Six einen 0:1-Rückstand gegen den FC Ederbergland in einen 2:1-Erfolg drehen und damit einen von zwei ernsthaften Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg auf Distanz halten. Der Rückstand des FC auf den Spitzenreiter beträgt bereits 18 Punkte. Zwar ist die Elf von Trainer Josef Jacob noch mit zwei Spielen im Hintertreffen, doch selbst im Falle eines Erfolges scheint der Zug in Richtung Hessenliga abgefahren. Dennoch konnten Kevin Rennert und Co. zuletzt mit zwei eindrucksvollen Siegen gegen die SF/BG Marburg (5:0) und den SV Bauerbach (8:2) Ausrufezeichen setzen. Der TSV präsentiert sich dagegen als Minimalist, denn bereits sechsmal reichte ein 1:0-Erfolg für einen »Dreier«. Mehr als einen Treffer hat die mit zehn Gegentoren beste Liga-Abwehr erst einmal beim 4:2-Erfolg beim FV Biebrich 02 zugelassen. »Wir werden auf alle Fälle offensiv zu Werke gehen. Dabei spielt der Name des Gegners für mich keine Rolle«, baut Jacob auf die mit 53 Treffern beste Offensivwucht der Liga.

Personelles: Pierre Chabou, Nelson Delzer und Helmut Schäfer (alle verletzt) fallen aus. Sleiman Nohman, Risko Bulut und Dominik Zeller stehen wieder zur Verfügung.

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